Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Ego-Shooter: "Unreal Championship 2" - Action in der Arena

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test Unreal Championship 2  

Action in der Arena

30.05.2005, 15:53 Uhr | Richard Löwenstein / as, t-online.de

Wenn die härtesten Kämpfer der Galaxie in der Arena aufeinander prallen, dann kann das nur eines heißen: Ring frei für Unreal Championship 2 - eine interplanetare Meisterschaft im Überlebenskampf. Nur die besten Fighter aus fernen Welten dürfen sich in den weiträumigen Arenen wüste Ballereien liefern. Großer Vorteil im Vergleich zum Vorgänger: Dieses Mal müssen sich Xbox-Besitzer nicht mit der halbherzigen Umsetzung eines PC-Originals zufrieden geben. Unreal Championship 2 ist auf Konsole zugeschnitten, Spieltempo und Bedienung sind dem veränderten Umfeld sehr gut angepasst. Der coole Look des Vorgängerspiels ist geblieben, die etwas lahme Gangart ist passé. Die Bots sprinten, springen, suchen Deckung und feuern aus allen Rohren. Man hat schon auf dem niedrigsten der fünf Schwierigkeitsgrad gut zu tun. Nach einem leichten Training müssen Einsteiger ins Genre drei bis vier Stunden lang einige frustrierende Heldentode erdulden, bevor ihnen erste Erfolgserlebnisse vergönnt sind.

#
Schon gemerkt? Mit einem Doppelklick auf jedes beliebige Wort im Artikel gelangen Sie jetzt direkt zum passenden Wikipedia-Eintrag. Klicken Sie sich schlau!
#

#

Ein Typ namens Szalor

Im so genannten "Thronbesteigungsritus" ist eine Rahmenhandlung um die einzelnen Fights herum drapiert, die zumindest ansatzweise ihren Namen verdient. Eine Zeitreise ins 24. Jahrhundert, Seite an Seite mit Anubis ein Kampftraining bewältigen, dann das Ödland verlassen, sich im Liandri-Turnier den Reizen einer Kampfamazone widersetzen - das spornt an. Zurück zum Einzelspielermodus, wo es noch zwei Alternativen zum Storymodus gibt. Zum einen das "Turnier", bei dem man mit einem selbst gewählten Krieger einen Herausforderer nach dem anderen besiegen soll. Sieben Kämpfer stehen zu Beginn zur Wahl, weitere acht sind freispielbar. Die Kerls und Mädels sehen extrem cool aus, das Figurendesign ist eine Schau.

Brutales Gameplay

Die unterschiedlichen Fähigkeiten jeder Figur wirken sich auf die Action aus. Das Ausloten dauert Wochen, mehrfaches Durchspielen lohnt. Interessanter, weil abwechslungsreicher als das Turnier ist der Modus "Herausforderungen". Dahinter stecken 17 Prüfungen verschiedenster Art. Mal soll man innerhalb des Zeitlimits ein gewisses Maß an Abschüssen erreichen, dann wieder vier Krieger der Extraklasse bekämpfen. Eine der Aufgaben verdeutlicht, weshalb die USK der momentan erhältlichen Spielversion eine Freigabe verweigert: Gemeinsam mit computergesteuerten Skaarj-Kreaturen in die Arena einfallen und hilflose Nali-Kreaturen "schlachten" (Originaltext!), das ist grenzwertig. Mitte bis Ende Mai schiebt Midway eine ab 16 Jahren freigegebene Version nach, mit eingeschränktem Blutfluss und entschärften Texten.


Prima Steuerung

Was bleibt, ist die überzeugende Steuerung. Sie ist nicht so direkt und reaktionsschnell wie mit der PC-Maus, aber so gut wie es nur geht mit dem Controller der Xbox. Wir haben es mit sehr viel mehr als nur einem dumpfen Ego-Shooter zu tun, bei dem linke und rechte Schultertaste Primär- und Sekundärwaffe abfeuern. Wer Geschick mitbringt und das Timing in den Griff kriegt, verschafft sich durch den Einsatz raffinierter Manöver große Vorteile. Man kann zum Beispiel eine Salve aus drei Raketen starten, diese während des Fluges in Einzelzeile spalten, ins Trudeln versetzen und dadurch die Trefferchance erhöhen.

Nah- und Fernkämpfe

Die Duelle gewinnen durch die Nahkämpfe zusätzlich an Reiz. Parallel schießen und mit Speeren, Lanzen und dergleichen Klingenwerkzeug um sich hauen, das ist eine relativ neue Facette im Genre der Arena-Ego-Shooter. Wer es drauf hat, blockt nebenbei Attacken mit dem Schild, katapultiert gegnerische Projektile zum Ursprung zurück und versetzt seinem matten Gegner den Gnadenstoß. Alles eine Sache der Übung. Es dauert eine ganze Weile, bis man den Eindruck hat, auch nur ansatzweise die wichtigsten Manöver im Griff zu haben. In der Waffenkammer warten Granatwerfer, Flak-Kanone, Ripjack, Biogewehr und viele Wummen mehr. Lauter feine Knallkörper, allerdings fehlen etwas die richtigen Monster-Durchschlags-Kaliber.

Herrliche Ausblicke

Der Spieler kann jederzeit zwischen der Ich-Perspektive und der Verfolgerkamera wählen. Das hilft, um in den schönen Kulissen die Übersicht zu behalten. Es gibt kleine, mittelgroße und große Arenen, solche mit schwebenden Plattformen und mobilen Elementen. Leider stört die unkonstante Bildwiederholrate. Das Tempo kann sich in Abhängigkeit von Gegneraufkommen und Grafikeffekten von jetzt auf sofort ändern. Wenn sich die Bildwiederholrate verändert, verfälscht das manchmal das Timing bei Sprüngen und Schüssen.

Mangelhafte Videoqualität

Auf der Meckerliste stehen auch die Ladezeiten und die Qualität der Videos. Die bewegten Bilder zwischen der Action sehen oft unscharf aus, und sie ruckeln wegen der mangelhaften PAL-Anpassung deutlich. Davon abgesehen hat sich die Eindeutschung einen Orden verdient. Die Texte sind souverän übersetzt, die Stimmen passen sehr gut zu den Figuren. Wenn der Arena-Ansager mit einschüchterndem Tonfall die Fights ansagt, dann macht das richtig Stimmung. Trotzdem kommen die englischen Originalstimmen noch eine Spur wirkungsvoller rüber; wer mag, kann im Optionsmenü darauf umschalten. Ansonsten finden sich dort die genreüblichen Einstell-Möglichkeiten: Unter anderem kann der Spieler die Dauer und das Können des Bots beeinflussen.

Fazit

Action-Fans können es kaum besser treffen als bei diesem Arena-Shooter. Unreal Championship 2 sieht gut aus, hat eine raffinierte Steuerung und besitzt genug Tiefgang, damit man sich für Wochen damit beschäftigen kann. Allerdings ist der Kampf ohne höheren Sinn und Zweck nicht jedermanns Sache. Der Storymodus ist halt doch sehr seicht geraten. Deshalb muss der Highscore als motivierendes Ziel reichen.

Titel: Unreal Championship 2
Genre: Ego-Shooter
Wertung: Sehr gut
System: Xbox
Hersteller: Epic
Publisher: Midway
Preis: ab 55 Euro
USK-Einstufung: Ab 16
Release-Termin: Im Handel

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal