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Silver Gamer  

Rüstige Jäger des Highscore

19.10.2007, 17:20 Uhr | Richard Löwenstein / vb, t-online.de

Barbara St. Hilaire (Bild: T-Online)Barbara St. Hilaire (Bild: T-Online)Da ist nichts seniles dran, wenn die 70-jährige Barbara St. Hilaire aus Cleveland in Ohio ihrem Ärger Luft macht. Sobald Barbara den Videospiele-Controller in die Hand nimmt, lässt sie die nette Oma hinter sich und wird zum Überlebenskämpfer. Im Zombie-Schocker Resident Evil 4 führt sie den kantigen Leon vorbei an modernden Untoten. Und wehe, wenn das junge Ding an einer Grafikkante hängen bleibt. Dann lässt Barbara Flüche ab, die hört man sonst nur in Gangster-Filmen. So was sagen ergraute Mütterchen sonst doch nicht, oder?


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Zelda war der Auslöser

Barbara St. Hilaire (Bild: T-Online)Barbara St. Hilaire (Bild: T-Online)Barbara ist eine Daddel-Dame, die in ihrem Videospiel aufgeht. Sie trägt viermal bis fünfmal so viele Jahre auf dem Buckel wie die Menschen der Generation, denen weniger Eingeweihte sonst gern den Umgang mit Games nachsagen. Barbara macht als "Old Grandma Hardcore" die Runde, seit Enkel Timothy sie im gleichnamigen Weblog portraitiert. Barbara macht auch vieles von dem, was ergraute Frauen eben so tun. Sie malt, spielt Skat, sammelt Porzellanpüppchen. Doch seit Zelda auf der NES-Konsole hat sie eine weitere Passion für sich entdeckt. Jetzt stehen Gamecube, Playstation 2 und Xbox neben ihrem Fernseher. Resident Evil 4 hat sie durchgespielt, wie die meisten der gut 25 Spiele, die sie besitzt. Jetzt will sie das Actiongame God of War im härtesten Schwierigkeitsgrad bezwingen.

Boomende Senioren

Dass Videospiele nur Kids und Jugendliche faszinieren können, stimmt heute weniger denn je. Die Generation "50 Plus" ist die am stärksten wachsende Zielgruppe in der Branche. Das belegt eine Studie, die der US-Spieleverband "Entertainment Software Association" (ESA) im vergangenen Jahr veröffentlicht hat. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass knapp 20 Prozent aller US-Amerikaner über 50 Jahren sich zumindest hin und wieder mit Gaming die Zeit vertreiben. 1999 waren es nur neun Prozent. Jeder zweite Video- und Computerspieler aus der befragten Gruppe geht außerdem davon aus, dass er sich in zehn Jahren noch mindestens genau so begeistert dem Hobby hingibt wie heute.

Was spielen Senioren?

Backgammon (Bild: Microsoft)Backgammon (Bild: Microsoft)Electronic Arts hat im Frühjahr 2006 durch die Marktforscher von Infratest TNS klären lassen, wie alt Videospieler in Deutschland denn nun tatsächlich sind. Das Ergebnis deckt sich mit dem, was die ESA ein Jahr zuvor für die USA analysierte - und birgt eine echte Überraschung. 45 Prozent aller Gamer sind zwischen 30 und 49 Jahre alt, 12 Prozent haben ein halbes Jahrhundert hinter sich gebracht. Weit über die Hälfte aller Gamer steht also mitten im prallen Leben. Was die Zielgruppe über 50 Jahren spielt, klärt die Umfrage ebenfalls. Fightgames sind es eher nicht, und mit ihrer Vorliebe für Survival-Horror nimmt Barbara St. Hilaire offenbar eine Sonderstellung ein. Stattdessen werden eher Renn- und Strategiespiele oder Flugsimulationen gespielt, meist alleine.

Doch nur was für Kids?

Die Redaktion der Senioren-Webseite "Feierabend.de" analysiert noch ein bisschen mehr im Detail. Bereits vor einem knappen Jahr wurde den Lesern unter der Überschrift "Computerspiele - doch nur etwas für Kinder und Jugendliche?" geschildert, weshalb gerade ältere Menschen von Computerspielen profitieren. Gaming diene in erster Linie dem Training von Hand-Auge-Koordination, der Aufmerksamkeitssteuerung und Konzentration. Und es wird bestätigt, was erfahrene Gamer allemal wissen: Dass Videospiele positive Auswirkungen auf Reaktionszeiten und die visuelle Wahrnehmung des Menschen haben. Interessanter sind die Ergebnisse der mit dem Artikel verknüpften Umfrage.

Was Rentner spielen

Von den 1558 Teilnehmern mochten sich knapp 40 Prozent nicht als Gamer outen, aber 60 Prozent der Senioren lassen sich durchaus von PC und Konsolen unterhalten. Die meisten mögen es gediegen: Nur ein Prozent der Befragten bevorzugt laute Spiele, vier Prozent mögen Glücksspiele, acht Prozent zocken alles, knapp 50 Prozent bevorzugen eher leise und gemächliche Spiele. Das deckt sich mit einer aktuell durchgeführten Umfrage, die den Vorlieben betreffend Internet-fähiger Games auf den Grund geht. Demnach rangieren Umsetzungen von Gesellschafts- und Kartenspielen hoch oben in der Gunst, also Schach, Solitär und Konsorten. Nur 27 Prozent der Älteren können der Chance gar nichts abgewinnen, per Internet-Gaming Kontakte zu anderen Menschen herzustellen.

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