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Strategiespiel: "Hearts of Iron" - Bewährungsprobe für Hardcore-Strategen

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Test Hearts of Iron  

Bewährungsprobe für Hardcore-Strategen

30.05.2005, 15:53 Uhr | Medienagentur plassma / jr

Strategie-Fans auf der ganzen Welt schnalzen mit der Zunge, wenn der Name Hearts of Iron fällt. Das Spiel steht für tiefsinnige und komplexe Taktik-Tüfteleien am PC-Monitor, die einerseits extrem vielseitig, zugleich wegen ihrer Komplexität aber nur ein Fall für Profi-Generäle sind. Das Nachfolge-Spiel Hearts of Iron 2 ist eine Spur zugänglicher als der Erstling. Dennoch bleibt das schwergewichtige und grafisch äußerst schlichte Game ein Fall für erfahrene PC-Strategen.

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Es herrscht Krieg

Hearts of Iron 2 führt den Spieler in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Startpunkt ist das Jahr 1936. Man hat die Wahl, die Geschicke einer von über 100 Nationen zu leiten und diese durch die Wirren der weltweiten Kämpfe zu führen. Dabei ist auch diplomatisches und wirtschaftliches Können gefragt. Die enorme Detailfülle und die zahlreichen Handlungsmöglichkeiten, die ansonsten kein anderes Spiel dieser Art bietet, stehen dabei im Vordergrund. Beim ersten Teil der Serie wurden Einsteiger von der Informations- und Optionsflut regelrecht erschlagen. Im zweiten Teil haben die schwedischen Entwickler von Paradox Entertainment ein paar hilfreiche Features hinzugefügt. So dürfen ungeübte Spieler zunächst eine kleine Einführung bestreiten, in der die wichtigsten Funktionen und Zusammenhänge erklärt werden. Allerdings ist dieser Part ziemlich trocken gestaltet und kratzt bestenfalls an der Oberfläche der gebotenen Möglichkeiten.

Angriff im Morgengrauen

Der militärische Part gestaltet sich wie eine abgeänderte Variante des bekannten Brettspiels Risiko. Die gesamte Weltkarte ist in mehrere hundert kleine Regionen aufgeteilt, zwischen denen man seine Einheiten verschiebt. Die Entwickler bauten die Aktionsmöglichkeiten beim Kampf gegenüber dem Vorgänger noch weiter aus, was größeren Spielraum im Bezug auf taktische Vorgehensweisen eröffnet. So kann der Spieler beispielsweise nicht nur vom direkt angrenzenden Nachbar-Territorium aus den Gegner angreifen, sondern auch weiter entfernte Verbände als Unterstützungskräfte mit in das Gefecht eingreifen lassen.

Riesiger Spielumfang

Herzstück des Spiels ist die Singleplayer-Kampagne, die in mehrere Epochen unterteilt ist. Diese sind frei auswählbar und versetzen den Spieler, abhängig von der ausgewählten Nation, in verschiedene Ausgangspositionen. Entscheidet man sich beispielsweise für die deutschen Streitkräfte im Jahre 1944, sieht man sich einer geballten Großoffensive der alliierten Truppen ausgesetzt, die kaum noch zu stoppen ist - eine große Herausforderung also. Das Ziel ist es stets, nach einer bestimmten Anzahl von Jahren die meisten Punkte auf dem Konto zu verbuchen. Diese werden durch militärische Siege, Territoriumsgewinn oder diplomatische Erfolge eingefahren.

Karge Umsetzung

Der größte Schwachpunkt des Spiels liegt eindeutig in der Präsentation des Geschehens. Die ebenso karge wie detailarm erstellte Weltkarte bietet auf Dauer ein trostloses Bild und hat wahrlich keinen Grafik-Orden verdient. Die Kämpfe werden mit Hilfe der Minimal-Animation vorgeführt, der es sowohl an zeitgemäßen Effekten als auch an Atmosphäre mangelt. Hier hätten sich die Entwickler ruhig etwas mehr Mühe geben können, um dem Auge des Spielers etwas zu bieten.

Fazit

Die schwedischen Entwickler von Paradox Entertainment haben mit Hearts of Iron 2 ein tief greifendes, komplexes Strategiespiel geschaffen, das mit einer Fülle von Aktionsmöglichkeiten aufwartet. Einsteiger sind allerdings wie schon beim Vorgänger definitiv überfordert und können sicherlich auch nicht so einfach über die minimalistische Grafik hinweg sehen. Strategie-Kenner, die sich über die vielen beeinflussbaren Faktoren freuen, finden zurzeit keinen besseren Titel in diesem Genre.

Titel: Hearts of Iron 2
Genre: Strategie
Wertung: Gut
Systeme: Windows-PC mit 800-MHz-Prozessor, 128 MB RAM Arbeitsspeicher, 3D-Grafikkarte mit 32 MB RAM
Hersteller: Paradox Entertainment
Publisher: Koch Media
Preis: zirka 40 Euro
Release-Termin: Im Handel

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