Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Betrügen, um zu siegen (Teil 2)

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Cheats & Co in Spielen  

Betrügen, um zu siegen (Teil 2)

19.10.2007, 17:16 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Battlefield Vietnam (Bild: Electronic Arts)Battlefield Vietnam (Bild: Electronic Arts)Anders als die Cheats, die bereits von Anfang an ins Spiel implementiert sind, verhält es sich mit "Trainern", die von Dritten mit speziellen Programmen wie MemHack oder Game Trainer erstellt werden. Mit diesen Werkzeugen durchstöbert man während des Spiels systematisch Speicheradressen, um zum Beispiel Werte für Lebensenergie, Munition oder Geld aufzuspüren und anschließend nach Wunsch zu verändern. Der Einsatz solcher Tools erfordert Übung und Geduld - wer sich die Mühe nicht machen will, findet im Internet zu Hunderten von Spielen vorgefertigte Trainer, die teilweise sogar noch individuelle Einstellungen zulassen. Doch Vorsicht: Manche dieser kleinen Hilfsprogramme funktionieren nur mit ganz bestimmten Versionen eines Spiels oder schmuggeln gar "Trojaner" (Malware) auf die heimische Festplatte.

Spiele-Magazin Können Computer denken: Zur KI in Spielen
Spiele-Magazin Traumberuf Profispieler
Spiele-Magazin Droge Online-Spiele
Spiele-Magazin Girls in Games
#
Schon gemerkt? Mit einem Doppelklick auf jedes beliebige Wort im Artikel gelangen Sie jetzt direkt zum passenden Wikipedia-Eintrag. Klicken Sie sich schlau!
#
Rectangle
#

Superheld für einen Tag

Diablo (Bild: Blizzard)Diablo (Bild: Blizzard)Als besonderes Ärgernis erweisen sich Cheater im Online-Spiele-Bereich. Gerade bei Programmen, die nicht wie Blizzards Diablo 2 oder World of Warcraft auf zentralen Serven gehostet werden, ist es schwierig, das Cheater-Problem in den Griff zu bekommen. Möglichkeiten, sich mit unfairen Mitteln auf die oberen Plätze der Ranglisten zu mogeln, gibt es genug. Spiele wie Counter-Strike bieten dem User eine einfache Skriptsprache, mit der er individuelle Anpassungen vornehmen kann. Dieses Feature wird von Schwarzen Schafen zum "Script-Cheating" missbraucht - so entstehen Skripts, mit denen man sich blitzschnell von einem Ort zum anderen teleportieren oder den Gegner mit höchster Zielgenauigkeit unter Dauerbeschuss nehmen kann.

Automatisch wirksam

Besonders effizient cheaten lässt sich mit so genannten Bot-Programmen (Abkürzung des englischen "Robot"), die das Spielgeschehen in Sekundenbruchteilen selbstständig analysieren und darauf schneller mit simulierten Benutzer-Eingaben reagieren, als es einem Menschen jemals möglich wäre. "Aim-Bots" nehmen nahe Gegner automatisch zum Beschuss ins Visier, während ein "Mining-Bot" ganz von selbst für den Spieler die nötigen Ressourcen abbaut. Mit einem "Speedhack" wird es möglich, sich schneller als andere zu bewegen und sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen. Beim "Wallhack" nutzen Cheater die Technologie ihres Grafikkartentreibers, um Wände im Spiel transparent erscheinen zu lassen und so den Gegner früher zu erkennen.

Hohe Strafen für Cheater

Gerade für die Betreiber von Online-Spiele-Portalen und für die Veranstalter von LAN-Turnieren mit hohen Geldpreisen ist es von Interesse, das Cheaten bestmöglich zu unterbinden. Wenn Online- oder LAN-Partien immer wieder von Betrügern gestört werden, werden sie für die Mehrheit der ehrlichen Spieler unattraktiv - erhebliche finanzielle Einbußen für Organisatoren und Spielehersteller sind die Folge. In großen Online-Ligen wie der Electronic Sports League (ESL) sind die Spieler mittlerweile selbst dazu übergegangen, an den Host genau datierte Screenshots und Videos zu schicken, auf denen die unlauteren Aktionen von Cheatern dokumentiert sind. Bereits 2004 hat die ESL schon einmal wegen überhand nehmender Cheat-Aktivitäten den Spielbetrieb ihrer Counter-Strike-Ligen ausgesetzt.

Magazin Die mögen's anders, die Japaner
Magazin Alles zu Manga-Spielen

Abhilfe dank Anti-Cheat-Tools

Unterdessen basteln Programmierer ihrerseits an wirkungsvollen Anti-Cheat-Tools. Der Einsatz des Programms Cheating Death ist für die User der ESL-Counter-Strike-Ligen mittlerweile Pflicht. Daneben kommt das Beobachtungs-Tool Aequitas zum Einsatz, das unter anderem die Konfigurationsdaten der Gegner für jeden Mitspieler transparent macht. PunkBuster, das von vielen Spiele-Entwicklern unterstützt wird, ist bis heute das wohl bekannteste Programm, um Betrügern das Handwerk zu legen. Hat ein Spiele-Server im Internet PunkBuster aktiviert, können nur Spieler teilnehmen, die das Programm ebenfalls auf ihrem Rechner installiert haben. Während des Spiels kommunizieren die Programme auf beiden Seiten miteinander. Wird ein Cheat entdeckt, so wird der jeweilige Spieler-Account gesperrt oder sogar völlig vom Server entfernt.

Wer erwischt wird, fliegt

Rigoros gegen Cheater gehen vor allem die Spiele-Hersteller Valve (Half-Life, Counter-Strike) und Blizzard (Diablo 2, World of Warcraft) vor, die einem entlarvten Spieler sofort den Steam- oder Battle.Net-Account sperren. Weiterspielen kann dann nur derjenige, der sich ein neues Spiel mit neuem CD-Key zulegt. Zudem verhängen Ligen wie die Electronic Sports League Sperrfristen von bis zu zwei Jahren. Aus gutem Grund: Alle drei Unternehmen leben zu einem Großteil vom Online-Spiele-Business und haben ihren guten Ruf zu verlieren. Gerade für Blizzard wäre es ein ungeheurer Rückschlag, wenn die Spielergemeinde wegen Cheatern ihrem Megaseller World of Warcraft den Rücken kehren würde.

Fazit

Cheater, die in betrügerischer Absicht handeln, schädigen nicht nur das eigene Ansehen in der Spiele-Szene. Sie riskieren außerdem, dass ihnen eventuelle Sachprämien oder Preisgelder aberkannt werden. Die Benutzung von Cheats sollte also wohl überlegt sein. Sie ist eigentlich nur dann statthaft, wenn man offline zuhause spielt und an einer bestimmten Stelle ums Verplatzen nicht weiterkommt. Bevor dann das Spiel aus Frust in die Ecke fliegt, ist der Einsatz virtueller Hilfsmittel in Ordnung. Auf Wettbewerben oder bei Online-Spielen sind Cheats und Co. dagegen eindeutig tabu. Wer trotzdem gegen das Fair Play verstößt, muss genauso wie im richtigen Sport mit drastischen Konsequenzen leben.

<< Zurück zur Seite 1 von "Betrügen, um zu siegen"

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Rutschpartie des Jahres 
Selbst der Schneepflug scheitert an diesem Hügel

Das Video begeistert schon mehr als 22 Millionen Menschen im Internet. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal