Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Seifen-Opern auf dem PC (Teil 2)

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Episoden-Games  

Seifen-Opern auf dem PC (Teil 2)

19.10.2007, 17:17 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Half-Life 2: Orange Box (Bild: Valve / Montage: T-Online)Half-Life 2: Orange Box (Bild: Valve / Montage: T-Online)Einen etwas anderen Weg haben Valve, die Entwickler des äußerst erfolgreichen Ego-Shooters Half-Life 2, gewählt. Nach über 18 Millionen weltweit verkauften Spielen erweitern die findigen Programmierer die Marke Half-Life im Dreimonatstakt. Im Juni 2006 erscheint Half-Life 2: Episode 1 für den PC. Dabei handelt es sich zwar um ein absolut eigenständiges Spiel, allerdings wird der Titel lediglich für 20 Euro angeboten und bietet auch "nur" eine recht kurze Einzelepisode, die die Handlung des Hauptprogramms ergänzt und offen gebliebenen Fragen zumindest zum Teil beantwortet.

Spiele-Magazin Traumberuf Profispieler
Spiele-Magazin Droge Online-Spiele
Spiele-Magazin Girls in Games
#
Schon gemerkt? Mit einem Doppelklick auf jedes beliebige Wort im Artikel gelangen Sie jetzt direkt zum passenden Wikipedia-Eintrag. Klicken Sie sich schlau!
#
Rectangle
#

Geldschneiderei oder Sparpreis?

Bei einer Spielzeit von fünf bis sechs Stunden ein vergleichsweise teurer Spaß. Dennoch sieht sich Eric Johnson, Projektmanager bei Valve, in dem Gesamtkonzept bestätigt: "Dank der neuen Episodeneinteilung können wir das Spiel wesentlich dynamischer und intensiver gestalten. Das Team kann sich somit auf einen einzelnen Teil konzentrieren und muss sich keine Gedanken darüber machen, diese Episode womöglich mit einer anderen zu verknüpfen." Half-Life: Episode 1 stellt Figuren aus dem Hauptprogramm näher vor, spielt aber über weite Teile in dem gleichen Szenario wie sein Vorgänger. Dennoch spricht besonders bei diesem Titel die Qualität für sich. Spannungsgeladen wie Half-Life 2 überzeugt auch die erste Episode mit durchdachtem Spielablauf und toller Atmosphäre. Trotz des happigen Preises von 20 Euro werden Spieler daher mit einem wirklich gelungenen Titel belohnt.

Nur ein Add-On?

Zwei neue Charakterklassen, ein neuer Kontinent, überarbeitetes Kampfsystem, brandneue Waffen, Gegner, Gegenstände und vieles mehr: An der MMORPG-Front (Massive Multiplayer Online Rollenspiel) geht es zur Sache. Das frisch erschienene Erweiterungsspiel Factions erweitert die World of Warcraft-Alternative Guild Wars um viele attraktive neue Features. Doch der Begriff "Erweiterung" (der englische Fachbegriff dazu lautet Add-On) ist an dieser Stelle irreführend. Schließlich benötigt man das Hauptprogramm nicht, um Guild Wars: Factions zu spielen. Der Clou: Im Gegensatz zu World of Warcraft fallen keine Abo-Zusatzkosten an. So bezahlt der Spieler einmalig 40 Euro für den Kauf des Programms und kann dann so lange online zocken, wie er möchte. Die Serverkosten werden ausschließlich aus dem Verkauf der Spiele bestritten.

Download Trailer zu "Guild Wars: Factions"
Downloads Trailer-Galerie zu "Guild Wars"

Nur im Netz erhältlich

In Kooperation mit Valve und deren Online-Portal Steam entwickelten die Programmierer von Ritual Entertainment den Ego-Shooter Sin. Dieser eher durchschnittliche Titel kann für 15 Euro lediglich online über Steam herunter geladen werden. Auf diese Weise spart sich der Entwickler natürlich sonst recht heftig ins Kontor schlagenden Vertriebs- und Verpackungskosten.

Fazit

Viele Branchenexperten gehen davon aus, dass zukünftig immer mehr Titel per Download und in Episoden aufgeteilt verkauft werden. Für den Publisher hat das gleich mehrere Vorteile. Zum einen werden so die Entwicklungs- und Produktionskosten gesenkt, zudem fließen zumindest bei prominenten Spiele-Serien, die auf eine große Fanbasis zurückgreifen können, kontinuierlich Einkünfte in die Firmenkasse. Bleibt zu hoffen, das die gesparten Ausgaben den Käufer zugute kommen, entweder durch günstigere Preise oder durch einen besseren Service und Gratis-Inhalte Von Spieler-Seite aus gesehen stellt sich das Ganze zwiespältiger dar. In sich geschlossene, kürzere Game-Parts lassen sich auch mit reduziertem Zeitbudget zocken. Ein richtiges Eintauchen in die Spiele-Welt ist mit diesen Instant-Game-Häppchen aber wohl nicht mehr möglich, und so muss man sich schon fragen, ob man für sein Geld einen passenden Gegenwert geliefert bekommt. Zudem verliert der Spieler die Herrschaft über die Dramaturgie des Spielens und ist der Steuerung durch Entwickler und Publisher ausgeliefert.

>> Zurück zur Seite 1 von "Spiele im Serienformat"

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


Anzeige
shopping-portal