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Gamer-Girls  

Wenn Frauen spielen

19.10.2007, 17:18 Uhr | Medienagentur plassma / as, t-online.de

Bild: bw.femaleBild: bw.female Noch immer werden sie belächelt und mit Vorurteilen überschüttet: Frauen, die am Computer oder der Konsole spielen. Zugegebenermaßen bilden sie noch immer eine kleine Gruppe in der von Männern dominierten Spiele-Szene. Doch es werden täglich mehr Frauen, die sich für das Hobby "Gaming" entscheiden und teilweise sogar in das Profilager der so genannten "e-Sportler" wechseln. Was genau treibt diese Frauen an und wie sehen sie ihre Rolle zwischen all der männlichen Konkurrenz? Gibt es Diskriminierungen? Spielen weibliche Zocker schlechter als Männer? Die Antworten darauf sind teilweise verblüffend.


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Zeit der Entspannung

Bild: bw.femaleBild: bw.female Die Zahl der Frauen, die in ihrer Freizeit vor dem PC sitzen, ist in den vergangenen Jahren um mehrere hundert Prozent angestiegen. Dies geht aus einer Untersuchung des Allensbacher Instituts für Demoskopie hervor. Dennoch wird die Welt der Computer- und Videospiele nach wie vor von Männern dominiert. Diese sind oftmals noch im Glauben, dass spielende Frauen sich meist nur oberflächlich mit der Materie beschäftigen und zu kunterbunten Hüpfspielen wie "Super Mario" oder der beliebten Lebens-Simulation "Die Sims" greifen. Das dies nicht unbedingt der Wahrheit entspricht, zeigt bereits das Beispiel von Ivonne Winkler. Ivonne ist 35 Jahre alt und arbeitet tagsüber als Steuerfachangestellte im Büro. Sie selbst bezeichnet sich als Gelegenheitsspielerin, die es aber auch ruhig mal etwas härter mag. "Mein aktueller Favorit ist noch immer 'Stronghold 2'. Zwar liebe ich den ruhigeren Aufbaupart, doch wenn es zur Schlacht kommt, gebe ich den Jungs Saures." Ein guter Ansatz, um den überholten Vorurteilen der Männerwelt gegenüberzutreten? Vielleicht nicht, aber es zeigt deutlich, dass es auch Mädels gibt, die am PC kräftig austeilen.

Gemeinsam sind sie stark

Bild: bw.femaleBild: bw.female Wie gut sie das können, beweist unter anderem der "Counter-Strike"-Clan bw.female (Baden-Württemberg Female). Hier haben sich Spiele-begeisterte Frauen zwischen 17 und 25 Jahren gesucht und gefunden, um gemeinsam gegen andere Teams anzutreten - oftmals auch Männer. Erfolgreich sind sie, denn immerhin belegte der Clan bei der DLM (Deutsche Länder-Meisterschaft) einen respektablen sechsten Platz. Doch wie sind sie eigentlich zum Spielen gekommen - dazu noch einen Ego-Shooter? Clan-Leaderin Tanja Duwe, Spitzname "bw.female | z0e", erklärt: "Ich spiele seit ich 14 bin Counter-Strike. Dazu gekommen bin ich durch meinen damaligen Freund; erst auf privaten Netzwerk-Partys, später dann auch im Internet." Der Weg zum Spielen über den männlichen Lebensgefährten? Kein seltener Fall und oftmals der erste Berührungspunkt von jungen Frauen mit der Spielewelt. So auch bei Christine Linhart (bw.female | De$t!ny): "Schuld daran ist, wie wahrscheinlich bei den meisten Mädels, ein Mann. Mein Freund hat irgendwann angefangen zu zocken, ich habe es probiert und wurde süchtig!".

Der Kampf mit den Vorurteilen

Es gibt also Frauen, die mit Begeisterung spielen und nicht minder engagiert bei der Sache sind als ihre männlichen Kollegen - und das mit ebenso viel Erfolg. Doch die alten Klischees hängen bei vielen männlichen Zockern noch im Kopf. Mit ihnen haben die weiblichen Spieler zu kämpfen, wie die zweite Leiterin des Clans, Sasija Neumann (bw.female | akasha) zu berichten weiß: "Oftmals werden wir schon im Vorfeld als schlechte Spieler betitelt. Wenn das Match dann zu unseren Gunsten steht, werden die jüngeren männlichen Kontrahenten meist auch beleidigend oder sogar sehr ausfallend." Gleichzeitig schränkt sie aber auch ein. "Einige junge Ladies wollen gleichberechtigt behandelt werden, aber wenn es darauf ankommt, tun sie so, als wären sie das kleine unschuldige Mädchen. Genau das ist der Fehler und der Grund, warum die Männer es oftmals als negativ ansehen, wenn Frauen mit im Team sind." Es zeichnet sich also eine Angst der Männerwelt vor (spiel-)starken Frauen ab. Zunächst verschießen sie ihre Vorurteile, und wenn diese nicht zutreffen, folgen leider nicht selten wüste Beleidigungen und Beschimpfungen.


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Zockerweibchen sind hässlich!?

Ein ebenfalls weit verbreitetes Vorurteil über die weibliche Spielerriege ist das Aussehen. "Wenn sie gut spielen, sind es Mannweiber". Sprüche wie diese fallen mehr als einmal, wenn man junge Clan-Mitglieder zu dem Thema befragt - männliche wohlgemerkt. Auch hier treten die Mitglieder von bw.female eindrucksvoll den Gegenbeweis an. Dort findet man durch die Bank hübsche Frauen. Sicherlich mag es wie bei den Männern auch Gegenbeispiele geben, doch das einfältige Klischeedenken sollte mittlerweile endlich aus der Szene verschwinden. Allerdings ist diese Engstirnigkeit meist bei jüngeren männlichen Vertretern zu finden. Sasija bestätigt: "Die ältere Generation hingegen hält sich in den meisten Fällen diskret zurück und ist auch oft sehr nett."

Fazit

Frauen sind eindeutig auf dem Vormarsch und nicht aufzuhalten - gut so. Von den Gelegenheitsspielerinnen bis hin zu organisierten Clans ist nahezu jede Gruppe vertreten und beweist, dass die Welt der Spiele keine Männerdomäne mehr ist. Klischees und Vorurteile sind aktuell die einzigen Hindernisse auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Zockergeschlechter, doch der Umbruch ist bereits in vollem Gange.

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