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Teil 2: Virtuelle (Alp-)Träume aus Zweitausendsex

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Sex in Spielen  

Teil 2: Virtuelle (Alp-)Träume aus Zweitausendsex

19.10.2007, 17:16 Uhr | T-Online, t-online.de

World of Warcraft Porn (Bild: SPIEGEL ONLINE)World of Warcraft Porn (Bild: SPIEGEL ONLINE)Und weil der gespielte Sex den Weg in die Läden kaum finden wird, sucht er sich einen anderen Weg nach Hause: Übers Netz. In Multiplayer-Onlinespielen wie "World of Warcraft" gibt es so etwas längst - Spieler und Spielerinnen, die sich in dunklen Ecken zu einem Avatar-Tête-à-Tête treffen, um mit einem bisschen Mausruckeln, flinken Fingern und viel Fantasie erotische Bedürfnisse zu befriedigen. Sogar (ziemlich lustige) "World of Warcraft"-Pornografie gibt es schon (nicht immer erreichbar) - und natürlich auch "nude patches", die Elfinnen und Zwerge plötzlich ohne Rüstung dastehen lassen. Da tut sich eine Lösung für die Nöte der Industrie auf: "Obwohl es den Markt potentiell gibt, ist er sehr schwer zu erreichen", sagte Jason Della Rocca von der IGDA dem "Hollywood Reporter". Dabei sind die Erwachsenen ganz leicht zu erreichen - übers Netz. Verdient werden kann dort mit Abogebühren statt mit dem Verkaufspreis. So machen es die Netz-Pornografen schon lange.

Erpressen, morden, Sex haben

Sociolotron (Bild: SPIEGEL ONLINE)Sociolotron (Bild: SPIEGEL ONLINE)"Sociolotron" will das schon - wirklich "für Erwachsene" sein: Das Onlinespiel wirbt mit "Elementen, die Ihnen erlauben, ihre Mitspieler zu erpressen, sie zu ermorden, Sex zu haben, Ihre dunkelsten Fantasien auszuleben". Sogar Vergewaltiger gibt es in "Sociolotron" - Isabelle Pavlova von der auf Sex in Onlinespielen spezialisierten Webseite MMORgy hat auch schon einen davon interviewt - gruseliger Lesestoff. Ob die technische Umsetzung von "Sociolotron" geeignet ist, bei weniger verdrehten Menschen erotische Gefühle auszulösen, sei dahingestellt.

Fetischclubs, Dampfsaunen und Escort-Services

Neugierigen Erwachsenen ist im Moment wohl eher "Second Life" zu empfehlen - in der explizit nicht als "Spiel" gemeinten virtuellen Welt können die Nutzer selbst gestaltend eingreifen. Längst hat sich eine blühende Szene digitaler Fetischclubs, Dampfsaunen und Escort-Services entwickelt. Sogar virtuelle Hochglanzmagazine für Fans wohlgeformter Avatare gibt es - aber keinen richtigen Sex. Dazu sind die Spielfiguren anatomisch nicht ausgestattet.

Unaussprechliche Online-Orgien

Heavenly Bodies (Bild: SPIEGEL ONLINE)Heavenly Bodies (Bild: SPIEGEL ONLINE)In den Online-Swingerclubs der Zukunft aber soll Verkehr möglich sein. 2006 wird das Jahr der Online-Orgien, glauben viele, von den Game-Akademikern von "Terra Nova" bis hin zu "GameGirlAdvance". Den unaussprechlichen Namen MMOVSG hat man den Sexspielen gegeben, das steht für "Massively Multiplayer Online Virtual Sex Games". In Vorbereitung ist "Rapture Online", laut Selbstbeschreibung "ein ausgefeilter Sexfantasie-Simulator für erwachsene Solospieler und Paare"; eine Art Kombination von Datingservice und Onlinespiel namens "Spend The Night"; ein Manga-inspieriertes Fantasy-Sex-Spiel namens "Heavenly Bodies"; ein japanisches, offenbar fetisch-lastiges Angebot namens "3Feel"; und das cartoonhafte "Naughty Americy: The Game", das "sexy Bildschirmspaß und die Chance, echte Menschen in der wirklichen Welt zu treffen" verspricht. Bereits online ist "XOXCity", eine zweidimensionale Cartoonwelt, eine Art "schlüpfriges 'Super Mario Brothers'", wie es das vor allem für Frauen gedachte Online-Erotikmagazin "Nerve" formuliert. Auch einen schwulen Ableger namens "MyGaySimLife" gibt es.

Die einen wollen Drachen töten, die anderen ...

Allen gemeinsam ist die Idee, dass sich Willige mit ihren sexy Spielfiguren in endlose, möglicherweise aber doch ziemlich schnell ermüdende Online-Orgien stürzen. Insofern hat MMORgy-Herausgeberin Isabelle Pavlova recht, wenn sie zu bedenken gibt: "Wie lange wird die durchschnittliche Spielsitzung dauern? Ein Spiel, in dem jeder Mann sich nur für jeweils zwei Minuten am Stück aufhält, könnte ein bisschen schizophren werden."

Was anderes als Sex-Ghettos

Es wird spannend sein, in den kommenden Jahren zu beobachten, in welcher Form - und ob überhaupt - sich die Pixel-Promiskuität im Netz etabliert. Möglicherweise wird es für viele weiterhin interessanter sein, in den normalen MMOG-Welten mal was anderes zu machen, als sich in ein Sex-Ghetto abschieben zu lassen. Immerhin - in einem solchen MMOG für Sonderinteressen wäre die Gefahr gering dass man jemanden mit einem unsittlichen Angebot verschreckt. Noch mal Isabelle Pavlova: "Es wäre immer noch möglich, Leute vor den Kopf zu stoßen. Aber die Chancen, dass das passiert, wären nicht so groß wie in einer Welt, in der der Nutzer selbst jemanden abschleppen will, während die meisten anderen Drachen jagen wollen."

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