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Ego-Shooter: "Prey" - Shooter-Action der Extraklasse

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Test Prey  

Shooter-Action der Extraklasse

08.08.2005, 11:52 Uhr | Medienagentur plassma / vb, t-online.de

Der amerikanische Spiele-Publisher 3D Realms ist für seinen lapidaren Umgang mit Veröffentlichungsterminen bekannt. Seit mittlerweile acht Jahren befindet sich Duke Nukem Forever in der Entwicklung, Anfragen nach einem Erscheinungstermin werden nur noch mit "When it's done" ("Wenn es fertig ist") beantwortet. Fast hätte der Action-Shooter Prey ein ähnliches Schicksal erlitten, doch dann wurde das ehrgeizige Projekt von den Human Head Studios übernommen und fertig gestellt. Das Team behielt dabei zwar einige der ursprünglichen Ideen bei, entwickelte aber dennoch eine eigene Vision des Shooters. Und die kann sich sehen lassen: Prey bringt in Bezug auf Optik und Spielwitz frischen Wind ins angestaubte Genre der Ballerspiele.

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Indianer im Weltall

Der Cherokee-Indianer Tommy hat die Nase voll vom Leben im Reservat und würde am liebsten sofort seine Sachen packen. Die Vorträge seines Großvaters über die Kräfte seiner Ahnen kann er schon lange nicht mehr hören. Lediglich seine Freundin Jenny hält ihn noch in seiner Heimat. Doch nach dem Angriff eines Alien-Raumschiffs finden sie sich alle an Bord des riesigen Weltall-Kreuzers wieder. Hier regiert das Grauen: Menschen werden gefoltert, leer gesaugt und zerstückelt. Die Atmosphäre von Prey ist ebenso beklemmend wie faszinierend und eine der Stärken des Spiels. Tommy entkommt dem sicheren Tod und startet die Suche nach seiner geliebten Jenny. Ausgestattet mit einem halben Dutzend Alien-Waffen schlägt sich der Held durch die Gänge des Raumschiffs. Dabei stellen sich ihm bewaffnete Wachposten, schleimige Spinnenkreaturen und andere Außerirdische in den Weg.

Fantastische Weiten

Zugegeben, die Hintergrundgeschichte des Ego-Abenteuers klingt wenig originell. Umso spannender ist dagegen die Spielwelt geworden, die der Indianer erforscht. Prey spielt in einer so genannten "Dyson-Sphäre", einem abgeschlossenen System, das im Inneren eine Sonne beherbergt. Die Grafiker haben also ausreichend Gelegenheit, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. So wird der Spieler nicht nur im Inneren von feindlichen Basen herumstreunen, sondern gelegentlich auch Ausflüge an die Oberfläche machen und sogar auf Asteroiden spazieren gehen. Einzelne Gegenstände, die der Spieler bereits aus dem Reservat kennt, werden dabei gekonnt in die Levels eingeflochten.

Abwechslung ist Trumpf

Anders als in so manchem geradlinigen Action-Game bekommt man in Prey nicht nur stupide Ballerorgien vorgesetzt, sondern wird immer mit kleineren Rätseleinlagen und Geschicklichkeitssequenzen konfrontiert. So kann Tommy an bläulich eingefärbten Wänden entlang laufen und somit die Schwerkraft überlisten. Diese "Wall-Walks" fließen äußerst raffiniert in das spannende Spielkonzept ein. Mit ein wenig Geschick lassen sich unvorsichtige Gegner überraschen und in einen Hinterhalt locken, während der Held noch mit den Füßen an der Decke klebt. Witzig: Die Schwerkraft lässt sich per Knopfdruck umdrehen. Mit großem Gepolter fliegen dann urplötzlich Gegner, Kisten, Fässer und andere Gegenstände an die Decke. Wer da die Übersicht behält, kann dieses tolle Feature zu seinem Vorteil nutzen.

Aggressive Außerirdische

Die Aliens haben es auch faustdick hinter ihren Schuppen. Immerhin tauchen die hässlichen Biester tauchen nicht im Dutzend auf – dazu ist die Doom 3-Grafiktechnologie nicht ausgelegt. Die Kreaturen planen zudem Überraschungsangriffe und springen den unvorsichtigen Spieler durch sich öffnende Portale an - da sind Schreckmomente vorprogrammiert. Reagiert der Spieler schnell genug, kann er die Durchgänge zu seinen eigenen Zwecken nutzen. Auf der anderen Seite findet man nicht nur gelegentlich Bonusräume, sondern sogar Abkürzungen, die Tommy näher zu seiner Familie und der Rettung der Welt bringen. Neben grässlich anmutenden Ekel-Aliens gehen zusätzlich Roboter und sogar Mutanten auf den Spieler los. Zudem haben die Bestien Menschen aus dem Reservat manipuliert und zu willenlosen Zombies gemacht.

Winnetous Nachfahren

Doch selbst Tommy greift zwischendurch ganz tief in die Trickkiste: So flattert ein Falke an seiner Seite, der immer wieder nützliche Gegenstände aufspürt. Zudem wird die Rothaut nach und nach mit Spezialfähigkeiten aufgerüstet. Der Krieger lernt etwa im Verlauf des Spiels seinen eigenen Körper zu verlassen und als Geist durch die stickigen Alien-Gänge zu schweben. Auf diese Weise kann er zum Beispiel ansonsten unerreichbare Schalter umlegen. Allerdings ist er während dieser Zeit vollkommen schutzlos und kann auch keine Waffe benutzen.

Fazit

Im Kern ist Prey ein konventioneller Ego-Shooter mit konventionellen Feuergefechten. Doch die Verpackung macht es: Dank zahlreicher spielerischer Innovationen und der mitreißenden Atmosphäre bleibt man so lange vor dem Monitor sitzen, bis man auch den letzten Gegner zu Gesicht bekommt. Unbedingt anschauen!

Titel: Prey
Genre: Ego-Shooter
Wertung: Sehr gut
System: Xbox 360 oder Windows-PC mit 2-GHz-CPU, 512 MB RAM, Grafikkarte mit 64 MB Arbeitsspeicher
Hersteller: 3D Realms / Human Head Studios
Publisher: 2K Games
Release-Termin: Im Handel
USK-Einstufung: Ab 18
Preis: zirka 40 Euro (PC), zirka 60 Euro (Xbox 360)

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