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Preview Empire Earth 3  

Siegeszug durch die Geschichte

29.05.2007, 19:20 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Empire Earth 3 (Bild: Mad Doc Software)Empire Earth 3 (Bild: Mad Doc Software)Wenn ein schwach gepanzerter Speerträger plötzlich einem riesigen Kampfroboter auf dem Schlachtfeld gegenübersteht oder moderne Jagdbomber wackelige Katapulte angreifen, dann befindet man sich mit großer Wahrscheinlichkeit in einer Partie Empire Earth. Die herausfordernden Missionen sowie die Reise durch zahlreiche Epochen der Erdzeit haben diese PC-Strategiespiel-Serie so interessant gemacht. Die bisher veröffentlichten Episoden von Empire Earth waren ein Paradies für erfahrene Strategiespieler. Die Anzahl an verschiedenen Einheiten, die tiefgreifenden Taktikmöglichkeiten sowie die ansprechend inszenierten Kämpfe fesselten für zahlreiche Stunden an den Monitor. Die Schattenseite: Aufgrund der hohen Komplexität haben sich vor allem unerfahrene Spieler schnell wieder von Empire Earth abgewendet oder gar nicht erst in die Hand genommen. Das soll sich mit Empire Earth 3 ändern.

Foto-Show Empire Earth 3: Screenshots
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Fluch und Segen

Empire Earth 3 (Bild: Mad Doc Software)Empire Earth 3 (Bild: Mad Doc Software)Der erste Schritt in diese Richtung ist die Vereinfachung der bisher von vielen Kritikern als viel zu komplex empfundenen Steuerung. Sowohl das Menü als auch das Benutzer-Interface bekommen in Empire Earth 3 eine Frischzellenkur verpasst und präsentieren sich bereits im derzeitigen Status entschlackt. Die erfreuliche Konsequenz: Mehr Übersicht beim Kommandieren der Einheiten und weniger Konfusion. Das Geschehen wirkt nicht mehr so überladen. Auch beim zweiten kritischen Punkt der Serie - der überbordenden Einheiten-Vielfalt - hat Entwickler Mad Doc den Rotstift angesetzt. Denn so vielseitig und interessant eine möglichst große Anzahl von spielbaren Fraktionen und Einheiten auch sein mag, so verwirrend wirkt sie auf unbedarfte Strategen. So wurde das volle taktische Potenzial der Einheiten aus den beiden Vorgängerspielen fast nur von echten Profi-Strategen ausgereizt. Logische Konsequenz: In Empire Earth 3 werden nur noch drei Parteien zur Auswahl stehen, was gleichzeitig die Anzahl der verfügbaren Einheiten deutlich verringert. Die Fraktionen unterscheiden sich jedoch in punkto Spielweise und Taktik stark voneinander, so dass jede Kampagne (für jedes Volk jeweils eine) neue Herausforderungen und Eigenheiten bietet.

Weniger ist mehr

Empire Earth 3 (Bild: Mad Doc Software)Empire Earth 3 (Bild: Mad Doc Software)Für eine gehörige Portion Abwechslung sorgt zudem das überarbeitete Missionsdesign. Anstatt eine Schlacht nach der anderen abzuklappern, ist der Verlauf bei Empire Earth 3 nicht mehr streng linear. Viele Aktionen haben Auswirkungen auf die folgenden Missionen. Das liegt zum großen Teil an der neu eingebauten Taktikkarte. Ähnlich wie in Medieval 2: Total War schiebt der Spieler seine Einheiten über eine in Regionen unterteilte Karte, verwaltet sein Reich und schmiedet Kriegspläne. Somit kann man selbst entscheiden, wohin der Weg nach einer erfolgreich absolvierten Mission führen soll. Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz dieser Taktikkarte mehr Möglichkeiten für Strategen. Lieber ein Frontalangriff auf den Feind oder zunächst eine Belagerung?

Augen offen halten

Empire Earth 3 (Bild: Mad Doc Software)Empire Earth 3 (Bild: Mad Doc Software)Kommt es dann zu einer Konfrontation, blendet das Geschehen in den aus den Vorgängern bekannten Echtzeitmodus um. Die Gefechte spielen sich erfreulich actionreich, und dank der geringeren Einheitenanzahl ist wieder mehr Taktik anstatt Masse gefragt. Ebenfalls erfreulich ist die Reduzierung der Zeitepochen auf fünf Teilabschnitte. Der Übergang zwischen den einzelnen Epochen ist somit zwar nicht mehr fließend, doch unterscheiden sich die Abschnitte deutlicher voneinander. Spätestens wenn futuristische Gleiter gegen eine veraltete Kavallerie in den Kampf ziehen, wird dieser Aspekt deutlich. Doch auch abseits des Schlachtfeldes sollte man stets die Augen offen halten. So stößt der Spieler manchmal auf Eingeborene, die eine entscheidende Rolle spielen können. Verschont man deren Leben und greift ihnen stattdessen hilfreich unter die Arme, werden sie zu nützlichen Verbündenden, die den Verlauf einer verloren geglaubten Mission nochmals wenden können. Darüber hinaus findet man immer wieder Schätze, die das Konto an Rohstoffen, Einheiten und anderen Extras aufstocken. Es gibt viel zu entdecken.

Effektorgie im neuen Grafik-Gewand

Empire Earth 3 (Bild: Mad Doc Software)Empire Earth 3 (Bild: Mad Doc Software)Was man bisher von Empire Earth 3 zu sehen bekam, macht einen viel versprechenden Eindruck. Die Einheiten der drei Fraktionen sind ebenso detailliert wie individuell gestaltet. Hinzu kommen aufwändig in Szene gesetzte Effekte wie zum Beispiel Explosionen, Laserstrahlen und Rauchwolken. Sogar das Wasser trumpft mit schicken Spiegel- und Welleneffekten auf. Der Grafikstil erinnert entfernt an eine Art Comic und ist dementsprechend "überzeichnet". Das hat den positiven Nebeneffekt, dass die Szenerie nicht so steril und austauschbar wirkt, wie es noch bei den Vorgängern den Fall war. Bezüglich der Soundkulisse lässt sich zum derzeitigen Entwicklungsstand noch nichts sagen, doch Sprachausgabe und orchestrale Musikstücke stehen bereits auf der "To do"-Liste von Mad Doc Software.

Fazit

Die Entscheidung von Mad Doc Software zu Gunsten einer höheren Zugänglichkeit steht Empire Earth 3 sehr gut zu Gesicht. Die Zeiten von komplexen Strategiemonstern sind wohl endgültig vorbei. Zudem klingen der Einsatz der Taktikkarte sowie der nichtlineare Spielablauf sehr viel versprechend. Wenn die Kampagnen halten, was das bisher veröffentlichte Material verspricht, dann wird Empire Earth 3 ein Strategie-Kracher erste Güte.

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