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Computer- und Videospiele: Mehr Hardware-Power für Games

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Mehr Power für Games

18.01.2008, 10:13 Uhr | tz

Ati Ruby (Bild: AMD)Ati Ruby (Bild: AMD)Manchmal kann man als PC-Spieler das Konsolenlager schon beneiden. Konsolen-Spiele laufen in den allermeisten Fällen auf Anhieb problemlos. Patch-Orgien sind hier ein Fremdwort. Bei PC-Games sieht das leider anders aus. Nicht immer ist es jedoch das Spiel selbst, das Gamer an den Rand der Verzwei- flung treibt. Häufig machen auch fehlerhafte oder veraltete Treiber Probleme mit brandaktuellen Titeln. Die beiden großen Grafikkarten- Hersteller AMD (ehemals Ati) und Nvidia veröffentlichen daher in regelmäßigen Abständen neue Versionen ihrer Catalyst- (AMD), beziehungsweise Forceware- Treiberpakete (Nvidia). Die beheben nicht nur diverse Kompatibilitätsprobleme, sondern steigern mitunter auch die Leistung der Grafikkarte um bis zu 80 Prozent. Was regelmäßig aktualisierte Treiber wirklich bringen, verraten wir in unserem Artikel.

Foto-Show Treiber für Spiele optimal konfigurieren

Mehr Leistung für lau?

Company of Heroes: Opposing Fronts (Bild: THQ)Company of Heroes: Opposing Fronts (Bild: THQ)Wer seine Treiber in regelmäßigen Abständen aktualisiert, erhält meist erheblich mehr Leistung. Und das, ohne dafür einen Cent in neue Hardware investieren zu müssen. Wirft man einen Blick in die Release-Notes der Catalyst-Treiber, stechen bisweilen enorme Leistungssteigerungen ins Auge. Von 70 Prozent mehr Leistung in Bioshock ist beispielsweise in den Anmerkungen zur Catalyst-Version 7.10 die Rede - jedoch nur unter DirectX 10 mit Crossfire-Gespannen und Radeon HD 2000-Beschleunigern. Sogar 80 Prozent schneller soll Company of Heroes laufen - allerdings mit den selben spezifischen Vorgaben wie zuvor bei Bioshock. Wer nach Verbesserungen sucht, die in weniger speziellen Fällen greifen, wird zwar seltener, aber dennoch fündig. So konnte AMD im Spiel Enemy Territory: Quake Wars die Performance mit allen Radeon X1000- und Radeon HD 2000-Grafikkarten im Catalyst 7.10 um 23 Prozent steigern. Nicht jede neue Inkarnation des Catalyst bringt übrigens mehr Performance. Einige Versionen, wie der im Dezember veröffentlichte Catalyst 7.12, sind reine Bugfix- beziehungsweise Kompatibilitäts-Releases. Auch der Catalyst 8.1 ist ein solches Update.

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Die Konkurrenz schläft nicht

Crysis (Bild: EA)Crysis (Bild: EA)AMD-Konkurrent Nvidia hält sich bei der Dokumentation von Leistungs- steigerungen eher bedeckt. Natürlich schraubt auch die Grafikschmiede aus Santa Clara, Kalifornien, eifrig an ihren Treibern, akribisch protokolliert werden die Verbesserungen im Bereich Performance aber nicht. Auch verfolgt Nvidia generell eine andere Treiber-Politik. Aktualisierte, von Microsoft zertifizierte Treiber veröffentlichen die Kalifornier eher sporadisch. Dafür erscheinen in kurzen Abständen Beta-Versionen des Forceware-Treiberpaketes, die zwar vom Hersteller nicht offiziell freigegeben sind, aber dennoch im Normalfall problemlos ihre Arbeit verrichten. Aktuell schwirrt ein Beta-Treiber (Versionsnummer 173.61) durch das Netz, der den Ego-Shooter Crysis unter DirectX 10 um mehr als 20 Prozent beschleunigt. Zum öffentlichen Download gibt es den Treiber aber noch nicht. Auch zum Release von Bioshock stellte Nvidia einen speziellen Treiber (Versionsnummer 163.44) bereit, der ausschließlich Performance- und Kompatibilitätsprobleme im Zusammenhang mit dem Unterwasser-Horror-Shooter löst.

Die Kehrseite der Medaille

ATI Radeon HD 3850 (Bild: AMD)ATI Radeon HD 3850 (Bild: AMD)Wer hofft, mit einem neuen Treiber den Grafikkarten-Opa von vorgestern in das High-End-Modell von heute verwandeln zu können, wird jedoch enttäuscht. Leistungssteigerungen im hohen zweistelligen Bereich sind nur unter bestimmten Bedingungen mit Grafikkarten neueren Datums möglich. Aktuell sind das die Radeon HD 2000- und die technologisch sehr ähnliche Radeon HD 3000-Serie von Ati sowie die Geforce 8-Serie aus dem Hause Nvidia. Hier liegen noch Potentiale in der Hardware verborgen, die sich von den Treiberentwicklern freisetzen lassen. Ältere Beschleuniger sind dagegen bereits an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Außerdem optimieren ATI und Nvidia ihre Treiber primär für die jeweils aktuelle Kartengeneration. Ein neuer Catalyst- oder Forceware-Treiber muss deshalb für eine Grafikkarte älteren Datums, wie beispielsweise einer Radeon X800, einer Geforce 6 oder noch älteren Modellen, mitnichten der schnellste sein.

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Neue Treiber lohnen trotzdem

Nvidia Geforce 8800 GT (Bild: Nvidia)Nvidia Geforce 8800 GT (Bild: Nvidia)Dennoch sollte man selbst mit einer leicht angegrauten Grafikkarte seine Treiber nicht völlig verstauben lassen. Auch wenn keine Performance-Sprünge mehr zu erwarten sind, greift der Vorteil der besseren Kompatibilität mit aktuellen Spielen trotzdem. Von Zeit zu Zeit spendieren die beiden großen Grafik-Schmieden ihren Treiberpaketen auch neue Features, aktuell geschehen beim Catalyst 8.1. AMD führt mit der neuen Version das Feature "Multi View" ein, das volle 3D-Hardware-Beschleunigung mit der Grafikschnittstelle OpenGL auch unter Verwendung von zwei oder drei Displays möglich macht. "Multi View" funktioniert mit Beschleunigern ab der Radeon X1300.

Fazit 

Anspruchsvolle Spieler, die regelmäßig brandneue Games zocken, sollten nicht nur auf eine schnelle Grafikkarte, sondern auch auf regelmäßig aktualisierte Treiber achten. Ein guter Richtwert sind hier drei bis vier Monate. Damit profitieren sie sowohl von den Leistungsverbesserungen als auch von neuen Features. Außerdem geht man so vielen lästigen, durch alte Treiber verursachten Problemen in Games von vorne herein elegant aus dem Weg. Außerdem bietet die Grafikkarte so am längsten ihre maximale Leistung, bis für Spiele wie ein Crysis 2 Game ohnehin eine neue angeschafft werden muss.

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