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Girls with Guns  

Die Ladies lassen es krachen

19.10.2007, 17:15 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Hübscher als jedes Bond Girl: Cate Archer

Bei "No One Lives Forever" wird der Spieler in eine Zeit zurückversetzt, in der Miniröcke die Gemüter erregten und der Kalte Krieg auf seinem Höhepunkt angelangt war. Die Rede ist von den schrillen sechziger Jahren. Die perfekte Zeit für die Top Agentin Cate Archer, die dem smarten Martini-Schlürfer James Bond glatt die Show stiehlt. Ihre Aufträge löst sie vorzugsweise in hautengen, neonfarbenen Leggins, wobei sie ihren Gegner mehr entgegenzusetzen hat als schrille Farben. Die Entwickler haben sich allerhand einfallen lassen, um "No One Lives Forever" von der Masse der Ego-Shooter abzugrenzen. Dies beginnt bei einem doch eher ungewöhnlichem Waffenarsenal. Dazu gehört etwa eine Bombe in Form einer Miezekatze (wer sich ihr nähert, um sie zu streicheln, erlebt sein blaues Wunder), aber auch Bananen, Lachgas und konventionelle Geschütze wie die Ak-47, schallgedämpfte Pistolen und Granaten. Wenn einmal gar nichts mehr geht, greift die in allen Waffengatungen fitte Cate auch noch auf Schwerter, Raketenwerfer und Giftkapseln zurück.

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Da wird selbst Q blass

Nicht weniger einfallsreich sind die Gadgets, auf die Miss Archer bei der Erfüllung ihres Auftrags zurückgreifen kann: Eine Lippenstiftbombe, eine Haarspange als Dietrich, eine hochexplosive Damenhandtasche, Filzpantoffeln zum Dämpfen der Schritte, eine Gürtelschnalle als Seilwinde und ein für Spionagezwecke geeigneter elektrischer Pudel gehören ebenso zum Arsenal wie die Haarsprayflasche als Schweißgerät und die Puderdose als Codeknacker. Ebenso bizarr wie die Waffen sind die im Spiel anzutreffenden Gegner und Schauplätze. So kämpft man gegen übergewichtige Phantominen, oder findet sich in einem Haus wieder, welches gerade von einem Wirbelsturm erfasst durch die Luft geschleudert wird. Ob es das 60er-Jahre-Feeling, die abgedrehten Waffen und Schauplätze sind, oder die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, auf welche Art man ein Level meistert - Cate Archer ist einfach komplett anders als alle andere Heldinnen.

Schlagfertige Lady: Sidney Bristow ("Alias")

Passend zur US-Serie "Alias" gibt es die PC- und Konsolenumsetzung von Acclaim, in der man selbst als CIA-Doppelagentin Sydney Bristow die verbrecherische Organisation "SD-6" bekämpft. In "Alias" hilft der Spieler der smarten Hobby-Agentin beim Absolvieren ihrer streng geheimen Aufträge, indem er sie aus der Verfolger-Ansicht à la "Tomb Raider" durch insgesamt sechs riesige Schauplätze steuert. Natürlich muss man für so eine Aufgabe bestens gerüstet und ausgebildet sein. So kann Sydney gebückt um Ecken schleichen, Gegner geräuschlos von hinten ausschalten und zwecks Infiltration die Kleidung wechseln, wodurch der Spieler in den Genuss des einen oder anderen eng anliegenden Outfits kommt. Die Agentin ist auf das lautlose Anschleichen programmiert, entpuppt sich notfalls aber als eine wahre "Martial Arts"-Künstlerin. Sydney prügelt sich meist lieber, als auf Waffen zurückzugreifen. Sie kann aber auch Gegenstände aufnehmen und im Kampf einsetzen. Ist eine direkte Konfrontation unvermeidbar, greift die Agentin auf eine Fülle von Gegenständen zurück, die alle als Waffe zu gebrauchen sind. Dabei ist es egal, ob es sich um herumliegende Besen, Rohre oder Flaschen handelt - in der Hand von Sydney ist sogar ein Seifenspender tödlich.

Hilfreiche Ausstattung

Doch seit Cate Archer wissen wir eines - eine Agentin ist nur so gut wie ihre Ausrüstung. Und so kann auch Sydney eine große Anzahl nützlicher Gadgets mit in den Kampf nehmen, darunter einen Dietrich, einen Sender, um die Überwachungsanlagen anzuzapfen, oder ein Modem, um sich in Computer einzuhacken. Auch ein Thermalsichtgerät und ein DNS-Scanner gehören zu ihrem Agentenwerkzeug. Welchen Gegenstand man benutzen muss, wird dem Spieler automatisch signalisiert. Die Rätsel sind dementsprechend einfach zu lösen. Die digitale Sydney Bristow lebt von dem Kult- und TV-Bonus, der eng mit der TV-Serie und der sexy Hauptdarstellerin Jennifer Garner verbunden ist, und hat dadurch einen recht hohen Bekanntheitsgrad. Beschränkt man sich nur auf das Spiel und klammert die Serie aus, wirkt Sydney Bristow neben anderen Heldinnen ein wenig blass.

Eine ganz verbissene Lady: Rayne ("Blood Rayne")

Blood Rayne 2 (Bild: Majesco)Blood Rayne 2 (Bild: Majesco)Wer es ein wenig bissiger mag, der vergnügt sich mit Halb-Vampir Rayne aus dem Action-Spiel "Blood Rayne". Raynes typisches Markenzeichen sind zwei ausklappbare Klingen an den Armen, mit denen sie nicht nur Geflügel schnetzelt. Schon so mancher Gegner musste eine unliebsame Begegnung mit dem überdimensional großen Essbesteck hinnehmen. Darüber hinaus kann sie dank ihrer Vampir-Kraft zwei Schusswaffen gleichzeitig benutzen - und zwar völlig unabhängig davon, wie groß, schwer und sperrig die Kaliber sind. Im Spiel wird dies auch hinreichend ausgenutzt. So gehören zu Raynes Ausgeh-Garderobe Pistolen, Maschinengewehre, Uzis und allerhand Waffen, die sie den Gegnern abnehmen kann.

Das Leben einer Blutsaugerin

Als Vampir ist sie natürlich unsterblich, muss jedoch auch die herkunftsbedingten Nachteile ertragen: Wasser und Tageslicht stehen auf der Liste verbotener Dinge weit oben. Doch das Vampirdasein hat auch Vorteile. Heldin Rayne kann extrem hoch springen oder in eine Art Zeitlupenmodus wechseln, in dem die Gegner beinahe still sehen. Ein Blutsauger sammelt keine Medikits auf, sondern frischt seine Lebensenergie durch das Aussaugen seiner Gegner auf. Etwas friedlicher dagegen sind andere Fähigkeiten, die sie auszeichnen. Beispielsweise kann Rayne eine "Aura" aktivieren, woraufhin sich die Umgebung verändert und sie durch Wände sehen und unsichtbare Feinde ausmachen kann. Zudem ist sie eine ausgezeichnete Artistin und erklimmt mit beeindruckender Geschwindigkeit jedes Hindernis - eine sichere Führung des Spielers bei den Hüpf- und Springeinlagen vorausgesetzt. Obwohl sich "Blood Rayne" nicht annährend mit dem Erfolg von Lara Croft in "Tomb Raider" messen kann, erfreut sich die Vampirfrau einer großen Fan-Gemeinde. Ob es an der deftigen Gewaltdarstellung, dem sehr offenherzigen Auftreten oder ihrem "Oben ohne"-Debüt im Playboy liegt - Rayne gehört mit Sicherheit zu den markantesten Spiele-Heldinnen. Pech, dass die bissige Lady hierzulande keine Jugendfreigabe erhielt.

Die Zukunft der virtuellen Frau

Die Emanzipation schreitet voran, und auch PC- und Videospiele müssen von den stereotypen Ansichten Abschied nehmen. Im 21 Jahrhundert stehen weibliche Helden ihren männlichen Kollegen in nichts nach. Interessant ist jedoch die Entwicklung der Pixel-Damen. Jede PC- und Videospielheldin besitzt Merkmale, die sie unverwechselbar machen und so den Sprung von einer seelenlosen Pixel-Anhäufung zu einem eigenständigen Charakter ermöglichen. Das reicht vom Outfit und dem Setting von Lara Croft über die verrückten Waffen und Farben von Cate Archer bis hin zur komplett unfemininen Ganzkörperrüstung von Samus Aran. Jeder der Ladies verfügt über ein breit gefächertes Waffenarsenal, das ihren Gegner das Leben zur Hölle macht. Doch bei all der Feuerkraft schießen einige im wahrsten Sinn des Wortes über das Ziel hinaus. Neue, innovative Ideen zu implementieren trauen sich nur wenige Entwickler. Bestes Beispiel sind Titel wie "No One Lives Forever", "Metroid Prime" oder das famose "Beyond Good & Evil". Bleibt zu hoffen, dass man den Heldinnen zukünftiger Titel erlaubt, noch mehr als bisher eigene Wege zu gehen.

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