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Playstation Home  

Öffentlicher Sex ist tabu

19.10.2007, 17:23 Uhr | Golem.de / jr, t-online.de

Home (Bild: Sony)Home (Bild: Sony)Mit der Playstation 2 liegt Sony mit weltweit mehr als 100 Millionen verkauften Exemplaren und einem Marktanteil von mehr als 60 Prozent uneinholbar in Front. Doch die Führungsposition bei den internetfähigen Next-Generation-Konsolen steht für den japanischen Konzern nach einer Serie von Pleiten, Pech und Pannen in Frage. Zeit also für einen Paukenschlag, den Sony mit dem Home-Projekts für die Playstation 3 landen möchte. Home ist eine mit Second Life vergleichbare, interaktive 3D-Online-Spielewelt und soll dazu dienen, eine Community für die PS3 zu erschaffen. Dabei bemüht sich Sony um größtmögliche Seriosität: Pornographie-Skandale und Kindersex-Anklagen wie in Second Life wären für die Japaner der Super-GAU. Deshalb ist Sex in der virtuellen Öffentlichkeit streng verboten. Mit einer ganzen Reihe weiterer Maßnahmen will Sony dafür sorgen, dass Home skandalfrei bleibt.


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Zuhause hat man alle Freiheiten

Home (Bild: Sony)Home (Bild: Sony)In der virtuellen Öffentlichkeit von Home lässt Sony die per Tastatur oder Headset geführten Gespräche von Moderatoren überwachen. Wortfilter sorgen dafür, dass es auch verbal jugendfrei zugeht. Da in den öffentlichen Bereichen der Online-Welt auch externe Video-Streams geladen werden können, denkt Sony über die Einführung eines Altersfreigabe-Systems nach. Damit soll verhindert werden, dass Kinder und Jugendliche mit unangemessenen Inhalten konfrontiert werden. Doch die Karten werden neu gemischt, sobald sich Avatare in den "privaten" Bereich des eigenen Appartements zurück ziehen. Hier beruft sich Sony auf die Privatsphäre der Spieler und will ihnen freistellen, mit welchen Bildern sie ihre Wohnung dekorieren und welche Videos sie sich dort zusammen am Fernseher ansehen. Nick Sharples, Director of Coporate Communications, erklärte auf der Computermesse CeBIT in Hannover, dass man die privaten Räume in Home nicht überwachen wolle. "Wenn sich allerdings ein Nutzer beschwert oder angegriffen fühlt, kann er den Moderator rufen, und dann haben wir verschiedene Sanktionsmöglichkeiten." Doch solange sich niemand beschwere, werde man in den privaten Räumen auch nicht eingreifen oder mithören.

Freunde im Netz

Sonys Home ist im Kern ein "Massive Multiplayer Onlinespiel" (MMOG) ohne Charakterentwicklung und Spielziel. Der Spieler erstellt seinen persönlichen Avatar und erforscht mit dieser Spielfigur in Echtzeit die virtuelle Welt. In öffentlichen Räumen wie der Lobby oder den "Games Space" können sich bis zu 64 Spieler-Avatare zum Chatten, zum Verabreden von Multiplayer-Matches oder zum Spielen einfacher Casual-Games treffen. Wird das Limit übertroffen (die Besuchergrenze liegt in privaten Räumen wegen der gestreamten Multimedia-Inhalte noch etwas niedriger), macht Sony eine neue Instanz auf. Die Avatare gehen aber auch Einkaufen, denn wie bei Second Life steht einem neu geschaffenen Avatar nicht das ganze Angebot an Kleidung oder Möbelausstattung zur Verfügung. Also muss man zusätzliche Kleidung oder Verschönerungen für die Wohnung entweder erwerben - bezahlt werden soll über eine Micropayment-Funktion - oder mit dem Kauf von PS3-Spielen freischalten. So kann der Sing Star-Besitzer beispielsweise ein Sing Star-T-Shirt tragen.

Kontaktaufnahme

Mit anderen Avataren tritt der Home-Besucher auf vier Weisen in Kontakt: Entweder per Gamepad, wobei das Programm bereits nach dem ersten Buchstaben gängige Konversationswörter vorschlägt, so dass sich recht schnell ganze Sätze zusammenstückeln oder wahlweise natürlich auch buchstabenweise formulieren lassen. Zweitens ist die Eingabe von Text über eine optionale Bluetooth- oder USB-Tastatur möglich, wie auch jetzt schon in Verbindung mit dem PS3-Browser. Und drittens lässt sich - ein Headset vorausgesetzt - auch mit dem Gegenüber sprechen. Dann erscheint in der farbigen Sprechblase über dem Avatar statt der Textzeilen ein Broadcast-Symbol. Die vierte Kommunikationsform sind typische Emoticons, also Gesten wie Kopfschütteln, Winken oder auf die Schenkel klopfen. Für die Bedienung fortgeschrittener Funktionen wie der Weltkarte, der Möbelauswahl oder dem Füllen eines virtuellen Bilderrahmens dient die Virtual PSP, die - wie auch die reale PSP und die PS3 - mittels XMB-Interface ("Cross Media Bar") bedient wird.

Bedürfnis nach Luxus

Objekte werden ähnlich wie bei Die Sims 2 manipuliert: Einfach davorstellen und die richtige Gamepad-Taste drücken. Bei Harrisons Vorführung war zu sehen, dass bereits ein Physiksystem eingebaut ist. Sessel oder Ähnliches lassen sich also beispielsweise übereinander stapeln. Aber wo? Im eigenen Heim natürlich. jeder Avatar hat von Beginn an ein recht großes, aber spärlich möbliertes Apartment zur Verfügung. Dieses kann man sich nach und nach verschönern, etwa mit Tapeten, Möbeln, Kunstwerken, Postern oder Luxusgegenständen. Sogar der Blick kann nach den Vorlieben des Besitzers angepasst werden. Später werden noch größere Apartments käuflich zu erwerben sein, ob gegen Geld oder "Ruhm", ist noch nicht ganz klar. Es ist absehbar, dass andere Avatare nur auf Einladung hin Zugang in den "Home Space" genannten Privatbereich der Mitspieler haben werden. In den Privaträumen kann man den Besuchern persönliche Medieninhalte (Videos, Bilder, Musik) vorführen, die man auf seiner PS3-Festplatte gespeichert hat. Zwar darf man bei Home zum Start nicht die Gestaltungsvielfalt eines Second Life erwarten (das im Vergleich um zehn Jahre veraltet aussieht), doch auch Home wird es dem User erlauben, eigenen Content einzubauen. Prinzipiell, so Phil Harrison, sei jede Oberfläche in Home entweder mit einem Bild oder einem Video zu verschönern - natürlich nur, wenn die Programmierer sie dafür freigeschaltet haben.

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Video-Show

Home baut sehr auf das Abspielen von HD-Videoinhalten, und zwar auf zumeist riesigen, dreidimensionalen Leinwänden. Das kann reale Werbung sein, die dem User via Internet dynamisch auf die Konsole gestreamt wird, das können aber auch Szenen aus kommenden Spielen sein. In der Lobby des Kinos von Home lassen sich Trailer anschauen, aber wohl in Zukunft auch User-generierte Videos. Im eigentlichen, begehbaren Kinosaal laufen dann die Trailer auf einer Großleinwand - wer ganz nahe heranzoomt, vergisst, dass er sich gerade nicht ein Vollbild-Video ansieht, sondern den Inhalt einer virtuellen Leinwand in einem MMO-Game. All diese Streaming-Inhalte stehen natürlich unter dem Übertragungsvorbehalt. Denn sämtliche Inhalte der Präsentation kamen offensichtlich von der Festplatte der Vorführ-PS3, nicht aus dem Internet. Wie die Performance unter echten Bedingungen aussehen wird, wird die Beta-Version im April 2007 zeigen.

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