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Ego-Shooter: "Delta Force Xtreme" - Elitekämpfer mit nervösem Zeigefinger

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Delta Force Xtreme  

Elitekämpfer mit nervösem Zeigefinger

30.05.2005, 16:24 Uhr | Jürgen Kroder, t-online.de

Der Ego-Shooter Delta Force Xtreme ist ein Remake des Klassikers Delta Force aus dem Jahre 1999. Die Entwickler von Novalogic haben das Spielkonzept von damals übernommen, ein paar kleine Änderungen eingefügt und mit der Grafik-Technik von heute aufpoliert. Das Ergebnis ist ein kostengünstiger Shooter für zwischendurch, der aber schwer mit der Konkurrenz zu kämpfen hat.

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Schnelle Actionkost

Als Mitglied der Spezial-Einheit „Delta Force“ wird der Spieler in drei Krisenherde (Peru, Chad und Newaya Zemlya) entsandt. Diese bieten einem zwar deutliche grafische Unterschiede - vom grünen Dschungel über staubige Sandwüsten bis zur Eis-Einöde - spielerisch sind sie aber identisch. Delta Force Xtreme ist komplett in Englisch gehalten, wer aber nur ein bisschen mit der Fremdsprache vertraut ist oder schon öfters Ego-Shooter gespielt hat, wird keine Einstiegs-Probleme haben. Die textlastigen Missionsbeschreibungen kann man getrost vernachlässigen, denn auch wenn hier von „infiltrieren“, „Gegner aufhalten“ oder „in die Basis eindringen“ die Rede ist, sind das stets Synonyme für ein und den selben Auftrag: „Erledige alle Gegner!“. So kämpft man sich von Checkpoint zu Checkpoint und nietet in „Rambo“-Manier alles um, was einem feindlich gesinnt ist. Taktische Manöver, Rätsel oder Schleicheinlagen gibt es keine. Statt der grauen Zellen wird nur der Feuerfinger beansprucht. Hin und wieder gilt es auch mal einen Hubschrauber oder Funkmasten zu sprengen, die Abwechslung hält sich aber in Grenzen.

Dümmliche Spezialisten

In einigen Einsätzen bewegt man sich nicht alleine durchs feindliche Territorium, sondern bekommt ein paar Kameraden zur Seite gestellt. Anweisungen kann man diesen allerdings keine geben. Aufgrund der mangelnden Intelligenz der Kollegen kann auf deren Hilfe getrost verzichtet werden. Sie agieren oft derartig dumm, dass sie in heißen Momenten gerade mal als Kugelfänger dienen, mehr aber auch nicht. Somit bleibt die ganze Arbeit beim Spieler hängen.

Ballermänner für Baller-Männer

Vor jedem Einsatz wählt man aus einem reichhaltigen Waffenarsenal zwei Schießeisen aus, die man mit in den Einsatz nehmen will. Dazu gesellen sich standardmäßig noch ein Messer, eine Pistole und eventuell ein paar Handgranaten. Geht einem während des Einsatzes die Munition aus, kann man nicht wie sonst aus Shootern gewohnt einfach die Waffen der erledigten Gegner aufsammeln, sondern muss nach einer Munitionskiste Ausschau halten. Wie die Erste-Hilfe-Koffer sind auch die Munitionskisten über die Areale verstreut, lange muss man aber nicht nach ihnen nicht suchen. Zum einen sind sie auf der eingeblendeten Karte verzeichnet, zum anderen kann man sie mit ihrer grell leuchtenden Umrandung kaum übersehen.

Grafik: Außen hui, innen pfui

Das Urteil zur Optik von Delta Force Xtreme fällt zweischneidig aus: Einerseits können die riesigen Einsatzgebiete, besonders der peruanischen Dschungel, mit ihrer kilometerweiten, nebelfreien Sicht bis zum Horizont überzeugen - der Grafik-Technologie von Joint Operations sei dank. Andererseits bestehen die vereinzelt in der Landschaft verteilten Gebäude aus rechteckigen Räumen mit wenigen bis gar keinen Einrichtungsgegenständen. Richtige Innenlevels mit verzweigten Gängen sucht man vergeblich.

Ohne Vorteile auch keine Nachteile

Die weiten Außenareale sind Segen und Fluch zugleich: Gibt man nur einen Schuss ab, sind sofort alle Gegner in der gesamten Umgebung alarmiert. Zum Glück sind auch diese nicht mit Intelligenz gesegnet und rennen entweder stupide auf den Spieler zu oder verharrend ballernd an Ort und Stelle. So degradieren sie sich zu Schießbudenfiguren im Moorhuhn-Stil. Der Segen der offenen Levels: Da die Entwickler keinerlei Wert auf die akkurate Nachbildung der Waffen gelegt haben, kann man die Gegner sogar mit einem MG aus einem Kilometer Entfernung noch ins Nirwana schicken.

Mobile Truppe

Um schneller voran zu kommen, können im Delta Force-Remake erstmals Fahrzeuge wie Jeeps oder Motorräder benutzt werden. Es macht mächtig Laune, mit diesen ungehemmt durch die Gegend zu cruisen. Seltsamerweise kommt man mit den Gefährten aber immer nur bis zu einer vordefinierten, unsichtbaren Grenze, dann muss man aus- oder absteigen und sich zu Fuß weiterschlagen. Warum die Entwickler dieses undurchschaubare und Spaß tötende System eingefügt haben, bleibt schleierhaft, eine logische Erklärung wird dafür keine gegeben.

Speichern nicht möglich

Ein weiteres Manko ist das fehlende Speichersystem. Der Spielstand wird nur nach einer erfolgreich abgeschlossenen Mission auf die Festplatte gebannt, ein Speichern während der Einsätze ist nicht möglich. Stirbt das virtuelle Ich, wird es an den letzten Checkpoint zurückgesetzt. Da die Areale riesig und die Checkpoints weit auseinander stehen, legt man oft gewaltige Märsche hin. Für geübte Spieler kommt trotzdem kaum Frust auf. Der Schwierigkeitsgrad ist gut ausgewogen, die Lernkurve dementsprechend flach. Zudem fallen die Einsätze recht kurz aus, meist sind sie in weniger als einer halben Stunde zu meistern.

Fazit

Schon anhand des Preises (zirka 25 Euro) merkt man, dass Novalogic mit Delta Force Xtreme keinen Blockbuster in die Regale gestellt hat. Die grafische Frischzellenkur hat dem Klassiker gut getan, ein paar neue Ideen in Sachen Game-Design hätten aber auch nicht geschadet. So eignet sich der Shooter für Gelegenheitsspieler, die immer wieder mal eine schnelle Runde ballern wollen, ohne dabei großartig ihr Gehirn einschalten zu müssen. Wer auf intelligente Gegner, eine packende Hintergrundgeschichte, taktische Raffinesse, abwechslungsreiche Missionen und eine 1A-Optik nicht verzichten kann, sollte lieber zur Konkurrenz greifen.

Titel: Delta Force Xtreme
Einschätzung: Befriedigend
Genre: Ego-Shooter
System: Windows-PC mit 1,2-GHz-Prozessor, 256 MB Arbeitsspeicher, Grafikkarte mit 32 Videospeicher.
Hersteller: Novalogic
Publisher: Electronic Arts
Preis: zirka 25 Euro
USK-Einstufung: Ab 16
Release-Termin: Im Handel

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