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Anti-Terror-Schulung mit "Counter-Strike"

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Polizei übt mit Ego-Shooter  

Anti-Terror-Schulung mit "Counter-Strike"

19.10.2007, 17:31 Uhr | tz

Counter-Strike (Bild: Valve)Counter-Strike (Bild: Valve)In Deutschland geriet der Ego-Shooter Counter-Strike vor allem durch den Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt im April 2002 in Verruf. Damals hatte der 19-jährige Robert Steinhäuser an seiner ehemaligen Schule, von der er zuvor wegen Urkundenfälschung verwiesen worden war, insgesamt 16 Menschen mit einer Pistole des Typs "Glock 17" erschossen und sich anschließend selbst gerichtet. Seitdem gilt der inzwischen deutlich angestaubte, in der Spieler-Gemeinde jedoch nach wie vor beliebte Taktik-Shooter als Paradebeispiel für „Killerspiele“. Zu unrecht, wie sich später herausstellte, denn Steinhäuser zeigte dem Bericht der „Gutenberg-Komission“ zufolge kein Interesse an Counter-Strike. In China hingegen ist die Reputation des Shooters deutlich besser. Wie die staatliche chinesische Nachrichten-Agentur Xinhua berichtet, nutzt die Polizei in der Hafenstadt Tianjin Counter-Strike sogar zum Training ihrer Anti-Terror-Einheiten.

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Dreitägiges Turnier im Internetcafè

Counter-Strike (Bild: Valve)Counter-Strike (Bild: Valve)An einem kürzlich veranstalteten, dreitägigen Turnier in einem Internetcafè nahmen mehr als 300 Polizisten teil. Ziel des Wettbewerbs sei es, die Fähigkeiten der Polizisten im Kampf gegen den Terror zu schulen, so Zhang Bin, einer der Veranstalter des Turniers. Noch weiter geht Han Zhen, taktischer Ausbilder der Polizei von Tianjin. Aufgrund der Nähe zu realen Terror-Szenarien schärfe das Spiel das Bewusstsein der Beamten gegenüber dem Terrorismus, so Han. Außerdem trainiere Counter-Strike die Beamten im Umgang mit real existierenden Waffen und teste ihre mentale Stärke im Duell mit einem Terroristen.

Polizisten spielen regelmäßig

Counter-Strike (Bild: Valve)Counter-Strike (Bild: Valve)Bereits bei der Ankündigung des ungewöhnlichen Wettbewerbs im März zeigten sich viele Polizisten begeistert von der Idee. Inzwischen sollen mehr als die Hälfte der gesamten Belegschaft der Polizei von Tianjin auch privat regelmäßig spielen. Unter ihnen auch Han, der gestand, seit mehr als fünf Jahren passionierter Spieler zu sein. Einige Beamte berichteten von einer spürbaren Verbesserung ihrer Selbstverteidigungs- fähigkeiten in realen Einsätzen, nachdem sie zuvor mit Counter-Strike "trainiert" hatten. Trotzdem betont Han, dass der Taktik-Shooter lediglich als Ergänzung zu den traditionellen Trainingsmethoden der Polizisten zu sehen sei.

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