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Sportspiele: Kommerz contra Spielspaß (1/2)

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Kommerz contra Spielspaß  

Lizenz zum Spielen (1/2)

01.01.2008, 01:00 Uhr | Richard Löwenstein / kro / jr, t-online.de

Streit um Spiele-Lizenzen (Bild: T-Online)Streit um Spiele-Lizenzen (Bild: T-Online)Wo Sport getrieben wird, wird gekämpft. Und zwar mit allen Mitteln, da häufig viel Geld auf dem Spiel steht. Das gilt auch für Videospiele, wie der Konflikt zwischen den alljährlich erscheinenden Fußball-Spielen Pro Evolution Soccer und Fifa zeigt. Die Kontrahenten - Konami und EA - zählen zu den Muskelprotzen in der Szene. Es geht um Namen, Wappen und Marken, um Realismus und um die Online-Anbindung an die weltweite Fangemeinde. Doch was ist wirklich ausschlaggebend dafür, dass bei Fußballfans, die zuhause um den Sieg kicken, sportlicher Kitzel aufkommt? Braucht man dafür teure Original-Lizenzen, setzt man besser auf ein realistisches Gameplay oder gibt die Art und Weise der Bedienung den Ausschlag dafür, dass Stadion-Stimmung im Wohnzimmer aufkommt?

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Detailtreue statt Lizenz

Pro Evolution Soccer 2008 (Bild: Konami)Pro Evolution Soccer 2008 (Bild: Konami)Authentisch zu sein, diesen Anspruch haben die meisten Games. Doch dafür gibt es Hürden. Dass zum Beispiel Konamis Action-Kick Pro Evo Soccer ohne eine authentisch nachgebildete 1. Bundesliga auskommen muss, geht zurück auf die Deutsche Fußball Liga (DFL), die ihr Geld mit dem Betrieb und der Vermarktung des Profi-Fußballs verdient. Die DFL hat die Videospiel-Rechte für viel Geld exklusiv dem Publisher Electronic Arts übertragen und wacht darüber, dass niemand den Spielbetrieb der höchsten deutschen Fußballklasse - auch nicht mit verfremdetem Spielernamen und Logos - nachbaut. Wer in einem aktuellen Videospiel um die Meisterschaft in der Bundesliga kämpfen will, muss daher zur Fifa-Reihe greifen. Doch Konami macht aus der seit Jahren virulenten Lizenz-Not eine Tugend und setzt bei Pro Evolution Soccer auf ein höchst realistisches Gameplay mit korrekter Ballphysik. Dass die Gesichter der Spieler, die Trikots und Vereinswappen - sieht man von den mitgelieferten europäischen Ligen und Nationalteams ab, für die Konami die Rechte hat - erfunden sind, fällt bei dieser Prioritätensetzung nicht wirklich ins Gewicht. Fußball-Simulations-Profis schätzen viel mehr die akkurate Steuerung und die realistische Darstellung.


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Bestmögliches Training

Fifa 08 (Bild: Electronic Arts)Fifa 08 (Bild: Electronic Arts)Die Frage, ob die oft nur marginalen, sich in Änderungen an Optik- und Physik-Engine sowie dem Nachbilden von Spielerwechseln erschöpfenden Retuschen zwischen zwei Sportspiel-Jahrgängen Grund genug sind, für den aktuellen Jahrgang des Games Geld auszugeben, stellt sich für diese Klientel nicht. Auch dass das Spielprinzip dasselbe bleibt und man mit Hilfe von Editoren die aktuellen Kader und Teams in der Liga in Handarbeit nachbauen (oder sie sich bereits nach kurzer Zeit als Download aus Fan-Foren im Internet ziehen) kann, ist für Hardcore-Fans und in der eSport-Szene aktive Sportsimulations-Profis kein wirkliches Gegenargument. Man verweist hier darauf, dass man die bestmögliche - sprich aktuellste - Spiele-Software braucht, um bei Wettbewerben oder Online-Matches gegeneinander antreten zu können. Gerade bei den Matchmaking- und Online-Funktionen würden die Hersteller an Verbesserungen feilen und neue Optionen ins Spiel bringen, die mit dem Vorjahres-Jahrgang nicht zu realisieren seien.

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Lizenzen beeinflussen Kaufentscheidungen

Madden NFL 08 (Bild: Electronic Arts)Madden NFL 08 (Bild: Electronic Arts)Nichtsdestotrotz sind Original-Lizenzen zu einer wichtigen Waffe im Kampf um Marktanteile für Unterhaltungs-Software geworden. Martin Lorber von Electronic Arts erklärt, warum: "Unser Publikum hat sich in den letzten Jahren stark vergrößert, gleichzeitig ist die Darstellung in den Spielen realistischer geworden. Dadurch hat sich die Erwartungshaltung geändert. Gerade zu einem realistischen Sportspielerlebnis gehören für viele eben auch die bekannten Namen und Gesichter". Und die kriegt nur, wer sie lizenziert, was sehr teuer ist: Für wertvolle Lizenzen bezahlen Spiele-Hersteller schon mal zwischen 7 bis 17 Prozent vom Gesamt-Umsatz des Spiels. Doch das Ganze lohnt sich, betrachtet man die Spiele-Charts beim alljährlichen Mode-Wechsel im Herbst. Und so setzt Branchenführer EA gezielt darauf, mit den Updates seiner Sportspiele - Madden NFL (American Football), Fifa (Fußball), NBA (Basketball), NHL (Eishockey) und Tiger Woods PGA Tour (Golf) - die veränderten Konstellationen in den jeweiligen Ligen abzubilden und dem Aktualitätsbedürfnis der Sportfans nachzukommen.

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Der Kitzel der Innovation

Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen (Bild: Nintendo)Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen (Bild: Nintendo)Neukunden anzulocken, gelingt mit diesem Konzept freilich nur schwer. Wer einfach nur gelegentlich eine Runde am Bildschirm bolzen will, ist auch mit älteren Fifa-oder Pro Evo-Jahrgängen gut bedient, die beide dem Spieler das Gefühl vermitteln, für das Geschehen auf dem Platz verantwortlich zu sein. Einziger Ausweg: Bei Neuanschaffungen die Kundschaft mit dem Kitzel der Innovation zu locken; etwas zu bieten, was so vorher noch nicht da gewesen ist. Das schafft Nintendo mit seinem Wiimote-Controller für die Wii-Konsole recht gut. Die Spieler per Gesten-Steuerung über das Spielfeld zu scheuchen wie bei der Wii-Adaption von Pro Evolution Soccer 08 oder wie im Fall von Segas Comic-Sportgame Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen über den Leichtathletik-Parcours zu bewegen, ist auch für Ungeübte schnell ein großer Spaß. Das Ganze fällt dann aber auch eher in die Kategorie "angenehmer Zeitvertreib", der nicht unbedingt durch sportlichen (Ranglisten-)Ehrgeiz auf die Spitze getrieben wird.

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