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Betrügen, um zu siegen

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Cheats & Co in Spielen  

Betrügen, um zu siegen

19.10.2007, 17:16 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Cheats & Co. (Bild: Sierra / Montage: T-Online)Cheats & Co. (Bild: Sierra / Montage: T-Online)Solange es Spiele und Wettbewerbe gibt, versuchen die Menschen, für sich das beste Ergebnis dabei herauszuschlagen - nicht selten auch mit unlauteren Mitteln. Die Bandbreite reicht von der kleinen Würfel-Mogelei bei "Mensch-ärgere-Dich-nicht" bis hin zu Doping und Schiedsrichter-Bestechung im Profi-Sport. Auch bei Computer- und Videospielen ist das "Cheaten" (auf deutsch: mogeln, betrügen) eine zwar verpönte, aber dennoch sehr beliebte Methode, sich den Weg zum Sieg etwas einfacher zu gestalten. Die Methoden sind dabei ebenso vielfältig wie die Beweggründe der Cheater.

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Warum wird gecheatet?

Anti-Cheat-Tool "Punkbuster" (Bild: Punkbuster.com)Anti-Cheat-Tool "Punkbuster" (Bild: Punkbuster.com)Bei Solo-Spielen mag es die Neugier sein, möglichst schnell zu wissen, wie die Story endet - vergleichbar mit einem Roman-Thriller, bei dem man die letzten Seiten zuerst liest. Häufig steckt auch das Verlangen nach dem schnellen Erfolg ohne Anstrengung dahinter, auch wenn dieser eigentlich mit Selbstbetrug einhergeht, da der Erfolg hier keine Belohnung für die Anstrengung ist. Das Gros der Spieler wird die zahlreich vorhandenen Cheat-Datenbanken im Internet aber vor allem dann konsultieren, wenn sie an einer Stelle partout nicht weiterkommen, aber trotzdem das Spiel bis zum Ende durchzocken möchten. Ganz andere Dimensionen hat Schummeln in Multiplayer-Spielen. Dabei mag sich der Cheater zwar kurzzeitig als "Superheld" fühlen. Aber er belügt sich beim Schummeln nicht nur selbst, sondern stört auch das Gemeinschaftserlebnis der Mitspieler. Denn der ehrliche Wettbewerb, zu dem eigentlich jeder mit den gleichen Voraussetzungen antreten sollte, ist dank seiner Bemühungen ad absurdum geführt. Entsprechend geächtet werden solche Spieler in den Online-Communities, die sich rund um Games wie World of Warcraft (Blizzard) oder Counter-Strike (Valve) gebildet haben.

Cheaten in den Achtzigern

In den Computerspielen der ersten Generation war das Mogeln oft noch recht einfach. Wer beispielsweise im Adventure-Klassiker Leisure Suit Larry in the Land of Lounge Lizards (Sierra, 1987) sein Bankkonto so richtig auffüllen wollte, musste nur im Spielcasino nach jedem Gewinn abspeichern und den Spielstand nach einer Pechsträhne neu laden. Doch auch damals schon gab es findige Zocker, die sich tief in die Bits und Bytes von Spielen hineinwühlten und diesen mit Hex-Editoren die letzten Geheimnisse entlockten. Nur durch eine Änderung eines Hexadezimalwertes in einem Spielstand war es unter anderem in der Wirtschaftssimulation Der Patrizier (Ascaron, 1992) möglich, alle finanziellen Sorgen hinter sich zu lassen. Auch Tomb Raider-Lady Lara Croft (Eidos) kann über solche Savegame-Manipulationen mit unendlich viel Munition für ihre Uzi versorgt werden.

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Hilfsmittel der Entwickler

Die meisten Computerspiele enthalten von Anfang an so genannte Cheats. Diese sind aber ursprünglich keineswegs als Schummelhilfen gedacht, sondern dienen Entwicklern und Testern vor allem dazu, im Spiel ganz schnell zu einem bestimmten Punkt springen zu können, um Software-Fehler aufzuspüren. Warum sollte man beispielsweise auf dem Weg zu einem Bug erst zeitaufwändig ein ganzes Labyrinth durchqueren und Monster erledigen, wenn man sich mit einem "Unverwundbarkeits"-Cheat gegen Angriffe schützen oder gar durch Wände hindurch schnurgerade zum Ziel gelangen kann? Während man normalerweise im Spiel eine Aufgabe nach der anderen lösen soll, um sich nach und nach bis zur Endsequenz vorzuarbeiten, erleichtern sich Entwickler die Arbeit, indem sie Möglichkeiten vorsehen, jeden Level des Spiels gezielt anzuwählen. Oder sie implementieren Codes, mit denen alle Gegenstände sofort verfügbar sind, die sich der Spieler erst mühsam freischalten muss.

Mit einem Wort unverwundbar

Um Cheats in einem Spiel zu nutzen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Besonders bei Ego-Shootern wie Quake 4 lässt sich oft über eine "geheime" Tastenkombination (zum Beispiel Strg-Alt-^) ein Menü öffnen, in dem man vielerlei Einstellungen von der Anzeige der Frame-Rate bis hin zum Gott-Modus (Unverwundbarkeit, alle Waffen und unbegrenzte Munition) vornehmen kann. Die Cheat-Aktivierung erfolgt in der Regel durch die Eingabe eines Codeworts oder - bei Konsolenspielen - über eine bestimmte Gamepad-Tastenfolge. Nach dem Eintippen des Wortes "killmonsters" ist man in besagtem Quake 4 beispielsweise alle Gegner auf einen Schlag los und kann sich in aller Ruhe die Architektur des Levels anschauen.

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Tricks auch für Sportler und Strategen

Auch Sport- und Strategie-Games erlauben Manipulationen durch den Spieler. In der Renn-Simulation Grand Prix Legends (Sierra, 1998) ließen sich die Einstellungen für die Fahrer in der Datei "Driver.ini" mit Hilfe eines simplen Texteditors nahezu beliebig anpassen. Microsofts aktuelles Fantasy-Echtzeit-Strategical Rise of Legends bietet bereits im Startmenü jede Menge Einstellungsmöglichkeiten - dazu kommen Cheats, die sich mitten im Spiel durch Drücken der Enter-Taste und die Eingabe eines Codeworts aktivieren lassen. Auf diese Weise kann man wie in vielen anderen Strategietiteln auch unter anderem den "Fog of War" ("Nebel des Krieges": Noch nicht aufgeklärte Kartenbereiche sind verdeckt) abschalten, um zu sehen, wo der Gegner lauert. Eine Sonderstellung nehmen die so genannten "Bug-Cheats" ein: Hier gelingt es Spielern, Programmierfehler im Code zu ihrem Vorteil auszunutzen. So geschehen beispielsweise in Command & Conquer: Generals (Electronic Arts, 2003), wo sich aufgrund des in der C&C-Community berüchtigten "Scud-Bugs" bereits halbfertig gebaute Scud-Stürme mit einer besonders hohen Feuerrate einsetzen ließen.

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