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Verbot weder notwendig noch sinnvoll (Teil 2)

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Studie zum Killerspiel-Verbot  

Verbot weder notwendig noch sinnvoll (Teil 2)

19.10.2007, 17:26 Uhr | Golem.de / jr, t-online.de

Angesichts der Zahl der zu prüfenden Spiele sei auch die Kritik von Professor Christian Pfeiffer und seinem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen plausibel, dass die Kapazität der Spieletester an ihre Grenzen geraten müsse. Wegen der zentralen Stellung der Tester - sie präsentieren das zu prüfende Spiel dem Prüfgremium, das selbst ein Spiel nicht vollständig durchspielt - sei im Sinne einer besseren Akzeptanz des Systems sinnvoll, die personelle Ausstattung, die Auswahl, die Schulung und die dauerhafte Kontrolle des Testbereichs bei der USK weiter zu verbessern.

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"Vorläufige Indizierung" als Option?

Christian Pfeiffer (Bild: dpa)Christian Pfeiffer (Bild: dpa)In Bezug auf die Indizierung von Spielen bringt die Studie "vorläufige Anordnungen" in die Diskussion ein. Zwar sei Indizierung ein wirksamer Weg des Jugendschutzes, da aber bis zu einer Indizierung mehrere Wochen vergehen können, in denen bereits ein großer Teil eines Spieles abverkauft wurde, könnten "vorläufige Anordnungen" ein geeignetes Mittel sein, diese Entwicklung zu relativieren. Die von Prof. Pfeiffer kritisierte Zusammenarbeit von USK und Bundesprüfstelle hält man am Hans-Bredow-Institut grundsätzlich für intensivierbar. Systematische Hinweise darauf, dass es zu größeren Abweichungen zwischen der Einschätzung der beiden Organisationen kommt, konnten nicht gefunden werden. Der Punkt ist vor allem deshalb relevant, da auf Grund der Indizierungssperre, die für alle USK-gekennzeichneten Spiele gilt, die Prüfung der Indizierungskriterien faktisch auf den Zeitpunkt der USK-Prüfung vorverlegt wird.

Jugendschutz im Bermuda-Dreieick der Zuständigkeiten

Ein Defizit macht die Studie vor allem in der Umsetzung des Jugendschutzes aus, zum Beispiel im Hinblick auf die Kontrolle der Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und den Vollzug bei Verstößen. Es gebe keine zentrale Anlaufstelle, die es erlaubt, sich ein Bild über die Vollzugskontrollen zu machen. Eine auch für die beteiligten Institutionen klarer kommunizierte Aufgabenverteilung im Dreieck Ordnungsämter beziehungsweise Gewerbeaufsicht, Polizei und Oberste Landesjugendbehörden sei daher sinnvoll und deren verstärkte Kooperation wünschenswert. Gefordert wird vor allem für die zuständigen Ordnungsämter die Möglichkeit, Testkäufe vorzunehmen, um die Kontrolle der Abgabe in Ladengeschäften zu verbessern.

Politische Reaktionen

Monika Griefahn  (Bild: dpa)Monika Griefahn (Bild: dpa)In der SPD sieht man die eigene Position durch den Bericht bestätigt: "Die Evaluation spricht eine klare Sprache: Im Hinblick auf Computerspiele haben wir in Deutschland einen vorbildlichen und wirksamen Jugendmedienschutz, wenngleich es Defizite im Vollzug des Jugendmedienschutzes gibt", kommentieren die Bundestagsabgeordneten Monika Griefahn (Sprecherin der Arbeitsgruppe für Kultur und Medien) und der medienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Jörg Tauss. Die Evaluation mache klar, dass zusätzliche Verschärfungen und gesetzliche Verbote, beispielsweise durch eine Erweiterung des §131 StGB zur Gewaltverherrlichung, nicht nur unnötig sind, sondern auch wirkungslos wären. "Populistische Verbotsforderungen sind damit als Placebos enttarnt. Nicht Gesetzeslücken verhindern die Strafverfolgung, sondern die mangelnde Anwendung der gesetzlichen Möglichkeiten. Jedem Bundesland bleibt es nun selbst überlassen, eine härtere Verfolgung durch seine Behörden anzuordnen."

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