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Atari: Mit Aliens zum Welterfolg

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Der Atari VCS 2600 feiert Geburtstag  

Mit Aliens zum Welterfolg

08.10.2007, 13:13 Uhr | Spiegel Online / kro

Von Matthias Kremp

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Space Invaders (Bild: Atari)Space Invaders (Bild: Atari)Eine Invasion Außerirdischer war die Rettung für Atari. Gut zwei Jahre Entwicklungsarbeit hatte man in die erste programmierbare Spielkonsole, das "Video Computer System" (VCS) gesteckt. Mit dem Gerät, das später in Atari 2600 umbenannt wurde, wollte man an den Erfolg des legendären Videospiels Pong anknüpfen. Anders als beim Vorbild, das nur ein Spiel beherrschte, sollte der Nachfolger jedoch programmierbar sein, also per Software mit verschiedenen Spielen gefüttert werden können. Doch obwohl das VCS gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft im Oktober 1977 in die Regale der US-Händler kam, blieb der Erfolg aus. Hunderttausende Exemplare der damals 250 Dollar teuren Spielmaschine lagen abholbereit in den Lagern - und fanden keine Käufer.

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Ein Spiel rettet Atari

Den Umschwung brachte erst das Arcade-Game Space Invaders. 1979 sicherte sich Atari eine Lizenz für das Spiel, das bis dahin nur in Spielhallen zu sehen war. Ein kluger Schachzug, schließlich war das Ballerspiel, bei dem man Alien-Raumschiffe abschießen musste, in seinem Heimatland Japan zeitweise so beliebt, dass die von den Automaten geschluckten 100-Yen-Münzen zum seltenen Gut wurden. Das neue Spiel kam gerade rechtzeitig für die Firma, die gerade vom Warner-Konzern von einer Hippie-Bude in ein Schlips-und-Anzug- Unternehmen umgebaut wurde. Scharenweise rannten die Leute nun in die Läden und kauften Ataris Konsole, nur um das japanische Kultspiel daddeln zu können.

Elftausend Dollar für den Milliardenerfolg

Atari 2600 (Bild: Atari)Atari 2600 (Bild: Atari)Das Resultat: Rund 30 Millionen Exemplare der Atari 2600 sollen während der folgenden Jahre über die Ladentische gegangen sein. Insgesamt spülten die Spielekisten etwa fünf Milliarden Dollar in Ataris Kasse. Programmierer Rick Maurer, der den Erfolg mit seiner Version von Space Invaders für Atari erst ermöglicht hatte, erhielt als Lohn lediglich 11.000 Dollar - und arbeitete nie wieder für das Unternehmen. Atari hingegen lebte einige Jahre sehr gut von dem Erfolg der aus heutiger Sicht reichlich sperrigen Konsole. Knapp 1000 Spiele sollen für das System entwickelt worden sein. Sie alle wurden auf sogenannten Cartridges verkauft, kleinen Spielmodulen, die man einfach auf das Gerät aufsteckte und sofort loslegen konnte. Insgesamt sollen 120 Millionen dieser Cartridges verkauft worden sein. Die Konsole selbst ging, in verschiedenen Varianten, etwa 30 Millionen Mal über den Ladentisch. Erst 1991, 14 Jahre nach ihrer Vorstellung, wurde die Produktion endgültig eingestellt. Keine andere Konsole konnte sich so lange der Gunst der Käufer erfreuen.

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