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Gangster-Spiele  

Spiel mir das Lied vom Tod

19.10.2007, 17:30 Uhr | Medienagentur plassma / vb

Schutzgelder eintreiben, Bomben legen, andere Gang-Mitglieder ausschalten: Frederik Friedlich spielt gerne den Kleinstadtkriminellen. „Ich mag es einfach, die Regeln zu übertreten und den bösen Buben raushängen zulassen“, erklärt er. Zu seinen Lieblingsspielen gehört der Bestseller GTA: San Andreas, der von Millionen Gamern gespielt wird. Aber wie hat die Ganoven-Tradition im Videospielbereich eigentlich begonnen? Und welche Titel waren besonders einflussreich?

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Kriminelle Pixelmännchen

Der Pate (Bild. Electronic Arts)Der Pate (Bild. Electronic Arts)Wer dachte, dass Grand Theft Auto das Gangster-Genre ins Leben rief, liegt falsch. Denn bereits auf dem Commodore 64 erschien 1986 mit Mafia Game ein Spiel mit ganz ähnlicher Thematik. In dem Titel ging es darum, die Macht in einer kleinen Pixelstadt  an sich zu reißen. Zu diesem Zweck erstellte das Programm zu Beginn eine Spielfigur mit individuellen Charakterwerten. Diese entschieden darüber, welche Qualitäten der Charakter besaß und welche Waffen er einsetzen konnte. Das Missionsdesign war denkbar einfach: Man besorgte sich in der Bar eine Schlägertruppe, stritt sich auf einem 2D-Feld mit anderen Banden oder druckte und verkaufte Falschgeld. Wer nicht richtig aufpasste, wurde von der Polizei eingebuchtet. Trotz der spartanischen Grafik und dem aus heutiger Sicht geringen Schwierigkeitsgrad ebnete Mafia Game den Weg für kommende Genre-Größen.

Der Anfang einer großen Karriere

Driver (Bild: Atari)Driver (Bild: Atari)Nach Mafia Game erschienen mit Crime does not pay oder Sharkey's moll Anfang der Neunziger noch weitere Spiele, die im kriminellen Milieu stattfanden. Danach war es lange still um die virtuellen Ganoven. Erst 1997 kam mit GTA: Grand Theft Auto wieder Bewegung ins Genre. In seinen Anfängen galt die Serie aber eher als Insider-Tipp. Fans mochten GTA aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, seines morbiden Humors und der riesigen, frei befahrbaren Stadt Liberty City. Trotzdem blieb Grand Theft Auto der ganz große finanzielle Erfolg trotz zweier Add-Ons verwehrt. Erst 2001 schaffte Rockstar Games (damals Rockstar North) den ganz großen Wurf mit GTA 3. Das Spiel wurde ein wahrer Bestseller und das erfolgreichste PS2-Spiel überhaupt.

Mafia zum Mitspielen

Neben der GTA-Reihe löste aber besonders Mafia aus dem Hause Take 2 im Jahr 2002 einen wahren Boom aus. Liebhaber bezeichnen das spannend inszenierte Action-Game noch heute als eines der besten Spiele überhaupt. Mafia erzählt die Geschichte um den Ex-Mafioso Tommy Angelo und dessen Weg raus aus dem Sumpf des Verbrechens. Obwohl der Spielablauf von Mafia im Vergleich zu GTA recht linear gehalten war, überzeugten die Missionen durch ihre Komplexität. Oftmals nahm ein Auftrag gleich mehrere Wendungen, bevor Tommy seinen Job endgültig erledigt hatte. So musste der Spieler nicht nur mit dem Schießeisen gut umgehen können, sondern auch auf vier Rädern immer wieder sein Geschick beweisen. Mafia spielt in den dreißiger Jahren, entsprechend fahren sich auch die schwerfälligen Karossen. Die Physik hinter dem Game, die spielerische Freiheit und die äußerst liebevolle Umsetzung ließen Fans über Jahre hinweg nach einem Nachfolger rufen. Endlich wurden die Schreie erhört: Auf der Games Convention 2007 kündigte Take 2 offiziell einen zweiten Teil an und versprach ein Vierziger-Setting, sowie eine filmische Umsetzung des Spiels.

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Schurken mit Starqualitäten

„Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann“, mit diesen Worten wurde Marlon Brando in Der Pate weltberühmt. Im vergangenen Jahr wurde der Filmklassiker von Electronic Arts umgesetzt. Als aufstrebender Sohn der ermordeten Corleone-Familie gilt es, die Stadt New York zu kontrollieren. Dabei wird keine blutige Mafia-Methode ausgelassen: Von exzessiven Folterszenen über Mord bis hin zu Schutzgelderpressung beinhaltet das Spiel alles, was Mafia-Kenner goutieren. Der Pate überzeugte die Kritiker mit seiner Mischung aus spielerischer Freiheit und einer authentisch umgesetzten Filmlizenz. Leider blieb das Spiel besonders grafisch hinter den Möglichkeiten von Xbox 360 und PC, zudem vermisste man einen charismatischen Hauptcharakter.

Heftige Schusswechsel

Ein weiterer Star, der 2006 virtuell seine kriminelle Kreise zog, war Al Pacino alias Tony „Scarface“ Montana. In dem gleichnamigen Spiel muss der einstige Gangster-Boss sein Revier Miami neu erobern. Auch hier geht es nicht gerade zimperlich zu: Tony dealt bevorzugt mit Kokain und gerät immer wieder mit konkurrierenden Gangs in Konflikt. In heftigen Schusswechseln hilft ihm der so genannte Wutmodus, in dem er unverwundbar ist und seine Gegner in Zeitlupe haufenweise abschießt.

Kreative Kriminelle

Neben den klassischen Gangster-Epen gibt es auch immer wieder einige Vertreter, die ein wenig aus Reihe fallen. Die Driver-Serie von Atari etwa spielte 1999 ebenfalls im kriminellen Milieu. Undercover-Cop Tanner geriet zwischen die Fronten und musste sich immer wieder in halsbrecherischen Verfolgungsjagden Luft machen. Driver war ein reines Rennspiel ohne Schießereien, trieb den Spieler aber mit knappen Zeitlimits und schwierigen Aufgaben in den Wahnsinn. Die Nachfolger konnte nicht mehr an den Erfolg des ersten Teils anschließen, Driv3r  krankte gar an jeder Menge Programmfehler. Das 2006 erschienene Driver: Parallel Lines versetzte die Serie in die siebziger Jahre.

Mit dem Gesetz in Konflikt

Mafia-Games sind so kontrovers wie kaum ein anderes Genre und geraten immer wieder ins Fadenkreuz der Jugendschützer. Die in diesem Artikel vorgestellten Spiele erhielten beinahe alle keine Jugendfreigabe und sind somit nur für Spieler über 18 Jahren erhältlich. Trotzdem müssen die Entwickler immer wieder die Schere ansetzen, damit ihre Programme überhaupt in Deutschland erscheinen dürfen. Bei der ursprünglichen Version von GTA 3 etwa war es möglich, die US-Version via Cheat wieder zum Leben zu erwecken. Als die BPjM davon Wind bekam, musste eine neue Version her. Mittlerweile legendär ist der "Hot Coffee Mod", der nicht nur Millionen Gamer, sondern auch die amerikanischen Gerichte beschäftigte. Selbst Der Pate stand übrigens kurz vor einer Indizierung, wurde dann aber noch rechtzeitig vom Markt genommen.

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