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Gefährliche Rollenspiele  

Onlinespieler töten bestechliche Pixelbeamte (1/2)

19.10.2007, 17:26 Uhr | t-online.de

Von Christian Stöcker

Unbestechlicher Krieger (Bild: www.cnicw.gov)Unbestechlicher Krieger (Bild: www.cnicw.gov)Eine Provinzbehörde in China hat Computerspiele als Medium zur Erbauung der Jugend entdeckt. Im Onlinespiel "Unbestechlicher Krieger" muss der Spieler korrupte Beamte töten - und deren Söhne, Töchter und Mätressen. Letztere tragen aus unerfindlichen Gründen ausschließlich Bikinis. Am Ende steht das Paradies. Das Ziel des Spiels "Unbestechlicher Krieger" sei ein "Unbestechliches Märchenland", berichtet die chinesische Tageszeitung "Nanfang Daily", ein Märchenland voller "schöner Frühlingstage" und "harmonischer Liebe", ein wohlhabendes Land mit besten Zukunftsaussichten. Bis dahin aber, wo wäre sonst der Spielspaß, ist es ein weiter Weg. Mit den folgenden Mitteln muss der unbestechliche Krieger in dem Onlinespiel gegen korrupte Beamte und deren gesamte Sippe vorgehen: Waffen, Magie und Folter.

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Unerwartet großer Ansturm

Eigentlich hatte man ursprünglich mit etwa 500 Besuchern in der Online-Welt gerechnet, inzwischen wurde das Spiel aber den Entwicklern zufolge mehr als 100.000 mal heruntergeladen. Weil es nur auf einem einzigen Server läuft, der etwa beim 5700. Einsteiger den Dienst versagte, wird derzeit an einem Ausbau der Kapazität gearbeitet - die Korruptionsjäger müssen sich einstweilen gedulden.

Kein Machwerk der Regierung

Unbestechlicher Krieger (Bild: www.cnicw.gov)Unbestechlicher Krieger (Bild: www.cnicw.gov)Entwickelt wurde "Unbestechlicher Krieger" von einer Gruppe von Enthusiasten um Hua Tong, der laut "Nanfang Daily" eigentlich als Büroangestellter in einer Behörde arbeitet. Das Spiel sei keineswegs eine Entwicklung der Regierung, sagte er dem Blatt. Mitfinanziert wurde die Entwicklung aber vom Disziplinarkomitee der Kommunistischen Partei im Distrikt Haishu. Es soll dem großen Ziel dienen, China von der Geißel der Korruption zu befreien, die Staatspräsident Hu Jintao als eine der größten Gefahren für den Führungsanspruch der Kommunistischen Partei betrachtet. Regelmäßig werden in China wegen Korruption verurteilte Beamte hingerichtet, darunter im vergangenen Monat der frühere Leiter der Nahrungs- und Arzneimittelaufsicht.

Korrupte Berühmtheiten abschlachten

Um klarzumachen, wer hier wen bekämpft, beginnt das Spiel beim Start mit einem kleinen Film, in dem sich eine wachsende Gruppe von Ratten um einen angeknabberten Sack Reis versammelt. Gegen Ende der Sequenz zoomt die Kamera aufs Auge einer der Ratten, in dem sich ein Krieger mit gezücktem Schwert spiegelt, der herbei springt, um dem Getier den Garaus zu machen. Von diesem Erfolg offenbar beflügelt, marschiert der schwarz bestiefelte Kämpfer dann in die Stadt, um sich den größeren Ratten zu stellen: historischen Persönlichkeiten aus der chinesischen Geschichte, die allesamt für ihre Korruptheit berühmt sind.

>> Weiter zu Teil 2 von "Spieler töten korrupte Pixelbeamte"


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