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Rennspiel: "Juiced 2": Heiße Nächte, heiße Kurven

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Preview Juiced 2  

Heiße Nächte, heiße Kurven

27.07.2007, 10:57 Uhr | Richard Löwenstein / tz / jr, t-online.de

Juiced 2 (Bild: THQ)Juiced 2 (Bild: THQ)Ende September kriegt die Need for Speed-Serie richtig Druck von hinten: Von einem Arcade-Rennspiel, das einen mitten hinein in die Szene der illegalen Streetracer wirft. Der Spieler startet als ein Niemand, in einer fremden Stadt und mit einer untermotorisierten Karre unter dem Hintern. Wer sich den Respekt der anderen Jungs und Girls erarbeiten will, der muss Fahrkönnen und Durchsetzungsvermögen mit bringen. Das Spiel beginnt mit ein paar billigen und glanzlosen Straßenrennen. Ein paar Computergegner auf ein paar schnellen Runden abziehen, mehr ist anfangs nicht drin. Aber dann folgen die ersten Siege. Man rüstet seine Karre auf und erhält Zugang zu angesagteren und schwierigeren Positionskämpfen. Hier stehen mehr Geld und mehr Tuningteile auf dem Spiel. Und bald geht es bei den Großen zur Sache - und so weiter, und so fort. Juiced 2 macht grundsätzlich nichts anders als der Vorgänger Juiced. Aber der Hersteller hat sich für seine neueste Entwicklung einen Partner an die Seite geholt, der für stimmungsvolles Drumherum sorgt. Bei Hot Import Nights handelt es sich nicht nur um den Untertitel dieses Spiels, sondern in erster Linie um den Namen einer US-Veranstalters, im weitesten Sinne vergleichbare mit dem deutschen Tuning-Schuppen "D&W". Der sorgt mit coolem Hip-Hop, heißen Hintern und teuren Tuning-Details für lässige Atmosphäre.

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Pimp Smudos Ride

Juiced 2 (Bild: THQ)Juiced 2 (Bild: THQ)Das Tuning der Autos findet in einer Tuningwerkstatt statt, die Hunderte von lizenzierten Teilen lagert. Aber war im Vorgängerspiel nicht immer die dafür benötigte Knete knapp? Kein Problem - in Juiced 2 braucht man für die Reparatur beschädigter Karren kein Bares mehr. Daher bleibt einiges übrig für die wichtigen Dinge des Autofahrer-Lebens wie zum Beispiel die Verbesserung der Fahreigenschaften. Und den Kauf begehrenswerter Träume aus Blech. Das Spiel ist mit über 90 lizenzierten Automodellen aus aller Welt ausgestattet, darunter die neuesten Modelle von BMW, Dodge, Honda und Toyota. Wer risikofreudig ist, kann sich vor den Rennen auf Wetten einlassen und so sein Kapital mehren. Genau wie im Vorgänger fordert man einen Kontrahenten heraus und legt den Einsatz fest. Falls der Gegner annimmt, heißt es, besser zu sein; andernfalls ist der Einsatz futsch. Im besten Fall wandert ein neuer Wagen in die eigene Garage; im schlimmsten Fall verliert man seinen fahrbaren Untersatz und ist selbst bald Kunde im Autohaus. Das funktioniert auch bei Online-Rennen. Ein weiterer Clou, zumindest der deutschen Version: Hobby-Rennfahrer Smudo von der Stuttgarter Rap-Kombo Fanta 4 ist selbst als Rennfahrer mit von der Partie und stellt den Spieler vor spezielle Herausforderungen wie beispielsweise Drift-Wettbewerbe.

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Einsteigerfreundliche Steuerung

Juiced 2 (Bild: THQ)Juiced 2 (Bild: THQ)Es fällt auf, dass die Autos in Juiced 2 im Drift spürbar besser zu beherrschen sind als im diesbezüglich etwas harzig geratenen Boliden in Need for Speed Carbon. Generell lassen sich die Rennwagen hier recht einfach um die Kurse lenken. Erst im absoluten Grenzbereich braucht es richtig Können, um die Leitplanken ohne Kratzer zu passieren. Insgesamt sind 30 Stadtkurse integriert, dabei fliegen unter anderem Sehenswürdigkeiten aus Rom, San Francisco, London und Paris links und rechts vorbei. Schick, dass man auch Rennen bei Tage fahren kann, und zwar ohne die gewohnt übertriebenen Unschärfeeffekte. Und wo wir schon bei der Grafik sind: Das Spiel wirft laut Hersteller zehnmal mehr Polygone auf den Bildschirm als noch der Vorgänger. Jedes Auto soll sich aus rund 40.000 dieser grafischen Objekte zusammensetzen. Tatsächlich sichtbar ist's anhand der vielen Details, beispielsweise der hochglänzenden Speichen in den Felgen. An anderen Stellen speckt Juiced 2 allerdings ab. Warum es keine Beschleunigungs-Prüfungen mehr geben, ist rätselhaft. Übrig bleiben Drift- und Rundenrennen in verschiedenen Variationen. Immerhin wird der Multiplayer-Modus von sechs auf zehn Spieler erweitert, und alle Herausforderungen beziehungsweise Wetten sind auch online freigegeben. Auf ein echtes Schadensmodell verzichten die Entwickler. Zwar sind Schäden zu sehen, aber aufs Fahrverhalten hat das keine Auswirkungen.

Fazit

Juiced 2 setzt die Faszination von Tempo und Tuning wieder gekonnt in Szene, allerdings auf Kosten von Ideen und Neuerungen. Ein Schadensmodell oder eine Wettersimulation wären in einem modernen Arcade-Rennspiel im 21. Jahrhundert durchaus gern gesehene Ausstattungs-Merkmale. Aufgrund seiner sehenswerten Aufmachung und der überzeugenden Spielbarkeit sollte Juiced 2 trotzdem viele Freunde unter den Liebhabern schneller Autorennspiele finden.

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