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"Lair" im Spieletest: Drachen-Action mit gestutzten Flügeln

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Test Lair  

Drachen-Action mit gestutzten Flügeln

16.11.2007, 14:27 Uhr | Richard Löwenstein / vb, t-online.de

Lair (Bild: Factor 5)Lair (Bild: Factor 5)Es sollte das Muss-ich-haben-Erlebnis für stolze Besitzer einer Playstation 3 werden. Das Spiel, wegen dem sich Menschen die teure Next-Generation- Konsole von Sony nach Hause holen. Die Rede ist Lair, vom exildeutschen Entwicklerteam Factor 5 exklusiv für die PS3 entwickelt und mit vielen Hoffnungen befrachtet. Denn Factor 5 gilt seit dem Action-Jump & Run-Spiel Turrican als Vorzeige-Entwickler und als das Team, das zeigt, was eine Hardware-Plattform wirklich drauf hat. Ein Ruf, den das Team mit den Star-Wars-Ballereien der Rogue Squadron-Reihe auf Nintendos Gamecube eindrucksvoll untermauerte. Der Vergleich mit Star Wars kommt nicht von ungefähr, denn Lair fühlt sich ein bisschen an wie die Fantasy-Version von Lucas Arts' Science-Fiction-Märchen. Nur dass eben Drachen anstelle von X-Wings und dem "Rasenden Falken" als Fluggerät dienen. Der Spieler schlüpft im Spiel in die Rolle von Rohn, der als Drachenreiter der asylischen Armee dient, die sich im Clinch mit den üblen Mokai befindet. Soweit also die Ausgangslage, die sich im weiteren Verlauf von Lair immer mehr zuspitzt und dabei einige überraschende Wendepunkte nimmt.

Foto-Show Lair: So spielt es sich
Foto-Show Lair: Screenshots

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Schwing den Controller

Lair (Bild: Factor 5)Lair (Bild: Factor 5)Das Gameplay setzt sich aus viel Fliegerei und ein paar Jagdszenen zusammen, gemischt mit rassiger Feueratem-Action. Zwischendurch nehmen cineastische Unterbrechungen ein bisschen das Tempo aus dem Spiel und verhelfen einem zu Verschnaufpausen. Dann bleibt auch etwas Zeit, unten auf dem Boden die Armeen zu beobachten, wie sich aufeinander prallen. Die "Sixaxis"-Technologie des PS3-Controller dient zur Steuerung des Drachen. Es gibt keine Alternative. Ginge in Ordnung, wäre da nicht diese winzige Verzögerung zwischen der Bewegung des Controllers und der Reaktion auf dem Bildschirm. So sind einige der Manöver einfach nicht angemessen genug, beispielsweise, wenn man mit schnellem Schwung einen gegnerischen Drachenreiter von seinem Tier schlagen möchte. Dass die Geschwindigkeit des Schuppentiers nicht dem eines X-Wings entspricht, ist zu verschmerzen. Nicht aber die Tatsache, dass die Zielerfassung ihren eigenen Kopf hat und es keinerlei Möglichkeiten gibt, das Fadenkreuz von Hand weiterzuschalten. Besonders nervt diese Tatsache in der fünften Mission, in der man einem Bullen ähnelnde Kreaturen von einer Brücke kicken soll. Statt zuverlässig nur die Biester zu markieren, nimmt die Zielerfassung gerne mal einem Wachturm ins Visier.

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Mehr Film als Spiel

Lair (Bild: Factor 5)Lair (Bild: Factor 5)Wer deswegen Zeit verliert, der hat Pech gehabt: Denn der Zeitdruck katapultiert einem nach zwei bis drei kleineren Fehlern aus dem Spiel und wirft einen zurück zum Einstieg. Nicht gerade sehr motivierend. Soweit es das Gameplay betrifft, gäbe es in Lair also durchaus einiges zu verbessern. Für die Präsentation gilt das jedoch keineswegs. Was hier in den zahlreichen Massenschlachten am Himmel und am Boden auf den Bildschirm gezaubert wird, hat die Playstation 3 noch nicht hervorgebracht. Aber auch hier wird der holde Schein wieder durch einen Schönheitsfleck getrübt. Die Grafik ruckelt etwas zu häufig und befördert einen in diesen Momenten aus der Fantasy-Welt heraus, speziell wenn die Konsole mit der höchstmöglichen Auflösung 1080p arbeitet. Akustisch untermalt wird das Geschehen von einem pompösen orchestralen Soundtrack, der die filmische Atmosphäre gekonnt unterstreicht. Verantwortlich dafür ist John Debney, Komponist hinter den Film-Soundtracks zu Sin City und Die Passion Christi. Apropos Film: Immer wieder wird die Action von zahlreichen Zwischensequenzen unterbrochen. Fast drängt sich einem der Eindruck auf, Factor 5 hätte lieber einen Film erschaffen wollen, als ein funktionierendes Spiel. So ist man letztlich mehr mit der unpräzisen Steuerung und der ärgerlichen Zielerfassung beschäftigt, als mit dem Kampf gegen die vielfältigen Fantasy-Kreaturen der Mokai.

Fazit

Schade drum. Lair ist ein Bilderbuch-Beispiel für verschenktes Potential. Präsentation, Grafik und Story sind ganz großes Kino, der Rest bewegt sich auf wenig überzeugendem Niveau. Die extrem scharfe Grafik und der wuchtige 7.1-Sound eignen sich allerdings bestens, um vor Freunden mit der Playstation 3, dem neuen Full-HD-Fernseher und der Surround-Anlage anzugeben.

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