Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Aufrüsten oder neu kaufen? (Teil 2)

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Kaufberatung Spiele-PC  

Aufrüsten oder neu kaufen? (Teil 2)

22.01.2007, 13:23 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

ATI Crossfire (Bild: ATI)ATI Crossfire (Bild: ATI)Der Umstand lässt sich nicht leugnen: Die AGP ("Accelarated Graphics Port")-Schnittstelle hat fertig. Es kommen kaum AGP-Karten mit aktuellen Grafik-Chips auf den Markt, und falls doch, sind sie um einiges teurer und meist leistungsschwächer als ihre PCI-Express-Brüder. Wer hier zum Beispiel seine veraltete Grafikkarte aus der Geforce 6600-Preisklasse durch ein leistungsfähigeres Modell ersetzen will, erreicht zwar kurzfristig einen Leistungszuwachs, dürfte aber schon bei den 3D-Spielen der nächsten Generation wieder die Flagge streichen müssen. Entscheidet man sich trotzdem dafür, sollte zumindest eine einigermaßen leistungsfähige CPU (3,2 GHz Hyperthreading und besser) im Rechner stecken, denn sonst leidet die Spiele-Performance des Systems darunter, dass der Prozessor zu langsam die notwendigen Daten bereitstellt. Ein wichtiger Faktor stellt bei der Aufrüstung mit den leitungsstärksten AGP-Karten die Stromversorgung dar. Das Netzteil muss Minimum 350 Watt Leistung abgeben, damit die AGP-Pixelschleuder über einen Extra-Stromstecker mit ausreichend Saft versorgt werden kann. Ist kein passender Strom-Anschluss vorhanden, muss man sich einen geeigneten Steckadapter für die 12-Volt-Leitung zum Preis von zirka fünf Euro im Fachhandel besorgen.
#
Schon gemerkt? Mit einem Doppelklick auf jedes beliebige Wort im Artikel gelangen Sie jetzt direkt zum passenden Wikipedia-Eintrag. Klicken Sie sich schlau!
#

#

Gut gesockelt, schnell gespielt

Core 2 Duo-Prozessor (Bild: Intel)Core 2 Duo-Prozessor (Bild: Intel)Nicht jeder Prozessor passt auf jedes Motherboard. Unterschiede gibt es hier nicht nur zwischen den Prozessor-Herstellern Intel und AMD, sondern auch innerhalb der zahlreichen Prozessor-Bauarten. Intels Pentium 4-CPUs saßen beispielsweise lange auf dem Sockel 478, der jedoch allmählich vom Sockel 775 verdrängt wird. Letzterer ermöglicht unter anderem höhere Taktfrequenzen und lässt sich auch mit den neuen Core 2 Duo-Prozessoren bestücken. Mainboards mit LGA775-Chipsatz unterstützen in der Regel den schnellen DDR2-SDRAM-Arbeitsspeicher und den neuen PCI Express-Standard für Grafikkarten, der AGP aufs Altenteil befördert hat. Ähnliches haben die Dual Core-Prozessoren von Intel und AMD gegenüber ihren Vorgängermodellen vollbracht. Diese CPUs sind in der Lage, in ihren beiden Kernen Prozesse parallel ohne Zeitverlust abzuarbeiten und erzielen gegenüber älteren Pentium 4/Athlon-CPUs trotz geringerer Taktfrequenz deutliche Leistungszuwächse. Dabei sind sie auch noch sparsamer im Energieverbrauch und somit eine zukunftssichere Investition. Das Optimum stellen derzeit die Core 2 Duo-Chips vom Typ E6600 (oder höher) dar, die mit ihrem erweiterten 4-MB-Cache für sehr flotten Vortrieb sorgen. Kein Muss sind die "Extrem Edition" beziehungsweise "Quad Core"-Prozessoren von Intel: Erstere sind überteuert, die "Quad Cores" fallen ebenfalls nicht gerade in die Schnäppchen-Kategorie, sind rar wie ein Sechser im Lotto und werden zur Zeit von keinem Spiel ausgereizt.

Sockel beschränkt Aufrüst-Optionen

Hat man ein Sockel 478-Motherboards im PC verbaut, sind die Möglichkeiten zum Aufrüsten ziemlich eingeschränkt. Hier finden nur die älteren DDR-SDRAM-Speicherriegel mit ihren 184 Pins (statt der 200 bei DDR2) Platz, und man muss sich meist mit AGP-Grafikkarten begnügen, da solche Boards nur in Ausnahmefällen über einen PCI Express-Steckplatz verfügen. Wer auch an Spielen der vorherigen Generation seinen Spaß hat und auf den brachialen Leistungszuwachs eines Core 2 Dual-Prozessor-Systems noch solange verzichten kann, bis sich die Preise weiter nach unten eingependelt haben, der kann trotzdem mit einem solide zusammengestellten "Old School"-Rechner gut leben. Ein PC mit 3,2 GHz-Pentium 4, ein bis zwei GB DDR-SDRAM und einer vergleichsweise preiswerten Geforce 7600 GT oder Radeon X1600 Pro AGP-Grafikkarte stellt eine gute Kompromisslösung dar, die den Geldbeutel nicht allzu sehr belastet. Ähnliches gilt für AMD-Fans, die den ultimativen Leistungskick nicht brauchen: Ein Athlon 64 auf einem 939-Sockel gehört für "Normal-User" auch in den nächsten Monaten noch nicht zum alten Eisen.

Wieviel Grafik-Power braucht der Mensch?

Für passionierte Spieler lohnt es sich nicht mehr, viel Geld in die Aufrüstung eines AGP-basierten Systems zu investieren. Die neuesten Chips werden gar nicht mehr auf AGP-Karten verbaut. Wer für 3D-Spiele zukunftssicher genießen will, sollte deshalb eine PCIe-Grafikkarte und ein neues Motherboard in Erwägung ziehen, das diese Schnittstelle unterstützt. PCI Express ist in etwa doppelt so schnell wie 8xAGP und stellt auch ein Muss für alle Extreme-Gamer dar, die Nvidias "SLI"- oder ATIs "Crossfire"-Technologie nutzen wollen: Hier werden jeweils zwei dafür ausgelegte Grafikkarten zusammengeschaltet, um die Render- und Filterleistung zu erhöhen und ungeachtet der eklatanten Bildqualität noch exzellente Frame-Raten zu erzielen. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist natürlich ein Motherboard mit zwei PCIe-Grafikslots. Allerdings bedeutet diese Ausstattung im Moment noch häufig, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Wer über keinen High-End-Monitor verfügt, der die angelieferten Grafikdaten schnell genug verarbeitet und die kritischen Graustufen-Farbwechsel schnell genug hinbekommt, der bekommt die volle Pracht gar nicht oder nur mit Schlieren versehen zu Gesicht.

Fazit

Mit DirectX 10 hinaus forciert Windows Vista die Hardware-Evolution hin zu immer leistungsfähigeren Systemen. Aus Spieler-Sicht lohnt sich die Investition in ein Motherboard mit Dual-Core-Prozessor und 2 GB DDR2-SDRAM auch langfristig. Was die Grafikkarte angeht, so ist man mit einer PCI-Express-Grafikkarte der oberen Mittelklasse (Geforce 7950 GT, Radeon 1950 Pro) gut gerüstet. Beide liegen preislich im Bereich von 200 Euro. DirextX10-Grafikkarten sind noch kein Muss. Bis auf den Massenmarkt zielende Games DirectX 10 voraussetzen, wird noch einige Zeit ins Land gehen. In AGP-Systeme mit Pentium-4-Netburst-CPU's zu investieren ist dagegen nicht nicht sinnvoll, wenn auch zukünftig die neuesten Spiele darauf laufen sollen: Man gibt viel Geld aus und hat doch keine längerfristige Perspektive. Wer dagegen Casual-Games bevorzugt oder wem gut abgelagerte Games aus dem Schnäppchen-Regal des Geiz-Marktes genug Vergnügen bieten, der kann sich für überschaubares Geld für RAM und Grafikkarte noch eine ganze Weile im grünen Bereich bewegen.


<< Zurück zu Seite 1 von "Aufrüsten oder neu kaufen"

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal