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Deutschlands Daddler

19.10.2007, 17:21 Uhr | as, t-online.de

Von Christian Stöcker

Gamer sind jung, pickelig, blass, kontaktscheu und potentiell gewalttätig - so will es das Klischee. Die Wahrheit sieht vollkommen anders aus, zeigte eine großangelegte Studie, die SPIEGEL ONLINE vorstellt - samt einem tiefen Blick in die Kühlschränke deutscher Daddler.

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Klischee: Fettige, ungewaschene Haare

Bild: SPIEGEL ONLINEBild: SPIEGEL ONLINEDas Klischee ist so alt, dass es fast schon riecht. Wie eine unter dem PC-Tisch vergessene Pizza zum Beispiel. Oder ein acht Tage lang ununterbrochen getragenes Band-T-Shirt. Oder fettige, ungewaschene Haare. Ein Videospielfan, sagt das Klischee, ist eben so: ein müffelnder, blasser, pickeliger, kontaktscheuer Teenager männlichen Geschlechts, blass, ungesund und leicht speckig um die Hüften von den vielen Kohlenhydraten. Man weiß längst, dass Gamer dieser Welt zum Beispiel auch mal über 60 sein können, dass sie oft hoch gebildete, an Welt und Gesellschaft interessierte, kontaktfreudige Menschen sind. Wie genau Deutschlands spielendes Volk tatsächlich aussieht, zeigt nun eine auf repräsentativen Daten basierende Studie. Tausende von Menschen im ganzen Land wurden befragt, ein paar ausgewählte auch zu Hause besucht, um herauszufinden, wer das denn eigentlich ist, der deutsche Gamer. Heute wird die Studie "Spielplatz Deutschland" bei den Münchner Medientagen vorgestellt.

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Blick in die Küchen und Wohnzimmer

Bild: SPIEGEL ONLINEBild: SPIEGEL ONLINEDie Werbeagentur Jung von Matt/next hat in Zusammenarbeit mit dem Spiele-Publisher Electronic Arts und dem SPIEGEL-ONLINE-Kooperationspartner "GEE" Scouts in die Wohnzimmer und Küchen der Daddler Deutschlands geschickt. Herausgekommen ist ein umfassendes, und dann eben doch ziemlich überraschendes Bild all jener, die in Deutschland gerne am Bildschirm spielen. Mit einer Einschränkung: Erfasst wurden nur Menschen über 14 - die Erkundung der Welt der präpubertären Spielefans bleibt somit weiterhin Eltern und Lehrern überlassen.

Fünf verschiedene Typen

Fünf Gamer-Typen haben die Datensammler von Jung von Matt/next ausgemacht: Freizeit-, Intensiv-, Gewohnheits-, Denk- und Fantasiespieler. Sogar einen Blick in ihre Kühlschränke durften die Scouts werfen. Die ersteren, die Freizeitspieler, stellen mit einem Anteil von über 50 Prozent die größte Gruppe und - für manchen vermutlich schon die erste Überraschung - sind im Schnitt 44 Jahre alt. Die zweite Überraschung: Die Hälfte der Mitglieder dieser Gruppe ist weiblich.

Deutscher Mainstream

Freizeitspieler haben einen Job, spielen nur gelegentlich, wenn es andere Aktivitäten, etwa mit der Familie, zulassen. Meistens nutzen sie dazu einen PC, auf dem dann Renn- und Sportspiele laufen. Ein Blick in die Wohnzimmer dieser Gruppe ist ein Blick in den deutschen Mainstream: terrakottafarbene Sofas, Souvenir-Bierkrüge, Ferrari-Modelle - und im Arbeitszimmer steht ein PC, an den sich beispielsweise Papa zurückzieht, wenn Mama auf der Couch sitzt und sich Telenovelas ansieht. Aber: Er schämt sich auch ein bisschen für sein Hobby, und spricht in Gesellschaft Erwachsener nicht so gern darüber.

Generation Spieler

Die zweitgrößte Gruppe ist mit 24 Prozent die der Gewohnheitsspieler - Menschen, für die das digitale Spielen schon seit vielen Jahren zum Alltag gehört. Sie sind heute um die 30, haben aber schon im Kindesalter mit C64 oder Atari 2600 Aliens bekämpft und Labyrinthe durchwandert. Diese Gruppe ist die erste Generation, der das Thema Gaming nicht mehr peinlich ist - während ältere PC-Spieler ihr Hobby lieber nicht in der Öffentlichkeit diskutieren, stellen Gewohnheitsspieler ihre Konsole schamlos ins Wohnzimmer.

Gar nicht peinlich: Am Wochenende daddeln

Freunde versammeln sich am Wochenende um den Fernseher - nicht nur für Videoabende, sondern auch mal, um sich bei einer Runde "Quake" oder "Need for Speed" gegenseitig zu beharken. Der Gewohnheitsspieler ist der Traum eines jeden Werbers: Er hat ein relativ hohes Einkommen, gibt das auch gerne aus, zum Beispiel für Unterhaltungselektronik, er liest Zeitung, interessiert sich für gutes Essen und Literatur. Das, glaubt man bei Jung von Matt/next, haben Deutschlands Werbetreibende aber noch nicht verinnerlicht. Am nächsten kommt dem eingangs skizzierten Klischee der Intensivspieler - der sich selbst vermutlich eher als Hardcore-Gamer bezeichnen würde. Er interessiert sich für alle Genres, lässt sich durch komplizierte Menüs und Benutzeroberflächen nicht abschrecken - und investiert mehr Zeit ins Spiel als alle anderen. Das kann er auch, denn die meisten Intensivspieler sind maximal Anfang 20 und noch in der Ausbildung - keine andere Gruppe hat so viel Zeit zum Spielen. Vom Shooter bis zum epischen Strategiespiel, von der Pixelrallye bis zur Fußballsimulation ist ihm kein Genre fremd.

>>Weiter zu Teil 2 von "Deutschlands Daddler"

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