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Das Ende des Spiele-PC - Teil 3: Der PC bleibt im Ring (1)

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Das Ende des Spiele-PC (Teil 3)  

Der PC bleibt im Ring

24.01.2008, 12:21 Uhr | Medienagentur plassma / jr

Ende des Spiele-PC (Bild: T-Online)Ende des Spiele-PC (Bild: T-Online)Das Geschäftsjahr 2007 sah rosig aus für Spiele-Hersteller. Nach Angaben des Marktforschungs- instituts Media Control erwirt- schafteten Electronic Arts, Activision & Co. in Deutschland 30 Prozent mehr Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings ergab sich der stattliche Zuwachs fast ausschließlich aus der enormen Steigerung der Videospiel-Umsätze. PC-Spiele wurden in geringeren Stückzahlen verkauft als 2006. Damit folgt der konservative und PC-Spiel-lastige deutsche Markt der internationalen Entwicklung. Dieses Kaufverhalten wirkt sich aus auf die Spiele-Entwicklung aus. Vor fünf Jahren programmierten deutsche Studios fast ausschließlich Computerspiele. Im Jahr 2008 werden hierzulande Dutzende Games für Wii und DS aufgelegt, sogar einige Playstation 3- und Xbox 360-Titel. Teile des Massenmarkts für PC-Spiele gehen langsam flöten. Doch aus dieser Tendenz die Schlussfolgerung zu ziehen, dass der Computer als Spiele-Plattform keine Zukunft mehr hat, dürfte verfrüht sein - denn er hat weiterhin Stärken, gegen die Konsolen nicht ankommen.

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Deutschland spielt mobil

Jack Keane (Bild: 10Tacle)Jack Keane (Bild: 10Tacle)Wegen des schrumpfenden PC-Spiele-Marktes bemühen sich deutsche Hersteller um eine Optimierung ihrer Konzepte für Konsolen. Claas Wolter, Sprecher des Hamburger Adventure- Spezialisten dtp, sagt: "Für uns sind die Nintendo-Konsolen hochinteressant - in kreativer und kommerzieller Hinsicht." Der DS verkaufte sich im Vorweihnachtsgeschäft 80.000 bis 130.000 Mal - wöchentlich. Konsequenterweise produzieren deutsche Hersteller wie CDV, Koch Media, dtp und 10tacle mit Priorität DS-Versionen erfolgreicher PC-Titel wie Jack Keane, Undercover und Geheimakte Tunguska. Die Hersteller sind damit nicht mehr allein auf die Einnahmen aus dem Verkauf der PC-Versionen angewiesen, was für die Qualitätssicherung von einiger Bedeutung ist. Die Zunahme von Patches zum Veröffentlichungstag spricht in diesem Zusammenhang Bände. Das wiederum wirkt sich auf die Verkaufszahlen aus: Die Erfolgsmarken für PC-Spiele sind gesunken.1999 musste ein Top-Titel wie Age of Empires 2 noch mehrere hunderttausend Mal über die Ladentheke gehen, um an die Spitze der Verkaufscharts zu gelangen. Heute reichen hohe fünfstellige Verkaufszahlen aus, um einen Top-Ten-Platz zu ergattern.

Spiele-Magazin 10 Mal Zukunft: So geht es weiter mit dem Spielen

Technik-Anforderungen

Crysis (Bild: EA)Crysis (Bild: EA)Gleichzeitig wachsen die Ansprüche an die Technik. Im ersten Quake wurde die Spielfigur von Monstern angegriffen, die aus etwa 20 Polygonen bestanden. In Crysis und Far Cry 2 treiben sich Gegner herum, die jeweils in wochenlanger Arbeit von 3D-Grafikern erstellt wurden, inklusive erkennbarem Bartschatten und zerrupften Augenbrauen. Um das darstellen zu können, braucht der Spieler einen teuren, technisch auf dem neuesten Stand befindlichen PC. Und selbst der muss alle zwölf bis fünfzehn Monate mit einer neuen Grafikkarte, einem weiteren Speicherriegel oder einem besseren Prozessor aufgerüstet werden, um mit der Entwicklung Schritt zu halten. Da Hardware-Hersteller zudem sehr gerne Prozessor-Slots und Steckplätze auf den Mainboards modifizieren, passiert es gar nicht so selten, dass man seine alte Hardware komplett abschreiben kann und sich einen neuen Spiele-PC kaufen muss.

Ausweg Multiplattform-Marketing

Schnell kostet die Entwicklung eines anspruchsvollen PC-Shooters einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Bei Verkaufszahlen von maximal wenigen hunderttausend Stück lohnt sich eine derartige Produktion nur in Ausnahmefällen, so dass die meisten Hersteller die Multiplattform- Vermarktung favorisieren. Dabei wird häufig die PC-nahe Xbox 360 als Basis-Plattform verwendet, deren Spiele-Code dann für die PC-Version nur noch grob angepasst wird. Die technische Flexibilität des PC wird so zum zweischneidigen Schwert: Die Plattform erlaubt Innovationssprünge in Sachen Darstellungsqualität, treibt allerdings auch die Kosten in die Höhe. Das statische System von Spiele-Konsolen (der Lebenszyklus einer Geräte-Generation liegt bei rund fünf Jahren) ist da einfacher zu handhaben. Sony verwendet zum Beispiel für die aktuelle Playstation 2 die gleichen Grafikchips wie vor fünf Jahren. Ein Standard-PC des Jahres 2003 enthält etwa eine Grafikkarte mit Geforce 3-Chip. Damit läuft heute nicht mal mehr ein Gelegenheitsspiel wie Crazy Machines 2 richtig flott, während Konsolen selbst in mehreren Jahren mit für sie programmierten neuen Spiele ohne Probleme zurecht kommen.


Spiele-Magazin Das Ende des Spiele-PC (1): Selbst ins Abseits gestellt

Zielen und treffen

Link's Crossbow Training (Bild: Nintendo)Link's Crossbow Training (Bild: Nintendo)Häufig werden PC-Systeme zugleich als als Arbeits- und Freizeit-Gerät belastet. Das hinterlässt Daten-Müll auf der Festplatte und in der Windows-Registry und wirkt sich in ungünstigen Fällen dahingehend aus, dass der PC den pfeilschnellen Aufbau des Dschungels in Far Cry 2 nicht so schnell wie gewünscht hinbekommt. Solche Probleme haben Konsolen-Spieler nicht. Doch auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. Viele Spiele kämpfen mit dem Problem mangelnder Genauigkeit. Selbst das aktuelle Zelda-Armbrust-Schießtraining mit dem Lightgun-ähnlichen Wii Zapper ermöglicht kein pixelgenaues Schießen, wie es mit einer guten Razer-Maus am PC mühelos gelingt. Hier hat der PC durch die sehr viel höhere Abfrage-Genauigkeit klare Vorteile, die man bei der Steuerung von Strategie- und Shooter-Titeln auch unbedingt braucht, um viele frustrierende Helden-Tode zu vermeiden.

Spiele-Magazin Das Ende des Spiele-PC (2): Vormarsch der Konsolen

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