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Der rasende Mutant

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Preview Prototype | Action | PS3, Xbox 360, PC  

Der rasende Mutant

27.12.2007, 10:53 Uhr | Richard Löwenstein / vb, t-online.de

PrototypePrototype (Bild: Vivendi / Montage: T-Online)Das ist also die Zukunft: Alex Mercer repräsentiert die nächste Evolutionsstufe der Menschheit. Er ist ein Prototyp, der andere Menschen, Tiere und Wesen absorbiert. Genauer gesagt: Er eignet sich deren Körper an, übernimmt ihr Gedächtnis und ihre Fähigkeiten und verstärkt damit seine eigenen Kräfte. Dummerweise hat Alex aber keine Erinnerung daran, wie er zu diesem "Prototyp" geworden ist, und wer oder was hinter seiner Verwandlung steckt. Im Verlauf der Geschichte kommt er dem Geheimnis seiner eigenen Herkunft auf die Spur und entwickelt sich zum gemeinsten, finstersten und übelsten Anti-Helden der Videospielgeschichte. So erzählt es jedenfalls Eric Holmes, der als Leiter Gamedesign beim amerikanischen Spiele-Entwickler Radical die Entstehung von Prototype überwacht. Das Actionabenteuer soll alle wichtigen Eigenschaften des Genres in sich vereinen: sehenswerte Grafik, viel Bewegungsfreiheit, starke Waffen und beeindruckende Gegner. Dazu kommt eine gewisse Prise Ironie. Denn Prototype soll sich nicht ganz so düster anfühlen, wie die Beschreibung glauben lässt, sondern eher locker, flott und voller Tempo.

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Von Dach zu Dach

PrototypePrototype (Bild: Vivendi)Dreh- und Angelpunkt des Spiels ist New York City, genauer gesagt die zentrale Halbinsel Manhattan. Ein sonderbarer Virus greift um sich, das Militär mischt sich ein, zudem tummeln sich die fiesen Mutationen der "Infected Force" in den Straßen - ausgesprochen widerliche Kreaturen, teils haushoch. Doch Alex weiß sich seiner Haut zu wehren, seine Superkräfte sind nicht ohne. Eine möglichst handliche Steuerung zählt zu den erklärten Vorhaben von Radical. Wenn sich Alex durch die Straßen bewegt, trampelt er zum Beispiel einfach über Autos. Das Gamedesign will diese Handlichkeit mit dem Eindruck großer Kraft verknüpfen. Der Betrachter soll den Eindruck haben, mit einer Heldenfigur voller Power unterwegs zu sein. Aufgrund seiner außerordentlichen Fähigkeiten ist Alex nicht an die Straße gebunden. Er läuft rasend schnell, springt ewig weit, rennt senkrecht die Wand hoch und hüpft von Dach zu Dach. Seine Kraft bezieht Alex aus seinen Gegnern: Sobald er einen von ihnen schnappt und "konsumiert", übernimmt er dessen Aussehen und Eigenschaften. Wer sich beispielsweise einen Führungsoffizier der Streitkräfte einverleibt, kann in dessen Gestalt Untergebene kommandieren und Luftschläge gegen die Monsterhorden der "Infected Force" bestellen. Über 40 Gegner- und rund 20 Waffentypen will Radical in das Spiel integrieren. Dass sich daraus vielfältige Möglichkeiten zur Lösung der Aufgaben ergeben, dürfte einen beträchtlichen Reiz des Spieles ausmachen.

Action im Sandkasten

PrototypePrototype (Bild: Vivendi)Bei Prototype handelt es sich um ein so genanntes Sandbox-Game: Das heißt, Alex Mercer bewegt sich frei Schnauze durch eine detailgetreue Nachbildung der Industriegebiete und Wolkenkratzer-Schluchten von Manhattan. Als weiteres prägendes Element hebt Radical die Bewegungsfreiheit- und Aktions-Freiheit hervor. Wer Spaß dran hat, nutzt mal eben ein Auto als Sprungbrett, lässt sich zu einem Apache-Hubschrauber hoch katapultieren, übernimmt die Kontrolle über das Fluggerät und bekommt mächtige Waffensysteme sozusagen als Sahnehäubchen obendrauf. Mit Raketen und Gatling-Gun lässt sich ein herrliches Zerstörungswerk vollbringen, da Radicals Grafik-Engine problemlos mit einstürzenden Bauten zurecht kommt. Wer Spaß dran hat, kann nahezu das ganze Manhattan in ein Abrissgebiet verwandeln. Es wäre aber fast schade darum, denn die Stadt wirkt sehr lebensnah. Wenn Alex zum Beispiel seine Kräfte spielen lässt und die vom Virus veränderten Kreaturen durch die Straßen toben, bricht sehr echt wirkende Panik unter den Fußgängern aus. In Bewegung wirkt das Gesamtgefüge aus wilder Verfolgungsjagd und spektakulären Feuergefechten sehr überzeugend: Rasend schnell - und schwer vom Trendsport "Parkours" inspiriert - flitzt Alex über Wolkenkratzer von Dach zu Dach und bringt dabei riesige Waffenkaliber zum Einsatz. Die bisher gezeigten Bilder leben nicht zuletzt auch von den kleinen Details in den Animationen, zum Beispiel die Art und Weise, wie Alex bei plötzlichen Richtungswechseln kurz schlittert, bevor er mit Vollgas in die Gegenrichtung weitersprintet.

Fazit

Technisch macht Prototype einen ganz ausgezeichneten Eindruck. Die Stadt wirkt sehr belebt, die Passanten und Fahrzeuge reagieren auffallend realistisch auf ihr Umfeld. Das verstärkt den Eindruck, man sei mitten drin in der Action. Ein entscheidender Teil das Ganzen hüllt sich bisher allerdings noch in einen Mantel des Schweigens: die Story. Radical will die Actionszenen mit vielen Handlungs-Elementen verknüpfen - damit sich Prototype letztlich wie ein tiefsarkastisch angestrichener Katastrophen-Film anfühlt.

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