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"Project Gotham Racing 4": Letzter Teil der Rennsimulation

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Project Gotham Racing 4  

Vier und Schluss

| Richard Löwenstein / vb / jr, t-online.de

Gut möglich, dass bald Schluss ist. Könnte sein, Project Gotham Racing 4 ist die letzte Rennsimulation aus einer Reihe, die im Jahr 2000 - damals noch unter dem Namen Metropolis Street Racer - aus der Taufe gehoben wurde. Denn das von Anfang an für die Serie zuständige Herstellerteam Bizarre hat sich jüngst von Microsoft losgesagt und ist zu Activision abgewandert. Das vierte PGR könnte demnach ein Abschied sein. Aber was für einer: wieder sehr schöner und schneller Motorsport, eine prima Mischung aus ernsthafter Simulation und überzeichnetem Arcade-Racing. Auf illegales Tuning, polizeiliche Jagdszenen und vergleichbare Show-Elemente wird verzichtet. Das Spiel verlangt nach optimaler Fahrzeug-Beherrschung und Durchsetzungs-Vermögen bei den Positionskämpfen. Als Kulisse dienen charakteristische Sehenswürdigkeiten von London, Las Vegas, New York, Shanghai, St. Petersburg, Tokio, Quebec und Macau. In jeder Stadt gibt es zehn Rundkurs-Varianten von klein bis groß. Dazu kommen die berühmte Nürburgring-Nordschleife inklusive F1-Kurs und mehrere Varianten einer Michelin-Teststrecke. Masse und Klasse findet sich auch im Parkhaus. Dort warten über 120 der schönsten und schnellsten Traumautos auf ihren Einsatz: Audi R8, BMW M5 und Ferrari 599 zum Beispiel, außerdem Exoten wie der brandneue Gumpert Apollo und ein Maserati 250F von 1957.

Foto-Show PGR 4: Screenshots

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Geradliniges Vollgas-Racing

Das vierte PGR ist das erste, das dem Spieler einen Platz im Sattel von Motorrädern der Marken BMW, Ducati und Honda anbietet. Die Zweirad-Steuerung überzeugt. Es reißt schon ordentlich, wenn man mit so einem 200-PS-Superbike zentimetergenau durch die Ecken von New York pfeilt. Autos und Motorräder tummeln sich oft gemeinsam auf der Piste, was gelegentlich zu heiklen und stellenweise unrealistischen Situationen führt. Zum Beispiel sind Biker bei Rempeleien aufgrund der geringen Masse klar im Nachteil, können dafür aber selbst auf der völlig verschneiten Nordschleife noch locker mit 500-PS-Sportautos mithalten. In der Realität würde ein Zweirad schon in der ersten Kurve sofort abfliegen. Schwamm drüber, ist schließlich nur ein Spiel. Und zwar eines mit sehr geradlinig strukturiertem Karriere-Modus. PGR 4 staffelt Wettrennen, Slalomfahrten, Pylonenkegeln und Beschleunigungs-Wettbewerbe schmucklos hintereinander. Handlung oder Rahmenprogramm? Fehlanzeige. Entscheidend ist, dass man möglichst alle Wettbewerbe gewinnt und so von Platz 72 ausgehend Schritt um Schritt die WM-Rangliste nach oben klettert. Für ausgefeilte Positionskämpfe wie etwa bei Forza Motorsport 2 ist die Gegner-KI zu unterentwickelt. Außerdem macht das Balancing einen unausgewogenen Eindruck. Bei manchen Rennen fallen die KI-Gegner unerklärlich weit zurück.

Diesmal stürmt's und schneit's

Letztlich steht hier aber ohnehin eher das Fahrkönnen auf dem Prüfstand. Das Tempo ist hoch, die Steuerung gibt sich anspruchsvoll. Drifts gehen spürbar einfacher von der Hand als in Teil Drei, beim gekonnten Abkürzen über Bordsteine lassen sich wertvolle Sekunden-Bruchteile von der Rundenzeit abraspeln. Man soll den Kurs zügig umrunden, ein paar coole Fahrmanöver einstreuen, so genannte "Kudos"-Bonuspunkte abräumen und stärkere Fahrzeuge frei schalten. An Reiz gewinnt die Jagd nach Autos, Siegen und Bestzeiten durch viele interessante Details. Das dynamische Wetter zum Beispiel. Mitten im Rennen beginnt es in Strömen zu gießen, oder die Straßen vereisen wegen des heftigen Schneefalls. Wasserflächen und Schneemassen bremsen die Fuhre, auf Eis droht ein Schleudertrauma. Daher gilt, möglichst trockene beziehungsweise ausgefahrene Spur suchen und den Problemzonen ausweichen – aber niemals hastig lenken, bremsen oder Gas geben. Toll auch, was das englische Entwicklerteam von Bizarre aus dem Online-Modus gemacht hat. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, per Xbox 360 Fotos auf die - auch per PC zugängliche - Webseite www.pgrnations.com zu laden. Weniger toll: die Grafik wird nur 30 mal pro Sekunde aufgebaut. Das reicht für ein flüssiges Spielerlebnis, ist aber weit von den optimalem Wert entfernt, der bei 60 Bildern pro Sekunde liegt. Schade auch, dass das Spiel den gebräuchlichen PAL50-Videomodus nicht unterstützt und dass das Tuning kaum der Rede wert ist.

Fazit

Die Rennspiele aus der PGR-Reihe leben seit jeher von der Kombination aus sehenswerter Grafik, überzeugender Fahrdynamik und beachtlicher Ausstattung. Teil Vier macht da keine Ausnahme. Eine tolle Renn-Simulation, die kleinere Schwächen durch ihre souveräne Machart auffängt.

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