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Tödlicher Streit um Online-Rollenspiel

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Virtuell verfeindet, real getötet  

Tödlicher Streit um Online-Rollenspiel

16.01.2008, 09:24 Uhr | dpa / kro / jr / tz

Lineage 2 (Bild: NCsoft)Lineage 2 (Bild: NCsoft)Beim Spielen kochen gerne mal die Emotionen hoch. Gerade bei Multiplayer-Games, in denen man es mit vielen menschlichen Mitstreitern zu tun hat. Verbale Auseinandersetzungen wie Beleidigungen gehören hier einfach dazu. In Russland eskalierte aber ein Streit zwischen zwei Rollenspiel-Fans: Ein computerbegeisterter Student (22) prügelte einen Kontrahenten (33) tot. Die beiden Männer aus der Stadt Ufa im Südural gerieten in Rage, als sie auf einer Party feststellten, dass sie beim Massive Multiplayer Online-Rollenspiel (MMORPG) Lineage 2 verfeindeten Clans angehören. Das berichtete die Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda" in ihrer Ausgabe vom 16. Januar. Bei einer Fortsetzung ihrer Auseinandersetzung auf der Straße habe der Student so brutal zugeschlagen, dass das Opfer, ein Taxifahrer, auf dem Weg ins Krankenhaus starb.

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Verfeindete Clans

Lineage 2 (Bild: NCsoft)Lineage 2 (Bild: NCsoft)Die beiden Männer gehörten rivalisierenden Lineage 2-Clans an, die sich in einer mittelalterlichen virtuellen Welt bekämpfen. Nach Medienberichten hatte bereits im Vorjahr in Moskau ein Ukrainer einen Kontrahenten aus Lineage 2 zu Tode geprügelt, weil er sich von seinem Opfer beleidigt fühlte. Bei dem populären Rollenspiel sollen nach Branchenschätzungen weltweit mehr als eine Million Nutzer angemeldet sein.

Kabel-Attacke in Spanien

Fast tödlich endete ein Streit zwischen einem spanischen Vater und seinem Sohn. Da der Vater seinen Sohn öfters wegen seiner Vielspielerei kritisiert hatte, dieser aber darauf nicht reagierte, zog der entnervte Senior das Stromkabel der Spiele-Konsole. Daraufhin flippte der Gamer aus und würgte seinen Vater mit dem Kabel des Controllers. Die Mutter unterbrach das Gerangel. Die Polizei nahm den wutentbrannten Sohn fest, der Vater wurde ins Krankenhaus gebracht.

Ins Koma gespielt

World of Warcraft (Bild: Blizzard)Nicht nur in Russland, auch in West-Europa sorgte vor ein paar Tagen ein Online-Rollenspiel für Schlagzeilen: Bis zum Umfallen hatte ein 15-jähriger Belgier World of Warcraft gespielt. Völlig erschöpft sei der Junge aus La Louvière schließlich ins Koma gefallen, berichtete die Zeitung "Het Nieuwsblad op Zondag". Es habe fast einen Tag gedauert, bis er im Krankenhaus wieder zu sich kam.

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Bessere Kontrolle nötig

"Ich bin süchtig", räumte der 15-jährige Benjamin in der Zeitung "La Capitale" ein. "Normalerweise habe ich bis vier oder sechs Uhr morgens gespielt und bin dann erst ins Bett gekrochen. Aber oft habe ich auch die ganze Nacht durchgespielt." Um die Müdigkeit zu bekämpfen, trank er den Angaben zufolge literweise Kaffee und Energy-Drinks. Jetzt habe er aber begriffen, dass diese Spiele zur neuen Droge für junge Leute geworden seien. Auch Benjamins Mutter, die seit dem Verlust ihres Mannes im Jahr 2006 allein fünf Kinder erzieht, will aus dem Zusammenbruch ihres Sohnes eine Lehre ziehen. "Ich habe wohl versucht, meine Kinder vom Computer wegzuholen, aber dann wurden sie aggressiv", erzählte die Frau. Künftig will sie energischer eingreifen.

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