Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Ein ganz besonderer Traum vom Fliegen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Heimcockpit  

Ein ganz besonderer Traum vom Fliegen

19.10.2007, 17:26 Uhr | Jürgen Kroder, t-online.de

Nachbau eines F-16-Cockpits (Bild: Michael Hirczy)Nachbau eines F-16-Cockpits (Bild: Michael Hirczy)Fans von Simulationsspielen sind ein ganz eigenes Völkchen: Während der eine sich daran erfreut, dass er es nach stundenlangem Studieren des Flight Simulator-Handbuchs endlich geschafft hat, eine Boeing 747 zum Abheben zu bringen, reicht das dem echten „Flusi“-Fan nicht. Ihm genügt es auch nicht, das Flugzeug bis auf den letzten Knopf originalgetreu simuliert zu bekommen. Er will mehr. So gibt es eine eingeschworene Gemeinde an Bastlern, die um ihren PC herum real wirkende Cockpits bauen. Michael Hirczy ist solch einer dieser „Pitbauer“. Er schwärmt aber nicht für die großen Maschinen, also die Zivilflugzeuge von Airbus und Boeing, sondern von schnellen Kampfjets. Besser gesagt, einem ganz besonderen Jet: der US-amerikanischen „F-16 Fighting Falcon“. Mit ihr hebt er im Simulations-Spiel Falcon 4.0 in den virtuellen Himmel ab.

#
Schon gemerkt? Mit einem Doppelklick auf jedes beliebige Wort im Artikel gelangen Sie jetzt direkt zum passenden Wikipedia-Eintrag. Klicken Sie sich schlau!
#

#

Jahrelange Arbeit

Nachbau eines F-16-Cockpits (Bild: Michael Hirczy)Nachbau eines F-16-Cockpits (Bild: Michael Hirczy)Schon seit fast zehn Jahren versucht Hirczy, seinen ganz besonderen Traum vom Fliegen umzusetzen. Trotz Beruf, Familie und professionellem Sport hat er sein Ziel nicht aus den Augen verloren. Wenn es möglich ist, arbeitet der Österreicher bis zu 15 Stunden pro Woche an seinem ungewöhnlichen Bauvorhaben. Schalter, Hebel, Monitore, Knöpfe - alles sollte in dem Nachbau einer F-16-Kanzel da zu finden sein, wo es auch in der Realität seinen Platz hat. Und da man die Bestandteile eines Cockpits nicht im Baumarkt um die Ecke erhält, muss Hirczy seinen „Heim-Jet“ mit viel Kreativität und Bastelfertigkeiten selbst anfertigen.

Überschaubare Kosten

Dass solch ein Hobby nicht ganz billig ist, das dürfte jedem Laien klar sein. Trotzdem gibt Hirczy die bisherigen Unkosten mit „nur“ 4500 Euro an. „Das teuerste Element war - von den Computern mal abgesehen - sicherlich die Inputeinheit aus Stick, Throttle und Pedale“, so der IT-Techniker aus Graz. Diese Einheit, die aus verschiedenen fertig kaufbaren Elementen besteht, kostete zirka 750 Euro. Den Rest hat er entweder preisbewusst bei eBay ersteigert oder mit Bastlerkollegen ausgetauscht.

Ein Rennspiel war der Anstoss

Doch wie kommt man überhaupt auf die Idee, solch ein nicht enden wollendes Projekt zu beginnen? „Nachdem ich in einer Spielhalle Sega Rally 2 gespielt habe, das durch den grossen Monitor, die Autositze und das ‚Drumherum’ ein tolles Spielgefühl vermittelt hat, habe ich mir Gedanken gemacht, ob so was auch die Situation beim Simulatorfliegen verbessern könnte“, erklärt Hirczy. Die ersten Entwürfe und Arbeiten zum Cockpit entstanden 1998. Aber im Jahr 2001 ebbte die Motivation ab, und das Projekt wäre fast zum Erliegen gekommen. Doch durch eine Reportage des ORF über sein Heim-Cockpit hat Hirczy neuen Mut gefasst und die Arbeit wieder intensiviert. Und wie sieht seine Freundin das zeitintensive Hobby? „Sehr positiv. Meine Freundin hat in unserer gemeinsamen Wohnung sogar ein Zimmer dem Simulator gestiftet“

Download Flight Simulator X: Final-Demo
Download Flight Simulator X: Service Pack 1

Kein wirkliches Ende in Sicht

Obwohl Hirczy seit Jahren an seinem Traum lötet, schraubt, verkabelt und hämmert, ist er noch lange nicht am Ziel. Die Außenhülle ist fertig gebaut und lackiert. Auch Stick, Throttle und Pedale funktionieren sowie die Schalter und ein Drittel der Lampen. Das war aber nur der erste Schritt. Im zweiten konzentriert er sich auf alle Kontroll- und Warnlampen. In der letzten Baustufe kommt die Funktionalität der analogen Instrumente. Ende 2008 oder Anfang 2009 will Hirczy damit fertig sein. „Dazwischen gibt es natürlich immer wieder Wartungsarbeiten und Kleinigkeiten müssen verbessert werden“, so der ambitionierte Bastler. „Vor mir liegt noch ein ganzes Stück Arbeit“. Und dann ist das Cockpit fertig? Nein! „Mit den unterschiedlichsten Entwicklungen am Hardware- und Softwaremarkt entstehen immer wieder neue Möglichkeiten, die dann für Projektupdates genutzt werden können.“

Was kommt als nächstes?

Und wenn das F-16-Cockpit doch mal finalisiert werden sollte, dann hat Hirczy schon das nächste Projekt im Auge. „Ich habe ‚nebenbei’ ein kleines Pit für Racing-Sims zusammengebaut. Eventuell wird das mal zu einem ‚Multifunktions-Pit’, zur Verwendung von Flight Simulator und Racing-Sims. Doch das ist allerdings noch in weiter Ferne...“ .

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal