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Fit werden durch Konsolenspiele

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Fit durch Spiele  

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper (1/2)

29.10.2009, 16:08 Uhr | GEE / jr, t-online.de

Fit durch Spiele (Bild: Nintendo / Montage: T-Online)Fit durch Spiele (Bild: Nintendo / Montage: T-Online)Wie würde wohl ein Fitnesstrainer gucken, wenn man ihm sagen würde, dass man den ganzen Abend vor der Konsole geschwitzt hat? Oder ein Hausarzt, den man bittet, einem gegen die lästigen Rückenschmerzen ein Computerspiel zu verschreiben? Wahrscheinlich würden beide nur verständnislos die Stirn runzeln. Für viele Menschen steht immer noch fest: Computerspiele können nur ungesund für den Körper sein. Denn sie machen dick und träge, weil sie uns vor den Fernseher bannen und so davon abhalten, uns zu bewegen. Von wegen! Dass Computerspiele mit den richtigen Controllern zur Leibesertüchtigung taugen, ist spätestens seit dem großen Erfolg von Nintendos Wii-Konsole unübersehbar.

Ihr Wiimote-Controller verlangt bei einer Partie Tischtennis, Kanu oder Radfahren in Wii Sports Ressort vollen Körpereinsatz. So wurde der vorher für viele noch recht exotische Dreh, Spiele durch Bewegungen auf der Tanzmatte oder vor der Eyetoy-Kamera zu steuern, zur heißesten Idee der neuen Konsolengeneration.




Kampf gegen Übergewicht

Langsam findet dieses Konzept auch bei offiziellen Stellen Gehör. In den USA wurden Games gerade Teil der "Nationalen Initiative zur Prävention von Fettleibigkeit durch Spielen“. Forscher setzten das Playstation-Spiel Dance Dance Revolution an Schulen ein, um die grassierende Übergewichtigkeit bei amerikanischen Sieben- bis Zwölfjährigen einzudämmen. Mit Erfolg! Es zeigte sich, dass mit dem Game, das über eine Tanzmatte gesteuert wird, auf der der Spieler eifrig herumhopst, selbst notorische Sportverweigerer zur freiwilligen Leibesertüchtigung bewegt werden können. Bereits bei einer täglichen Spielzeit von 30 Minuten an fünf Tagen der Woche kann so die Gewichtszunahme der Kinder gestoppt werden. Und das Beste: Das regelmäßige Spielen wirkt nicht nur gegen Übergewicht und verringert damit das Risiko von Diabetes und Herzkrankheiten, sondern erhöht auch die allgemeine körperliche Leistungs- und Koordinationsfähigkeit der Kinder und ihr Interesse an anderen physischen Tätigkeiten. Die Untersuchung war sogar so erfolgreich, dass die Regierung West Virginias beschloss, alle öffentlichen Schulen des Bundesstaates mit dem Tanzspiel auszustatten.

Spiele zur Heilung

Doch nicht nur bei der allgemeinen Fitness wurden Games als Spaß bringende Helfer ausgemacht. Selbst in der Behandlung nach schweren Krankheiten, Unfällen und Operationen tun sich durch Games ganz neue Möglichkeiten auf. "Rehabilitainment-Games“ heißt dieser neue Trend. Im Zuge des gleichnamigen Projektes stattete der Spielhersteller Namco mehr als 120 japanische Kliniken und Krankenpflege-Einrichtungen mit Videospielautomaten wie dem Fahrradsimulator Propcycle oder dem über große Trommeln gesteuerten Taiko Drum Master aus. So sollen die Patienten spielend genesen.

Motivation durch "Virtual Reality"

Auch an der University of Southern California haben sich digitale Spiele als Rehabilitationsmaßnahme bewährt. Dr. Skip Rizzo setzt hier Computerspiele in "Virtual Reality"-Umgebungen ein, um Reha-Patienten dazu zu motivieren, auch ermüdende Übungen, die immer wieder monoton wiederholt werden müssen, durchzuhalten. So wird zum Beispiel eine Aufgabe, bei der man immer wieder sinnentleert die Arme vor sich ausstrecken muss, per "Virtual Reality"-Brille zu einem Spiel, in dem man per Datenhandschuh schwebende Bälle in einem virtuellen Raum umordnen muss. Jedem, der schon einmal Zoo Keeper gespielt hat, dürfte klar sein, dass durch solche Maßnahmen die Lust des Patienten am Training eventuell viel länger anhält.

Spaß mit PC- und Konsolensport

So sehr Games also noch in der breiten Bevölkerung als ungesund verschrien sind, viele Ärzte sehen das mittlerweile anders. Und auch so mancher Sportlehrer würde sicher erstaunt die Braue lüpfen, wenn er sehen könnte, wie seine lustlosesten Schüler auf einmal mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht vor der Wii ins Schwitzen geraten. Dass Games den Lieblings-Joggingparcours durch das nahe gelegene Wäldchen oder die Tennis-Partie mit Freunden ersetzen können, steht hier natürlich nicht zur Debatte. Doch immer mehr Games machen uns Spaß an Bewegung und tragen so zu unserem körperlichen Wohlbefinden bei. Und selbst der Gedanke an einen Arzt, der uns statt Medikamenten einfach ein Computerspiel verschreibt, ist gar nicht mehr so abwegig: Im "Game Prescription"-Projekt der japanischen Universität von Waseda wird zurzeit untersucht, ob bestimmte Games bei der Behandlung von Erkrankungen hilfreich sein könnten - und ob es Sinn hat, diese ärztlich zu verordnen.

>> Weiter zu Teil 2 von "Fit durch Spiele"



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