Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Gangster-Action: "True Crime – New York City"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Preview True Crime – New York City  

Ein Cop sieht rot

17.08.2005, 16:52 Uhr | Richard Löwenstein / as, t-online.de

Heiße Girls und schwere Jungs, schnelle Autos und coole Sprüche, viel Geballer und jede Menge Aktionsfreiheit: Gangster-Games sind momentan groß in Mode. Das liegt nicht zuletzt an Rockstars Grand Theft Auto-Serie, die eine Welle von virtuellen Straßenschlachten losgetreten hat. Activisions Variante nennt sich True Crime. Teil eins mit dem Untertitel Streets of L.A. wurde von den Spielern Ende vergangenen Jahres mit viel Lob, aber auch Kritik bedacht. Letzteres vor allem, weil sowohl der Held als auch die gesamte Spiel-Atmosphäre nicht so vollendet zur Geltung kommen, wie man das jetzt vor allem aus GTA San Andreas kennt. Das zweite True Crime mit dem Titel-Zusatz New York City soll vieles besser machen.

Schon gemerkt? Mit einem Doppelklick auf jedes beliebige Wort im Artikel gelangen Sie jetzt direkt zum passenden Wikipedia-Eintrag. Klicken Sie sich schlau!
#

#

Ein neuer Mann im Block

Der alte Held ist Geschichte. Schluss mit Nick Kang, dem Cop aus Los Angeles. Der Neue heißt Marcus Reed. Ein Schwarzer aus den Ghettos von New York City, Typ Eddie Murphy mit schlechter Laune, dunkler Lederjacke und Cornrows-Frisur. Marcus´ Vater ist der Gangsterkönig im Viertel, und Marcus selbst scheint zunächst ebenfalls auf die schiefe Bahn zu geraten. Dann wollen ihm seine Kumpels an den Kragen. Marcus serviert sie im Straßenkampf ab und verliert damit seinen letzten Halt im Leben. Bis Terrence Higgins seinen Weg kreuzt. Er zieht Marcus auf die Seite des Gesetzes, wo er jetzt böse Buben jagen soll. Und er tut es, aus Rache, denn sein Mentor Higgins stirbt unter mysteriösen Umständen.

Manhattan und böse Buben

Warum und wieso? Die Suche nach Antworten führt Marcus auf die Spur eines großen Gangstersyndikats. Wie im Genre üblich, ist der Weg zum Ziel nur mit leichtem Strich vorgezeichnet - nämlich als Abfolge von Punkten auf einer Karte, die Aufgaben markieren und die Handlung voran treiben. Das Zentrum von New York City mit der Halbinsel Manhattan bildet die Kulisse. Man kann den roten Faden jederzeit fallen lassen und frei Schnauze zwischen Industrieanlagen, Wolkenkratzern und Abrisshäusern spazieren gehen. Oder sich zwecks beschleunigter Stadtrundfahrt ein Auto nehmen und damit die Gegend nach Sehenswürdigkeiten und Minijobs absuchen.

Jede Menge Bewegungsfreiheit

Wer sich an den Stadtvierteln satt gesehen hat, kann Marcus´ Karriere starten. Anders als im ersten "True Crime" findet man hier leicht ins spiel. Das Lauf- und Schießtraining findet fast komplett im Polizei-Hauptquartier statt und ist nicht mehr auf wechselnde Schauplätze verteilt. Im weiteren Spielverlauf kommen jede Menge abwechslungsreiche Aufgaben auf Marcus zu. So muss er Hindernis-Wettläufe gewinnen, sich als Undercover-Cop in Gangs einschleichen, Kriminelle ausheben oder bei illegalen Straßenrennen Autos abgreifen. Entsprechend seinen Taten entwickelt sich Marcus Reed zum guten Cop oder zum bösen Buben: Die Karriere des Helden ist nicht fix vorgezeichnet.

Ein Hauch von Rollenspiel

Man kann jedes Auto, jeden Lastwagen, jeden Bus und jedes Motorrad anhalten, den Fahrer vom Steuer oder aus dem Sattel reißen und sich selbst dahinter klemmen, um dann die Stadt nach Upgrades absuchen und jede Menge Extras dabei zu entdecken. Eine Prise Rollenspiel für zusätzliche Spieltiefe haben die Entwickler von Luxoflux ebenfalls integriert. So verbessern sich die Fähigkeiten von Marcus Reed stetig. Schneller laufen, besser zielen, all das verlängert das Leben des Helden. Jäger und Sammler können ihren Helden außerdem mit neuen Outfits individualisieren. Zum Erscheinungsbild gehört natürlich auch der fahrbare Untersatz. Polizeischlitten. Sportautos, Muscle-Cars und vieles mehr stehen zur Verfügung, die Auswahl ist riesengroß.

Nahkampf und Schießereien

Kommt es zum Kampf, gibt sich Marcus ziemlich rabiat. Direkte Handgreiflichkeiten und Wrestling-Moves sind sein Spezialgebiet. Man kann sich neue und schnellere Kickbox-Nahkampfstile aneignen, dazu jede Menge Messer, Samuraischwerter und Schusswaffen. Wie praktisch, dass all die Friedensspender im Kofferraum des Autos Platz finden und dort einsatzbereit liegen. "True Crime - New York City" wird geprägt durch eine gesunde Mischung aus Szenen, die sich im offenen Gelände abspielen, und Szenen im Inneren von Gebäuden. Man nutzt Wände als Deckung, verschanzt sich hinter Kisten und springt mitten durch den Raum. Und die Gegner-KI? Die Straßengangster sollen sich nachvollziehbar verhalten, kluge Strategien entwickeln und den Spieler vor immer neue Herausforderungen stellen.

Lebendiges New York City

Kamerafahrten und Zeitlupeneffekte bringen die Kampfszenen cool rüber. Ein weiteres sehenswertes Detail sind die Wechsel zwischen Tag und Nacht. Wenn die Sonne untergeht und die Fenster in den Häusern hell scheinen, strahlen ein- und dieselben Kulissen eine total andere Wirkung aus. Battery Park, Spanish Harlem, Theatre District, Central Park, Corner Market, dazwischen gewaltige Wolkenkratzer, tiefe Betonschluchten, Neonreklame und gelbe Taxis - Manhattan wirkt lebendig und authentisch. Menschenknäuel drängeln sich durch die Straßen, Männlein und Weiblein, ohne dass man alle paar Meter auf ein- und dieselbe Gestalt trifft. Im Theater hängen Kronleuchter von der Decke, die Fassaden sind beschmiert und mit Plakaten beklebt. Und unter allem, tief im Boden vergraben: das voll funktionsfähige U-Bahn-System.

Fazit

Activision hat einiges vor mit dem zweiten Teil der "True Crime"-Serie. Die Stärken des Vorgängers sollen ausgebaut, die Schwächen ausgeräumt werden. Das Cops-gegen-Gangster-Game soll cineastischer und authentischer rüber kommen. Basis all dessen ist eine Aktions- und Bewegungsfreiheit, die die Grenzen des Genres ausdehnt. Man wird viel Einfluss auf die Entwicklung und das Schicksal des Helden Marcus Reed nehmen können. Wenn der Held farbig, kantig und interessant portraitiert wird, könnte "True Crime - New York City" zur Gefahr für den aktuellen Genreprimus "San Andreas" werden.

Titel: True Crime - New York City
Genre: Action
Einschätzung: Sehr gut
System: Playstation 2, Gamecube, Xbox
Hersteller: Luxoflux
Publisher: Activision
Preis: ab 55 Euro
USK-Einstufung: Ab 18
Release-Termin: Im Handel

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal