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"Mercenaries 2 World in Flames": Das Paradies in Flammen

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Preview Mercenaries 2 World in Flames  

Das Paradies in Flammen

14.09.2007, 13:06 Uhr | Richard Löwenstein / vb / jr

Mercenaries 2 (Bild: EA)Mercenaries 2 (Bild: EA)Ein Söldner hat es nicht immer leicht. Da erledigt man für den Egozentriker Ramon Solano einen Putsch, freut sich auf die Knete - und wird ganz schnell abserviert. Solano verabschiedet sich mit noch mit einem sarkastischen Spruch und krönt sich selbst zum Diktator der Karibikinsel Jamaika. Doch der Zorn eines betrogenen Söldners ist nicht unterschätzen, und deshalb stehen die Zeichen in Mercenaries 2 auf Sturm. Beinharte Action ist angesagt, im Feldzug eines Söldners, der zwecks Erfüllung seiner Rachemission allerlei andere Aufträge annimmt. Als Auftraggeber fungieren verschiedene interessante Gruppierungen, etwa die chinesische Armee, ein Ölkonzern und ein Haufen psychopathischer Rastafari-Piraten. Anders als im Vorgängerspiel von 2005 soll es in Mercenaries 2 aber nicht nur ordentlich scheppern; diesmal will Hersteller Pandemic auch mit abgedrehter Charakteren und kinoreifem Drumherum punkten. Quentin Tarantino trifft auf Jerry Bruckheimer, so umschreiben die US-Entwickler von Pandemic ihr Vorhaben.

Artikel-Show Mercenaries 2: So spielt es sich
Foto-Show Mercenaries 2: Screenshots

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Alltag eines Söldners

Mercenaries 2 (Bild: EA)Mercenaries 2 (Bild: EA)Das Gameplay lässt sich mit dem Satz "Grand Theft Auto im Krisengebiet" charakterisieren. Schauplatz ist also Jamaika, durch den karibischen Ozean auf natürlichem Wege begrenzt, sonst weitgehend frei befahr- und begehbar. Als Sölder erledigt man für insgesamt fünf Fraktionen schmutzige Jobs aller Art - Aufträge, die sonst keiner machen will. Für die abgefahrenen Rastafari-Piraten beispielsweise Organschmuggel oder klassische "Fahr dorthin und jag’ das in die Luft“-Missionen. Solche Sprengmeister-Aufgaben sind hier das Salz in der Suppe, denn eines der wesentlichen Merkmale von Mercenaries 2 ist die enorme Explosivkraft. Annährend jedes Objekt in den Kulissen lässt sich sprengen, zertrümmern und zerkleinern. Brücken, Kräne, sogar Ölbohrinseln, all das fliegt einem dank einer klug platzierten Sprengladung oder einer gekonnt verfeuerten Rakete um die Ohren. Bei soviel potentiellem Spaß am Zerstörungswerk kann es schon mal vorkommen, dass man das eigentliche Ziel der Mission aus den Augen verliert - nämlich die Jagd auf die rund 40 Helfershelfer von Ramon Solano und schließlich die Konfrontation mit ihm als Feinbild Nummer Eins. Dass die Wege auf der Insel möglichst kurz und interessant geraten, dafür stehen 130 Fahrzeuge ein, darunter Sport- und Geländewagen, Panzer und Kampfhelikopter. Sie alle sind realen Vorbildern nachempfunden, ohne aber lizenzierte Bezeichnungen zu tragen.

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Dialoge á la Tarantino

Mercenaries 2 (Bild: EA)Mercenaries 2 (Bild: EA)Im Prinzip ist Mercenaries 2 ähnlich gestrickt wie das Vorgängerspiel, nur halt größer und schöner, zumindest auf Xbox 360 und Playstation 3. Aber was ist neu? Das Drumherum vor allem. Die Söldner - für die Hauptrolle stellen sich vor Spielbeginn mehrere zur Wahl - sind keine flachen und austauschbaren Figuren, sondern richtig vierschrötige Typen. Jeder mit ganz persönlichem Stil, eigener Geschichte und eigener Motivation, warum er Solano ans Leder will. Der Schwede Mattias beispielsweise, der seinen Auftraggeber schon mal auslacht, wenn der Unmögliches verlangt. Die Dialoge in solchen Momenten triefen vor Sarkasmus und tiefschwarzem Humor, eben wie einem Streifen von Quentin Tarantino. Einen stilsicheren Geschmack beweist auch der Look von Jamaika selbst, mit dichtem Dschungel und verfallendem Dörfern. Allerdings hat die von uns gespielte Version noch mit Popups - kleineren Grafikfehlern - zu kämpfen. Vermutlich sind die Verbesserungsarbeiten ein Grund, weshalb Pandemic den Erscheinungstermin jüngst von Herbst 2007 auf Frühjahr 2008 verschieben musste. Dadurch bleibt genug Zeit zum Balancing des Mehrspielermodus. Der soll zum Beispiel einem Online-Mitspieler jederzeit den Einstieg in die laufende Action erlauben.

Fazit

Mercenaries 2 ist als ziemlich derbe, dabei aber keineswegs übertrieben brutale Zerstörungsorgie angelegt. Das freche Action-Feuerwerk versteht es, seine brisante Thematik  durch zielsicher gesetzte Pointen und überzeichnete Charakter zu entschärfen - und es verspricht ein Gefühl von Freiheit, wie in nur ganz wenigen anderen Games.

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