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Die Geschichte der Lara Croft

19.10.2007, 17:15 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Tomb Raider Legend (Bild: Eidos)Tomb Raider Legend (Bild: Eidos)Man muss in den letzten zehn Jahren gar nicht mal mit Computer- und Videospielen in Berührung gekommen sein und hat vermutlich trotzdem Kontakt gehabt mit einer der interessantesten Figuren der Games-Szene: Lara Croft, die resolute Schatzsucherin auf Indiana Jones´ Spuren. Die Heldin der Action-Abenteuer-Serie "Tomb Raider" faszinierte in den neunziger Jahren viele Millionen Spieler. Die Langlebigkeit und der Erfolg der Kunst-Figur Lara Croft sind äußerst ungewöhnlich. Sechs Auftritte in Action-Abenteuern auf PC und Konsole, und der siebte steht vor der Tür: Publisher Eidos will "Tomb Raider Legend" am 7. April auf den Markt bringen. Dazu kommen zwei Gastspiele im Kino mit renommierten Hollywood-Schauspielern wie Angelina Jolie und Jon Voight in den Hauptrollen. Das ist kaum einem Spiele-Charakter vergönnt. Im vorliegenden Magazin-Artikel gehen wir dem Geheimnis des Erfolgs nach und nehmen Wandlungsfähigkeit und Charisma der "Tomb Raider"-Lady ins Visier.

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Von wegen schwaches Geschlecht

Lara Croft (Bild: Eidos)Lara Croft (Bild: Eidos)Lange Beine, dynamischer Lauf, ausgeprägte Brüste, wippender Pferdeschwanz und zwei Pistolen im Anschlag: Das attraktive Äußere verbindet sich mit der Gnadenlosigkeit der erfolgsorientierten Action-Heldin zu einem attraktiven Ganzen. Da ist es verständlich, dass so viele Menschen mit Lara Zeit verbringen mochten. Schließlich folgt die Lady willig den Anweisungen des Spielers: Lauf links, lauf rechts, hüpf weiter, krall dich fest, weich dem Wolf aus, servier die Wachen ab. Welche Frau tut das sonst schon? Lara Croft ist eine Kämpfernatur auf den Spuren der Geschichte der Menschheit. Ihre Berufung ist die Archäologie. Sie erforscht antike Kulissen, geht auf die Jagd nach Artefakten und plündert Schatzkammern. So war das jedenfalls mal, und soll es bald wieder sein. Mit dem kommenden "Tomb Raider Legend" umfasst die "Tomb Raider"-Reihe dann insgesamt sieben Teile, die drei "Director´s Cut"-Versionen der ersten drei "Tomb Raider" nicht mitgerechnet.

Aller Anfang ist männlich

Der Aufstieg von Lara Croft zur zentralen Figur eines der beliebtesten beliebten Action-Abenteuer war so keineswegs geplant. Beinahe wäre alles ganz anders gekommen, und "Tomb Raider" hätte ohne seine weibliche Galionsfigur auskommen müssen. Als sich im Jahr 1995 beim englischen Spielehersteller "Core Design" die Designer zusammensetzten, dachte man zunächst zwanglos über ein Abenteuerspiel nach. Es sollte geprägt sein durch labyrinthgleiche Landschaften, durch Erkundungsmärsche, Action- und Rätselelemente. 3D-Grafik war ein Muss, außerdem sollte sich der Spieler mit dem Helden identifizieren können. Daher wurde der Entschluss gefasst, die Kamera hinter dem Hauptcharakter zu positionieren und auf die Mitte der Neunziger populäre Ego-Perspektive zu verzichten. Eine Figur, die einem ständig vor Augen rumturnt, würde sich unauslöschlich ins Gedächtnis einbrennen, so die Überlegung.

Jägerin des verlorenen Schatzes

Dieser zu jener Zeit noch ausgesprochen unverbrauchte Helden-Verfolger-Trick wurde vor "Tomb Raider" nur in zwei Spielen erfolgreich eingesetzt: in Delphines Softwares PC-Abenteuer "Fade to Black“ und Nintendos N64-Jump&Run-Spiel "Super Mario 64“ - wobei letzteres allerdings erst nach "Tomb Raider" den weiten Weg von Japan nach Europa fand. Das Rahmenprogramm für "Tomb Raider", soviel stand zunächst fest, sollte eine Schatzsuche im Stil des Kinohelden Indiana Jones bilden. Als Hauptcharakter war zunächst also ein breitschultriger und mit Waffen fuchtelnder Kerl vorgesehen. Nichts Neues unter der Sonne also. Bis Grafikdesigner Toby Gard eine Idee hatte: Warum nicht aus dem damals weit verbreiteten Macho-Schema ausbrechen und eine Frau zur Jägerin verlorener Schätze machen?

Laras Geburt

Das Ergebnis von Toby Gards Überlegungen: Hotpants und Oberweite statt Dreitagebart und Waschbrettbauch prägten das Äußere der Figur. Lara Croft war geboren. Wie heiß die traditionell vorwiegend dem männlichen Geschlecht zugehörigen Gamer auf diese gut aussehende Abwechslung waren, zeigt ein Blick auf die Charts von damals. Im November 1996 schoss Lara im ersten "Tomb Raider“-Game, das mit vier Wochen Exklusiv-Recht zuerst auf Segas Saturn-Konsole veröffentlichte wurde, von Null auf Platz Eins. Parallel startete eine beachtliche Marketing-Kampagne. Allein mit den 30-Sekunden-Werbespots vor "Star Trek: Der erste Kontakt“ erreichte Eidos knapp 2,1 Millionen Menschen. Die im Dezember ´96 folgenden Umsetzungen für PC und Playstation toppten noch den Erfolg der Saturn-Originals. Lara Croft hatte begonnen, der erste künstlich erschaffene Videospiel-Weltstar zu werden.

Synthetischer Superstar

Das Erstaunliche an dieser Kunstfigur ist, wie schnell sie sich außerhalb der Fachwelt einen Namen machen konnte. Im Mai 1997 entschuldigt der Manchester United-Kicker David James seine schlechte Leistung öffentlich damit, dass er bis spät in die Nacht "Tomb Raider" gespielt habe. Im November ´98 schmückt Lara die Titelseite der Mädchen-Zeitschrift "Bravo Girl", die Redaktion schildert ihren Look als erstrebenswert für jedes Mädchen. Spiegel, Stern und Focus berichten über Lara. Sie verpasst den Jungs von der Berliner Combo "Die Ärzte" im Musikvideo "Männer sind Schweine" Feilchen und turnt bei der "Popmart"-Tournee der irischen Rocktruppe "U2" über die Bühnen-Leinwand. Die Kontakte sind offenbar nicht abgerissen: Im März 2005 war die von U2-Sänger Bono mitgeleitete Investorengruppe Elevation Partners drauf und dran, den "Tomb Raider"-Hersteller Eidos zu übernehmen.

Die große Zeit der Lara Croft

Es gibt viele Gründe, auf die der Erfolg von "Tomb Raider" zurückzuführen ist. Eidos selbst verbreitet bis heute die Meinung, es wäre Männern eben eine Herzens-Angelegenheit, ein weibliches Wesen wie Lara zu beschützen. Andere meinen, der Erfolg gründe auf der Tatsache, dass endlich mal eine sexy Frau männlichen Kommandos unwidersprochen Folge leisten würde. Einen nicht zu unterschätzen Beitrag zu Lara Crofts Popularität leisten aber auch die Faktoren Fans und Mundpropaganda. Um so viele Fans dauerhaft bei der Stange zu halten, braucht es mehr als nur eine attraktive Heldin. Das Gameplay muss stimmen, und es muss der Wunsch nach mehr keimen. Wie gut das in den Erfolgsjahren 1996 bis 1998 geklappt hat, belegen die vielen Auszeichnungen, die das original "Tomb Raider" und der ein Jahr später für PC und Playstation veröffentliche Nachfolger "Tomb Raider II: Starring Lara Croft" in der Fachpresse abräumen konnten. Auch vier Millionen verkaufte Exemplare von Teil Eins sprechen eine deutliche Sprache.

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