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Jugendschutz reformiert sich selbst - ein bisschen

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Jugendschutz reformiert sich selbst - ein bisschen

19.10.2007, 17:28 Uhr | tz, t-online.de

Von Christian Stöcker

Politik, Branchenverband und die Selbstkontroll-Organisation USK haben eine Reform des Videospiel-Jugendschutzes ausgehandelt. Sie ist vor allem kosmetischer Natur. Man kommt damit der Publikation einer Studie zum Thema zuvor - und tut der Industrie einen Gefallen.

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Alles in Butter?

USK Archiv (Bild: Spiegel Online)USK Archiv (Bild: Spiegel Online)Wenn man sich mit denen unterhält, die in Deutschland federführend an Fragen des Jugendschutzes arbeiten, bekommt man - angesichts der oft so hitzigen Debatte - einen überraschenden Eindruck: Eigentlich ist alles in Butter. Selbst verantwortliche Politiker loben das hiesige Verfahren als ziemlich effektiv - auch wenn ein Vollzugsdefizit ausgemacht wird. Zu viele Eltern kaufen ihren Kindern Spiele, die nicht für sie geeignet sind, zu einfach lassen sich gewalthaltige PC-Spiele aus illegalen Internet-Tauschbörsen herunterladen, zu wenig lassen sich Schulhof-Tauschringe kontrollieren.

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Urteile bisher nicht hart genug

USK (Montage: T-Online)USK (Montage: T-Online)Das ist kein Problem derer, die Altersfreigaben vergeben - sondern derer, die ihre Einhaltung überwachen sollen. In der Kritik stehen trotzdem erstere. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat ein Problem - so auch das sehr vorsichtig formulierte Ergebnis einer Studie zum Thema, die in einigen Tagen veröffentlicht wird. Nun hat man eine von den meisten Beteiligten als verträglich betrachtete Lösung gefunden - die faktisch zunächst gar nichts am derzeitigen Vorgehen ändern wird. Die USK, die von verschiedenen Seiten in den vergangenen Monaten teils heftig angegriffen wurde, soll einen neuen Träger bekommen. Der niedersächsische Kriminologe Christian Pfeiffer etwa hatte ihr immer wieder zu große Industrienähe vorgeworfen. Sein Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hatte sogar eine eigene Evaluation der USK-Bewertungen unternommen und war zu dem Schluss gekommen, dass die Urteile der Selbstkontrolleure nicht hart genug ausfielen. Die Tester seien zu nah dran an der Industrie, findet Pfeiffer. Nach der Reform werden sie noch näher dran sein.

"Mangelnde Transparenz"

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), der Branchenverband der größten Unternehmen, kommt mit dem Schritt den Regierenden zuvor. Ende dieser Woche nämlich wird eine lang erwartete Studie des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung zum Thema Jugendschutz in Deutschland veröffentlicht, die Bund und Länder in Auftrag gegeben haben. In dem 170 Seiten langen Dokument, das Spiegel Online vorliegt, wird dem Bewertungssystem der USK unter anderem "mangelnde Transparenz" attestiert. Außerdem gebe es - bei solchen Worten horchen PR-Strategen auf - "Defizite in der Außendarstellung der USK". Schließlich stellen die Gutachter des Bredow-Institutes fest, eine "transparentere Darstellung der Geldmittel und -flüsse" könne womöglich "die Kritik der Industrienähe relativieren".

USK wird "gemeinnützige Gesellschaft"

Das Bauernopfer, dass der von allen Seiten geforderten "größeren Transparenz" der Bewertungen von Spielen gebracht wird, ist der Förderverein für Jugend und Sozialarbeit (fjs) in Berlin. Dieser Verein hatte die USK bislang beherbergt - eine Konstruktion aus der Frühzeit der Spielebranche. Dass der Verein auch eine Spieledatenbank betreibt, Erziehern in Kursen Medienkompetenz vermittelt und das international höchst renommierte deutsche Computerspielemuseum beherbergt, erschien Game-Skeptikern suspekt. Die Tester könnten doch nicht aus einem Verein stammen, der Videospiele als fördernswertes Kulturgut betrachte, so der implizite Vorwurf. Nun also muss der fjs den Jugendschutz hergeben. "In Zukunft wird die USK als gemeinnützige Gesellschaft außerhalb des fjs zwischen Industrieverband und den Ländern positioniert", heißt es in der offiziellen Mitteilung des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU). Die USK rückt näher an die Industrie heran, nicht weiter von ihr weg.

>> Weiter zu Teil 2 von Jugendschutz refomiert sich selbst

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