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Totale Freiheit in Spielen  

Eine Welt für Dich

19.10.2007, 17:22 Uhr | Medienagentur plassma / as, t-online.de

Grand Theft Auto  (Bild: Take 2)Grand Theft Auto (Bild: Take 2)Jeder Spieler kennt die Situation: Man verlässt das Haus. Organisiert sich eine Pistole. Stiehlt den nächsten Wagen. Und macht sich auf den Weg zur nächsten Telefonzelle, wo man einen neuen Auftrag bekommt. Ganz klar, diese Szene könnte glatt aus GTA San Andreas stammen. Das Spielprinzip dahinter nennt sich "Free-Roaming" oder "Sandbox". Gerade der letzte Begriff beschreibt die Idee hinter GTA sehr treffend: Der Spieler kann wie ein kleines Kind im Sandkasten so richtig buddeln, erkunden und mit allerlei Gegenständen herumspielen. Kurzum: So richtig viel Spaß haben! Doch was steckt hinter Sandbox-Titeln? Was macht die Faszination aus, und wo liegen die Gefahren?

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Vom Tellerwäscher zum Paten

GTA: Sand Andreas (Bild: Rockstar North)GTA: Sand Andreas (Bild: Rockstar North)Wenn man einen Durchschnittspieler nach einer Definition für ein Free-Roaming- oder Sandbox-Game fragt, kommt meist: „Naja, so wie Grand Theft Auto!“. Kein Wunder, machte die Gangster-Reihe das Spiel mit der totalen Freiheit doch erst salonfähig. Dabei galt Grand Theft Auto anno 1997 eher als Insider-Tipp denn als Hit-Kandidat. Aufgrund der gewöhnungsbedürftigen Vogelperspektive und der unübersichtlichen Menüs konnten sich nur wenige Gamer für den Titel erwärmen. Ganz anders 2001: Da platzte mit GTA 3 die Bombe. DMA Design (später Rockstar North) überraschte Spieler und Kritiker gleichermaßen mit einem noch nie da gewesenen Spielerlebnis. Der pure Umfang, die Bahn brechende Technik und viele innovative Ideen machten aus GTA 3 einen Megahit. Noch bis heute gilt es als erfolgreichstes Playstation-2-Spiel aller Zeiten - vor Ikonen wie Gran Turismo 3 oder Metal Gear Solid 3: Snake Eater

Geklont ist halb gewonnen

In den Folgejahren entwickelte Rockstar North das Gameplay hinter Grand Theft Auto weiter: In Vice City etwa konnte man erstmals Immobilien erstehen und mit Rollern, Motorrädern, Flugzeugen und Hubschraubern durch die Gegend düsen. Zudem sorgte ein lizenzierter Soundtrack für die passende 80er-Jahre-Atmosphäre. San Andreas entführte den Spieler schließlich ins Ghetto und traf mit coolem Hip-Hop-Sound und ausgebauten Rollenspiel-Elementen zur Charaktererstellung den Geschmack der Fans. Nun konnte sich jeder seine eigene Spielfigur erschaffen: Mal klein und schlank, dann groß, muskulös und mit Tattoos bepflastert. Natürlich musste man auch hier nicht lange auf Klone warten. Als besonders dreist entpuppte sich Saint's Row aus dem Hause THQ, das trotz ordentlicher Ansätze bei den Fans durchfiel. Heißester Anwärter auf die GTA-Krone: Das Action-Game Crackdown von Microsoft verspricht ein Geheimtipp im Sandbox-Bereich zu werden und heimste mit toller Next-Generation-Grafik und vielen Möglichkeiten bereits Vorschusslorbeeren ein.

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Ein Blick zurück

Doch wer glaubt, dass GTA 3 der Anfang alle Sandbox-Träume war, sieht sich getäuscht. Denn bereits die 1984 von David Braben und Ian Bell entwickelte Weltraumsimulation Elite überließ dem Spieler erstaunlich viele Freiheiten. Als Space-Pilot konnte man Handel treiben, die Galaxie erkunden oder sich mit Raumpiraten in Feuergefechten auseinander setzen. Die einzige Vorgabe von Seiten des Spiels lag darin, dass man irgendwann den Rang "Elite" erreichen musste. Ob man dies durch geschickt platzierte Handelsrouten oder brachiale Schlachten erreichte, blieb jedem selbst überlassen. Nachdem sich Elite schnell großer Beliebtheit erfreute, folgten in kommenden Jahren eine ganze Menge Nacheiferer und Sequels: Elite II, Privateer, Freelancer oder X3: Reunion reihen sich in die Schlange ein. Auch Rollenspieler kamen früh in den Genuss großer Freiheit: Die Ultima-Serie von Richard Garriott oder die Elder Scrolls-Reihe warfen den Abenteurer in eine annähernd unbekannte Welt. Dabei konnte man entweder den vorgegebenen Missionen folgen oder das Land auf eigene Faust erkunden. The Elder Scrolls: Oblivion legte im vergangenen Jahr mit einer riesigen Spielwelt, toller Grafik und einer dichten Atmosphäre die Latte für künftige Rollenspiele noch ein Stück höher.

Faszination Freiheit

Viele Spieler kennen das Gefühl: Sie kommen einfach nicht mehr von The Elder Scrolls: Oblivion los. Verlieren sich vollkommen in der Welt von World of Warcraft: Burning Crusade. Warum machen Spiele, die viele Freiheiten bieten, so viel Spaß? Beinahe jeder Mensch besitzt ein experimentierfreudiges Wesen und ist neugierig. In Spielen wie GTA 3 kann jeder eine gigantische Spielwelt erforschen und herausfinden, wo sich die Grenzen dieses Mikrokosmos befinden. Welche Ideen haben sich die Entwickler einfallen lassen? Dem Spieler werden somit kaum künstliche Grenzen gesetzt. Er hat die Möglichkeit, die Ziele so zu erreichen, wie er es für richtig hält. Zudem kann er in der Realität gemachte Erfahrungen auf das Spielgeschehen übertragen. Greift er etwa in der Hauptstadt von The Elder Scrolls: Oblivion einen unschuldigen Händler an, wird er von den Wachen ins Gefängnis geworfen. Ganz ähnlich würde es dem Spieler in der wirklichen Welt ergehen.

Tabubruch inklusive

Auf der anderen Seite besteht die Faszination solcher Spiele aber auch darin, gezielt Regeln zu übertreten. Ein Banküberfall am helllichten Tag? Kein Problem! Einen Sportwagen knacken und damit meterweit über Schanzen springen? Alles schon einmal gesehen. Schließlich haben solcherlei Eskapaden keine Konsequenzen für den Spieler. Geht seine Figur während eines Experiments drauf, genügt ein einfacher Neustart - und schon ist man wieder mittendrin. Trotzdem würde kaum jemand auf die Idee kommen, die in GTA: San Andreas gemachten Erfahrungen in die Realität umzusetzen.

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Freiheit mit Grenzen

Doch besonders die Grand Theft Auto-Serie geriet aufgrund der makaberen Inhalte und der besonders in der englischen Originalfassung exzessiven Gewaltdarstellung immer wieder ins Fadenkreuz der Jugendschützer. Mehr als einmal traf ein Antrag auf Prüfung der Spiele ein. Daher erscheinen auch in Deutschland lediglich zensierte Versionen der Gangster-Simulationen. Dennoch wird Rockstar North noch in diesem Jahr GTA IV für Xbox 360 und Playstation 3 auf den Markt bringen. Besonders kuriose Protestformen wendete der Rechtsanwalt und selbsternannte Jugendschützer Jack Thompson Ende 2006 in den USA an: Er forderte in einer Massen-E-Mail-Aktion an Microsoft-Besitzer Bill Gates die Einstellung der Arbeiten an GTA IV - ohne Erfolg.

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