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Spiele-Hardware: Verrückte Eingabegeräte

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Verrückte Eingabegeräte  

Die Maus ist nicht genug (Teil 1)

09.05.2007, 19:31 Uhr | Spiegel Online / jr / kro, t-online.de

Von Konrad Lischka
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Dirigent Smith: Steuert mit dem Wii-Controller sein Orchester  (Bild: Paul Henry Smith)Dirigent Smith: Steuert mit dem Wii-Controller sein Orchester (Bild: Paul Henry Smith)Als Dirigent, Tänzer und "Star-Trek"-Fan kommt man mit den herkömmlichen Eingabegeräten am Computer nicht weit. Also entwerfen frustrierte PC-Nutzer neue, manchmal skurrile Controller: den Dirigenten-Pullover, den Gamepad-BH, den Enterprise-Schreibtisch.

Kreativer Input

Ein Mann steht vor seinem Computer und schwenkt die Fernbedienung von Nintendos Spielkonsole Wii wie einen Dirigentenstab. Das ist kein Spiel: Paul Henry Smith dirigiert tatsächlich - eine Musiksoftware auf seinem Computer. Mit der Computer-Maus ginge das nicht. 63 Jahre ist dieses Konzept nun alt, doch die Maus ist noch immer das Standard-Werkzeug, um Computern zu zeigen, was sie tun sollen. Das genügt nicht mehr. Weil Rechner heute allgegenwärtig sind, viel mehr Aufgaben bewältigen als vor 63 Jahren, arbeiten Entwickler an neuen - mal mehr, mal weniger - sinnvollen Eingabegeräten.

Foto-Show Skurrile Spiele-Controller
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Der Dirigenten-Pullover

Smiths Wii-Controller als Dirigentenstab ist dabei nur ein Notbehelf. An einer wirklich befriedigenden Lösung arbeitet die US-Musikwissenschaftler Teresa Marrin Nakra. Die Arbeit an ihrem Dirigenten-Pullover begann sie als Doktorandin am Massachusetts Institute of Technology: Das enganliegende, von Sensoren durchzogene Kleidungsstück zeichnet die Bewegungen des Dirigenten auf, erkennt auch die Geschwindigkeit und den Grad der Muskelspannung. Eine Software, die diese Daten ohne merkliche Verzögerung in Spielanweisungen für ein digitales Orchester aus Musik-Schnipseln übersetzt, ist in Arbeit. Spannend!

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Der Gamepad-BH

Der Gamepad-BH soll Paaren neuen Spaß an Videospielen bringen (Bild: Jenny Chowdhury)Der Gamepad-BH soll Paaren neuen Spaß an Videospielen bringen (Bild: Jenny Chowdhury) Jennifer Chowdhury, Studentin des Graduiertenkollegs Interactive Telecommunications Program (ITP) der Universität von New York, hat für eine Semesterarbeit ein heikles Thema gewählt - Sex und Computerspiele: "Ich wollte ein Spiel entwerfen, das sich um ein Paar dreht, ein Spiel, bei dem sie sich berühren müssen, um weiterzukommen." Die Idee ist interessant, die Ausführung rudimentär: Ein BH mit sechs Sensoren für die Spielerin, Boxershorts mit sechs Sensoren für den Spieler. Das Spiel selbst ist eine Abwandlung von Pong: Statt eines Tennisballs fliegen verschiedene Symbole über den Schirm, jeder gehört zu einem der Sensoren auf der Kleidung des Spielerpaars. Bevor ein Symbol vom Schirm verschwindet, muss man den entsprechenden Sensor berühren. Man sieht an den Reaktionen der Spieler, dass nur zwei Monate Arbeit in diesem Projekt stecken. Und man sieht auch: Eine große Zukunft hat der Gamepad-BH wohl nicht. Chowdhury: "In Zukunft sollen Spiele so intuitiv zu Steuern sein, dass die Spieler mehr Zeit für sich haben und weniger damit beschäftigt sind, die Bedienung zu meistern." In der Tat.

>> Zu Teil 2 von "Die Maus ist nicht genug"

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