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Commodore XS Gaming-PC  

Die Rückkehr einer Legende

05.09.2007, 12:27 Uhr | tz / jr, t-online.de

Commodore PC (Bild: Commodore Gaming)Commodore PC (Bild: Commodore Gaming)Commodore ist Kult, auch heute noch. Mit legendären Heimcomputern wie dem VC20, dem Amiga oder dem legendären C64 - im Volksmund „Brotkasten“ genannt - beherrschte der Hersteller in den 80er und frühen 90er Jahren den Markt. Aufgrund zahlreicher unter- nehmerischer Fehlentscheidungen und Verzögerungen bei der Produkt-Entwicklung und Einführung musste der ehemalige Branchenprimus jedoch 1994 die Werkstore schließen. Anschließend wechselten die Rechte am noch immer wertvollen Markennamen „Commodore“ mehrfach den Besitzer und landeten 2004 beim Unternehmen Yeahronimo Media Ventures, das inzwischen unter dem Namen „Commodore International Corporation“ firmiert. Mit der Marke „Commodore Gaming“ versucht man nun, mit einer Reihe von Spiele-PCs an den Glanz alter Tage anzuknüpfen. Dazu haben die Mannen bei Commodore einige interessante Extras und Gimmicks in ihre Spiele-Kisten eingebaut, um nicht in der Masse der Gamer-PCs unterzugehen. Wir haben uns das High-End-Modell „Commodore XS“ angesehen und die Eignung der Maschine als Spiele-PC geprüft.

Foto-Show Der Commodore XS im Detail
Foto-Show Commodore Gaming auf der Games Convention 07
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Nur vom Feinsten

Commodore XS (Bild: T-Online)Commodore XS (Bild: T-Online)Zum Preis von knapp 3300 Euro erhält der Käufer des Commodore XS eine Zocker Maschine, die kaum Wünsche offen lässt. Als Prozessor verwendet Commodore einen Intel Core 2 Quad Prozessor, dessen vier Herzen mit jeweils 2,67 Gigahertz schlagen. Für brachiale Grafik-Power sorgen zwei Pixeltriebwerke vom Typ Geforce 8800 GTX von Nvidia, die per SLI-Technologie zusammengeschaltet werden. Zusätzlich sind zwei „Raptor“-Festplatten im RAID-Verbund mit jeweils150 Gigabyte Kapazität aus dem Hause Western Digital sowie ein weiteres Laufwerk von Samsung mit 500 Gigabyte Kapazität verbaut. Engpässe bei der Speicherkapazität sind demnach auch auf längere Sicht nicht zu erwarten. Zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, ein DVD-Brenner von Samsung, eine Creative Labs X-Fi Soundkarte sowie ein 7-in-1 Kartenlesegerät vervollständigen das Angebot. Als Betriebssystem kommt Windows Vista Ultimate in der 32-Bit-Version zum Einsatz. Um die Verbindung zum C64 herzustellen, liegt dem Komplettrechner außerdem ein C64-Emulator inklusive 50 Spielen bei. Entsprechend den verbauten Komponenten kann sich die Leistung des Commodore XS sehen lassen. Über 13.000 Punkte im 3Dmark06-Test und maximal 45 Bilder pro Sekunde im grafisch anspruchsvollen DirectX 10-Benchmark des Wild-West-Shooters Call of Juarez sprechen eine deutliche Sprache. Damit positioniert sich der Commodore XS eindeutig im Spitzenfeld aktueller Spiele-Rechner.

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Höhen und Tiefen

Commodore XS (Bild: T-Online)Commodore XS (Bild: T-Online)Schnelle High-End-Komponenten alleine reichen jedoch nicht aus, um aus der Masse der Gaming-PCs hervorzustechen. Deshalb hat sich Commodore Gaming noch etwas anderes einfallen lassen. "C=kin“ (sprich: "Skin“) heißen die kunstvoll gestalteten Gehäuseverzierungen, die den individuellen Geschmack der Käufer widerspiegeln sollen. Bei über 100 verschiedenen Motiven dürfte für beinahe jeden Kunden die Passende dabei sein. Die Designs reichen von Gaming, Kunst, Mode und Farben bis hin zu klassischen Landschaftsfotografien. In einem speziellen Druckprozess auf das Gehäuse aufgebracht, wirkt die hochglänzende „zweite Haut“ sehr hochwertig und stellt definitiv einen Hingucker auf jeder LAN-Party dar. Im Gegensatz zur Lackierung kann die Verarbeitungsqualität des Gehäuses leider nicht an allen Stellen uneingeschränkt überzeugen. Besonders die hinter der Fronttür eingelassenen, versenkbaren USB-Anschlüsse hinterlassen einen etwas klapprigen Eindruck. Auch die Effekte der beiden beleuchteten Lüfter sind hübsch anzusehen, ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal stellen sie aber nicht dar. Andere Hersteller von Gaming-PCs statten ihre Produkte meist ebenfalls mit derartigen Lüftern aus. Am eigentlichen Systemaufbau gibt es indes nichts auszusetzen. Zwar geht es im Inneren des Rechners nicht zuletzt aufgrund der beiden Grafikkarten und den drei Festplatten sehr eng zu, dennoch wirkt der XS sehr aufgeräumt. Alle Kabel sind sauber verstaut, sorgfältig verlegt und mit Kabelbindern befestigt.

Leistung hat ihren Preis

Commodore XS (Bild: T-Online)Commodore XS (Bild: T-Online)So einen Rechner wie den Commdore XS gibt es natürlich nicht umsonst, und zwar in zweierlei Hinsicht nicht. Zusätzlich zum Kaufpreis sollten Interessenten auch die Stromkosten mit in ihre Rechnung einbeziehen. Mit zirka 380 Watt im Betrieb unter Windows und etwa 470 Watt unter Volllast ist die Maschine alles andere als ein Energiesparwunder. Einen Vorwurf kann man Commodore deshalb jedoch nicht direkt machen. Die Verbrauchswerte vergleichbar ausgestatteter Systeme der Konkurrenz dürften sich auf ähnlichem Niveau bewegen. Käufer des Commdore XS sollten trotzdem am besten gleichzeitig mit der Bestellung des Systems den Vielverbraucher-Tarif des jeweiligen Stromanbieters buchen.


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Aus Leistung folgt Lautstärke

Commodore XS (Bild: T-Online)Commodore XS (Bild: T-Online)Aus dem hohen Stromverbrauch resultiert ein weiterer Kritikpunkt des Rechners: Der Commdore XS ist alles andere als ein Leisetreter. Zwar wirbt Commodore in seinem Verkaufsprospekt mit einer "mehrschichtigen, dichten Geräuschdämmung“, wirklich effektiv ist die jedoch augen- oder besser gesagt "ohrenscheinlich“ nicht. Beim Spielen mit aufgedrehter HiFi-Anlage oder mit Kopfhörern mag das nicht weiter stören, für geräuscharme Umgebungen und zur Arbeit ist der Rechner jedoch entschieden zu laut. Geräuschempfindliche Naturen sollten sich einen Kauf daher gut überlegen. Obwohl der Rechner eine integrierte Lüftersteuerung besitzt, schafft diese es nicht, den XS ruhig zu stellen. Lediglich der Lüfter des Hauptprozessors wird dynamisch in der Drehzahl geregelt, sofern die entsprechende Option im BIOS des Rechners aktiviert wurde. Die übrigen Lüfter des XS rotieren jedoch davon unbeeindruckt weiterhin mit voller Drehzahl und sorgen für einen konstanten Lärmpegel.


Fazit

Eine Revolution im Bereich der Spiele-PC vermag der Commodore XS nicht einzuleiten. Die Leistung des Rechners ist sehr gut, das steht außer Frage. Wer aber braucht tatsächlich ein solches Leistungspotential? Hardcore-Gamer, denen der Rechner nie schnell genug sein kann und denen die Lautstärke egal ist, können zugreifen, zumal der Preis für die gebotene Leistung in Ordnung geht. Für Gelegenheitsspieler, die hin und wieder Anno oder Siedler zocken, ist der Commdore XS aber deutlich überdimensioniert. Letztere sollten eher zu einem gewöhnlichen PC mit einer einfachen Grafikkarte greifen. Der ist weitaus leiser und kostet üblicherweise weniger als die Hälfte des Commodore XS.

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