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"München von Aliens verseucht"

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Interview mit Michael Glosecki, Produzent von C&C 3: Tiberium Wars  

"München von Aliens verseucht"

27.02.2007, 15:24 Uhr | Richard Löwenstein / jr, t-online.de

Michael Glosecki, Senior Producer C&C 3: Tiberium Wars (Bild: Löwenstein)Michael Glosecki, Senior Producer C&C 3: Tiberium Wars (Bild: Löwenstein)Dieser Mann kennt die letzten Geheimnisse. Michael Glosecki ist als so genannter Senior Producer, also als Chefproduzent bei Electronic Arts Los Angeles für das Wohl und Wehe von Command and Conquer 3: Tiberium Wars zuständig. Er ist unter anderem auch dafür mitverantwortlich, dass das Echtzeit-Strategiespiel in eine aufwändige und mit großen Schauspielern besetzte Rahmenhandlung eingefasst wird. Im Interview erzählt Michael Glosecki von den Dreharbeiten, verblüffenden Grafikeffekten und weshalb München für das Spiel total zerstört wird.

onSpiele: Zum Einstieg ein paar Fragen zur Story. Wir dachten, Kane wäre im Vorgängerspiel Operation Tiberium Sun gestorben. Warum ist er jetzt doch wieder da?

Glosecki: Ja, Kane ist zurück. Seine erneute Rückkehr ist Teil des Mythos dieser Figur. Kane ist ein Schlüsselelement des ganzen Tiberium-Universums. Wir haben viel darüber nachgedacht, wer er ist, wo er herkommt, was er will und wohin er geht. Es gibt viele Fragen rund um Kane, und einige davon beantworten wir in Tiberium Wars. Wir wecken damit die Neugier des Spielers. Kane ist also ein Schlüssel-Element zur Motivation.

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onSpiele: Hinter dem Titel Command & Conquer steht ja eine ganze Reihe unterschiedlicher Universen. Es gibt die Unterserie Alarmstufe Rot, und eben die Spiele aus der Tiberium-Reihe...

Glosecki: Ja, vielleicht sollte ich erstmal mehr über die Hintergrundgeschichte erzählen. Wir sprechen hier von einer dunklen Zukunft, in der ein giftiger und sich selbst replizierender Kristall namens Tiberium die Erde bedeckt. Tiberium ist sozusagen der ultimative Rohstoff. Er kann alle Energieprobleme der Menschheit lösen. Er ist aber auch giftig und verantwortlich für die größte Umweltkatastrophe seit Menschengedenken. Tiberium ist auch der Grund für mehrere Weltkriege, die die Erde in zwei Fraktionen teilt: die Globale Defensiv Initiative - GDI - und die Bruderschaft von Nod. GDI ist eine Allianz fortschrittlicher Nationen ähnlich der UN von heute, während Nod eine neue Form der Supermacht ist - eine staatenlose Mischung aus Terrororganisation, Religion und Megakonzern, geleitet durch diesen Typ namens Kane. In Tiberium Wars fügen wir eine dritte Fraktion in den Konflikt ein. Die Alienrasse der Scrin wird etwa in der Mitte der Einzelspieler-Kampagne vorgestellt. Die Ankunft dieser Aliens bringt neue Elemente in Spiel, denen man seine Taktik anpassen muss. Ich glaub, das wird sehr interessante Herausforderung, gerade für die alten Fans der Reihe.

onSpiele: Viele Fans von Command & Conquer würden wohl die Videos mit echten Schauspielern als ein Markenzeichen der Serie bezeichnen. Seit Jahren geht der Trend aber hin zu digitalen Figuren. Wieso bevorzugen sie noch immer mit der Kamera gedrehte Zwischensequenzen?

Glosecki: Eben weil sie eines unserer Markenzeichen sind. Aber vor allem weil sie so viel zur Atmosphäre beitragen. Computergenerierte Figuren haben einfach nicht den Grad an Tiefe, den wir brauchen, um eine mitreißende Geschichte wie die unsere zum Leben zu erwecken. Erst talentierte Schauspieler schaffen eine Verbindung zum Spieler, die sich anders nie ergeben würde. Erst durch die Details der Körpersprache und durch echte Emotionen ergibt sich eine Kommunikation auf menschlicher Ebene. Ich denke, die Qualität der Verfilmung in Verbindung mit Computer-Effekten ist ziemlich gut anzuschauen. Ich kann es ehrlich gesagt kaum erwarten, die Reaktion des Publikums zu sehen.

onSpiele: Wodurch unterscheidet sich die Command & Conquer-Reihe von anderen Strategiespielen?

Glosecki: Die Reihe ist bekannt für schnelles und actiongeladenes Gameplay. Wir arbeiten bei der Einzelspieler-Kampagne mit einer tollen Geschichte, und packen einen soliden Mehrspieler-Modus oben drauf. Das macht die Reihe attraktiv für die breite Masse, ohne die Spieltiefe einzubüßen, die der Profigamer braucht. Es ist einfach etwas Zeitloses an der Kombination von schnellem, flüssigem Gameplay und einer tollen Geschichte.

onSpiele: Wie wäre es mit ein paar Details zur Grafik? An welchen Schauplätzen werden sich GDI, Nod und Scrin um das Tiberium streiten?

Glosecki: Uns ist wichtig, dass die Gefechte modern und authentisch rüber kommen. Wir haben zum Beispiel ein neues Terrain-System eingebaut, durch das die Unterschiede zwischen Hügeln und Tälern zur Geltung kommen. Dann integrieren wir ein Partikelsystem, das Explosionen, Rauch, Nebel und Wetter-Effekte darstellen kann. Wir achten die ganze Zeit darauf, dass bei allen Effekten die Performance nicht leidet. Die Spieler werden sich an allen möglichen Orten rund um den Erdball wieder finden, zum Beispiel in München. Allerdings in einer von Aliens verseuchten und total zerstörten Version davon. Dann gibt's eine vom Krieg zerrüttete Basis im brasilianischen Dschungel, eine futuristische Version der Andrews Air Force Base und Konflikte in der Umgebung von Washington DC.

onSpiele: Wieso haben sie sich unter allen Videospiel-Systemen für eine Umsetzung auf die Xbox 360 entschieden?

Glosecki: Die Xbox 360 ist einfach gut geeignet für Command & Conquer 3: Tiberium Wars. Sie hat die Grafik- und Verarbeitungs-Power, die das Spiel braucht, damit es sich entfalten kann. Wir mussten allerdings erst heraus finden, wie die Steuerung für ein Echtzeit-Strategiespiel auf einer Konsole funktionieren kann. Danach war es ziemlich leicht, das ganze Gameplay und die Grafik auf die Xbox 360 zu portieren. Die Umsetzung von Der Herr der Ringe: Schlacht um Mittelerde 2 auf die Xbox 360 hat uns einiges beigebracht. Der Spieler soll die ganze Tiefe eines Echtzeitstrategiespiels erfahren, ohne das Gefühl zu haben, dass er nur eine PC-Adaption spielt. Zum Beispiel lässt sich die Kamera ganz einfach mit dem linken Analogstick bewegen, während der rechte das Zoomen und die Richtung übernimmt. Wir haben auch einen magnetischen Cursor eingebaut, der ähnlich funktioniert wie eine Zielhilfe in einem Shooter. Dadurch wird das Auswählen und Befehlen der Einheiten auf dem Schlachtfeld einfacher. Die Steuerung ist wirklich einfach und intuitiv. Das alles würde vermutlich auch auf anderen Videospiel-Systemen gut funktionieren. Aber zur Zeit konzentrieren wir uns eben die Xbox 360.

onSpiele: Danke für das Gespräch.

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