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Gentlemen, start your engines (2/2)

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Faszination Simulation  

Gentlemen, start your engines (2/2)

19.10.2007, 17:29 Uhr | Medienagentur plassma / jr

Während hinter vielen Simulationen Spezialistenteams stecken, die Erfahrungen aus der Produktion von Profi-Simulatoren für den Zivil- und Militärbereich mitbringen, entstehen komplette Simulationen ebenso wie aufwändige Add-Ons oftmals auch aus dem Engagement begeisterter Fans. So entwickelt beispielsweise der Pole Tomasz Rogacewicz gegenwärtig im Alleingang die Straßenbahnsimulation Advanced Train Simulator und stellt einen fertig gestellten Tramwagen im Internet zum Download bereit. Das Angebot an Simulations-Software geht also weit über bekannte Programme wie Microsofts Flight Simulator oder das Rennspiel GTR hinaus. Fast jedes Hobby wird mit einer entsprechenden Simulation abgedeckt.

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Fahr'n, fahr'n, fahr'n mit der Eisenbahn

Wer seine Wohnung nicht mit einer echten Modelleisenbahn zubauen will, kann sich mit Programmen wie Eisenbahn.exe auf dem PC eine komplette Eisenbahnlandschaft mit Zügen, Straßenbahnen, Autos und Schiffen erstellen. "Richtige“ Züge steuert man mit Microsofts Train Simulator oder Pro Train Perfect von Blue Sky Interactive über virtuelle Schienennetze. Der Ship Simulator von Auran Games erlaubt dem User, mit Yachten, Rennbooten, mächtigen Frachtschiffen oder gar der Titanic die Weltmeere unsicher zu machen. Die bereits erwähnte Virtual Skipper-Reihe von Nadeo simuliert Wind, Wasser und Bootsverhalten im Segelsport und ermöglicht das Austragen kompletter Online-Regatten zum Beispiel nach dem Prozedere des America’s Cup. Freunde des Autorennsports kommen mit dem mehrspielerbetonten Life for Speed, das ausschließlich via Internet-Download erhältlich ist (www.lfs.net), ebenso auf ihre Kosten wie mit dem ultrarealistischen rFactor von Image Space Incorporated.

Wo hakt es noch?

Eines haben viele ernst zu nehmende Simulationen gemeinsam: sie stellen extrem hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des PC. Ein durchschnittlicher Arbeitsrechner reicht für gewöhnlich nicht aus. "Eine entscheidende Schwäche bislang aller guten Simulatoren sind die extremen Hardware-Anforderungen und die damit verbundenen hohen Kosten für entsprechende PC-Hardware. Wenn neue Simulationen erscheinen, dann überfordern sie in der Regel immer die zu dieser Zeit durchschnittlich eingesetzte Hardware der meisten Anwender. Abhilfe könnte nur ein Standard für System und Entwickler schaffen, so wie es bei den Konsolen der Fall ist. Da Simulationen aber ausschließlich für PCs entwickelt werden, wird hier wohl nie ein Standard möglich sein, der eine optimale Entwicklung und Ausreifung eines Produkts gestattet“, beklagt Frank Möllenhof. Benjamin Bezold bemängelt Defizite in der Präsentation: "Simulationen leiden fast alle an derselben Krankheit: ihnen fehlt eine spannende Karriere. IL-2 Sturmovik beispielsweise hatte ein geniales Flugmodell, leider haben es die Entwickler aber völlig verpennt, spannende Missionen wie seinerzeit in Strike Commander einzubauen. Ähnlich erging es auch Lock On und den meisten anderen Genre-Vertretern. Bei zivilen Flugsimulationen hat der neue Flight Simulator X immerhin einen Riesenschritt in die richtige Richtung gemacht. Aber auch hier fehlt nach wie vor eine motivierende Karriere, bei der man beispielsweise als Airline-Pilot anheuert und Flugpläne einhalten muss."

Wie findet man den Einstieg?

Simulations-Einsteiger haben in der Regel zunächst mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das beginnt oft mit der enormen Handlungsfreiheit, der Komplexität der Steuerung und den Tücken einer wirklichkeitsnahen Physik. Doch all das ist kein Grund, vorzeitig frustriert das Handtuch zu werfen. "Glücklicherweise lässt sich der Schwierigkeitsgrad in nahezu jeder aktuellen Simulation ganz den eigenen Fähigkeiten anpassen“, rät Bezold. "Ein paar Regler verschoben, und schon fährt oder fliegt das Vehikel fast wie von selbst. Außerdem bieten Spiele wie der Flight Simulator X oder GTR 2 umfangreiche Flug- beziehungsweise Fahrschulen, bei denen man langsam an die Materie herangeführt wird, ohne sich gleich überfordert zu fühlen. Um letztendlich aber auch wirklich Spaß an einer Simulation zu finden, ist die entsprechende Ausrüstung unerlässlich. Bei einer Flugsimulation ist ein Joystick mit Ruderfunktion und Schubkontrolle vonnöten, bei einer Autosimulation ein hochwertiges Lenkrad.“ In der Regel geben auch erfahrene User aus der Community bereitwillig Hilfestellungen. Der Kontakt zu Fortgeschrittenen ist in den großen Simulations-Foren schnell hergestellt.

Ein Pionier unter den Flugsimulatoren

Die Hochzeit der besonders beliebten Flusis begann im Jahre 1982 mit Flight, einer Computerflugsimulation der Firma "subLOGIC", in der man mit einer Cessna mehrere US-amerikanische Flughäfen anfliegen durfte. Das Flugmodell war für damalige Zeiten wegweisend, auch wenn bei Flight schon wegen der kargen Grafik noch nicht von einem realistischen “Fluggefühl“ die Rede sein konnte. Microsoft lizenzierte Flight für sein Betriebssystem MS-DOS und lieferte das Programm mit einem Learjet als zusätzlichem Flugzeug unter dem Namen Flight Simulator II aus. Mit seinen bis dato zehn Versionen hat der Microsoft Flight Simulator die Herzen der Fans immer wieder aufs Neue erobert und seine Stellung als Genre-Referenz über die Jahre behaupten können. Fans und Software-Hersteller werden nicht müde, für den FS Erweiterungen mit neuen Szenerien und Flugzeugen zu entwerfen. Die aktuelle Version, der Flight Simulator X, betrat im Herbst des vergangenen Jahres wieder Neuland: Das Programm wurde einsteigerfreundlicher, indem es Flug-Missionen anbot, in denen man sich schrittweise vom absoluten Neuling bis zum Profipiloten weiterentwickeln konnte. Der Nachteil des FSX ist sein enormer Hardware-Hunger.

Die Open-Source-Alternative

Wer auf der Suche nach einer kostengünstigen, hardware-schonenderen Alternative ist, aber dennoch hohe Ansprüche an das Flugmodell und die Erweiterbarkeit stellt, der greift zu Flight Gear. Die Simulation läuft auf den Plattformen Windows, Mac OS-X, FreeBSD, Solaris, SGI Irix und Linux. Bereits das Grundprogramm wartet mit einer üppigen Liste an Flugzeugen und Airports auf. Befliegen lässt sich mit Flight Gear jedoch die ganze Welt mit zirka 20.000 Flughäfen. Entweder man lädt sich gezielt rund 100 MB große geografische Parzellen von der Website "www.flightgear.org" herunter oder bestellt sich das Welt-Komplettpaket auf drei DVDs. Zum Download verfügbar sind ferner mehr als 80 verschiedene Fluggeräte vom historischen Doppeldecker der Gebrüder Wright bis hin zur Boeing 777. Flight Gear ist ein nicht-kommerzielles "Work in Progress“, aber unter diesem Gesichtspunkt erstaunlich ausgereift und stabil. Gegenüber dem Microsoft Flight Simulator X muss man dennoch ein paar Abstriche hinnehmen: Das karge Benutzerinterface erlaubt grundlegende Eingriffe nicht während eines Flugs, und sowohl die Boden- als auch die Cockpitdarstellung ist nicht die detaillierteste. Dafür helfen sehr ausführliche Dokumentationen und eine engagierte Community (Mailing-Listen, Foren, IRC) bei der Einarbeitung.

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