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Das Leben als Profispieler – Traum oder Wirklichkeit?

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Das Leben als Profispieler – Traum oder Wirklichkeit?

19.10.2007, 17:15 Uhr | Medienagentur plassma / kro, t-online.de

Roman beim CPL-Finale in Dallas (Bild: T-Online)Roman beim CPL-Finale in Dallas (Bild: T-Online)Roman ist 19 Jahre alt und kommt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Stuttgart. Er macht zurzeit seine Fachholschulreife und ist Sportler. Nichts besonderes für Jungs in seinem Alter. Normalerweise. Aber Roman begeistert sich weder für Fußball noch für Triathlon, sondern spielt professionell den Online-Shooter "Counter Strike". Er gehört neben einigen anderen Spielern zu Deutschlands e-Sport-Elite. Der Schüler ist Mitglied des international erfolgreichen Teams "mTw.ATI" und trainiert pro Tag bis zu vier Stunden. Dafür reißt er mehrmals im Jahr durch ganz Deutschland, um an großen Turnieren teilzunehmen. Kürzlich flog Roman mit fünf Teamkameraden sogar nach Dallas, USA. Dort kämpften im Rahmen der "Cyberathlete Professional League" (CPL) 64 "Counter Strike"-Teams um Gewinne in Höhe von 60.000 Dollar. In der Vergangenheit konnte sich der 19 jährige durch Preisgelder bereits seinen Führerschein und sein erstes Auto finanzieren.

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Deutschland im Verzug

Counter Strike (Bild: T-Online)Counter Strike (Bild: T-Online)Soweit wie Roman schaffen es in Deutschland nicht viele Spieler. Was in Ländern wie Korea und China schon als offizielle Sportart gilt, wird hier zu Lande von der Öffentlichkeit noch belächelt. „Korea und der gesamte asiatische Raum sind uns mindestens zwei bis drei Jahre in der Entwicklung voraus“, erklärt uns Markus Mischewski, PR-Manager beim deutschen Erfolgsteam "Alternate aTTaX". Doch was versteht man eigentlich unter elektronischem Sport, kurz: e-Sport? In Deutschland wurde das wettbewerbsmäßige Spielen von Computer- und Videospiele im Mehrspielermodus Ende der 90er Jahre populär. Da sowohl Spielkönnen, Reaktionsgeschwindigkeit und Hand-Augen-Koordination als auch taktisches Verständnis von Nöten sind, könnte man e-Sport nach der klassischen Definition tatsächlich als eigenständige Sportart ansehen. Innerhalb eines Teams, die Clans genannt werden, sind meistens mehrere Spiele vertreten. So ist es möglich, eine bereits geschaffene Infrastruktur optimal auszunutzen. Wie in einem richtigen Sportverein sind nämlich auch im e-Sport Management, Trainer und PR-Abteilung nötig.

Heute Seoul, morgen Dallas

Der Clan "mousesports" bei einem "ESL"-Finale (Bild: T-Online)Der Clan "mousesports" bei einem "ESL"-Finale (Bild: T-Online)Im weltweiten e-Sport stehen derzeit vier Spiele auf der Beliebtheitsskala ganz oben: "Counter Strike", "Warcraft 3", "Fifa Soccer" und seit neustem auch "Quake 4". Der deutsche Durchschnittszocker steigt am Anfang in der Regel in die "Electronic Sports League" (ESL) ein, in der über 50 verschiedene Spiele angeboten werden. Für die Profis richtet die ESL halbjährlich die so genannte "ESL Pro Series" mit einem Preisgeld von bis zu 130.000 Euro aus. Auf internationalem Parkett wird mit den "World Cyber Games" sogar eine Art Olympiade ausgetragen. Die höchsten Preisgelder mit über 1,5 Millionen Dollar schüttete innerhalb dieses Jahres die CPL aus. Um beispielsweise ein "Counter Strike"-Team für ein Wochenende auf ein Turnier nach Korea zu schicken, bedarf es natürlich auch umfangreicher finanzieller Mittel. Im Regelfall kommen für Anreise, Unterkunft und Technik die Sponsoren der einzelnen Clans auf. In Deutschland können sich jedoch höchstens ein Dutzend Teams mit großen Hardware-Firmen wie Nvidia, Intel oder ATI schmücken.

Profispieler: Noch kein Vollzeit-Beruf

Während sich in einigen asiatischen Ländern Spieler im e-Sport eine goldene Nase verdienen, kann hier zu Lande noch kein Spieler ausschließlich vom professionellen Zocken leben. „Was die Spieler erhalten, sind nette monatliche Zuverdienste, die sich bei den besten Spielern im oberen dreistelligen Bereich bewegen, im Austausch für knallharte Knebelverträge, die jedes kleine Detail regeln“, erklärt uns David Hiltscher, Redakteur beim e-Sport-Magazin "readmore.de". Auch Christian Chmiel, Profi beim Clan "mouz.Levicom.BenQ", sieht trotz eines kleinen Monatsgehalts und den zuverdienten Preisgeldern das Spielen nur als Hobby neben seinem Studium an.

Rasante Entwicklung

Nicole Braun, PR-Managerin bei "mTw.ATI", ist jedoch überzeugt, dass sich auch in Deutschland eine ähnliche Tendenz wie beispielsweise in Korea abzeichnet. „Der e-Sport in Deutschland entwickelte sich in den letzten Jahren rasant. Es gibt immer mehr Ligen, immer mehr aktive Spieler und immer mehr Firmen, die auf den elektronischen Sport aufmerksam werden“, so Nicole Braun weiter. Um den e-Sport in Deutschland auf Dauer voranzubringen engagiert sich mit dem Deutschen e-Sport Bund (EBS) auch ein gemeinnütziger Verein. Bis die gesellschaftliche Akzeptanz in Deutschland allerdings so hoch ist, dass e-Sport auch hier als offizielle Sportart anerkannt wird, dürften noch einige Jahre ins Land ziehen.

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