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Von der Holzkiste zum Hightech-Gadget

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Spiele-Maus-Historie  

Von der Holzkiste zum Hightech-Gadget

29.01.2008, 12:23 Uhr | Lars Craemer (PC Games Hardware) / jr

Spiele-Maus-Geschichte (Bild: PCGH / Montage: T-Online)Spiele-Maus-Geschichte (Bild: PCGH / Montage: T-Online)Seit fast 45 Jahren existiert die Maus als Eingabegerät für den Spiele-PC. Dabei hat sie technisch wie optisch einige radikale Änderungen durchlaufen. Als der Erfinder der Maus, Douglas Engelbart, 1963 die erste Version des heute verbreiteten Eingabegeräts entwickelt hat, bestand dieses noch aus einem Holzkasten mit zwei Scheiben. Von "Dots per inch" (Dpi, gibt bei optischen Mäusen die maximale Auflösung des Sensors an) und optischen Sensoren war natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Rede. Überdies hat der Siegeszug der Maus nach deren Präsentation im Jahre 1968 relativ lange gedauert, da der Computer zum Zeitpunkt der Entwicklung fast ausschließlich per Texteingabe gesteuert wurde. Eine grafische Oberfläche - und damit die notwendige Spielwiese für die Maus - gab es erst deutlich später.


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Die Frühzeit

Optischer Maus-Sensor (Bild: PCGH / Montage: T-Online)Optischer Maus-Sensor (Bild: PCGH / Montage: T-Online)Die erste Mausversion von Engelbart bestand noch aus einem Holzkasten und zwei rechtwinklig zueinander stehenden Scheiben. Diese ermöglichten eine Informations- verarbeitung auf der X- und Y-Achse. Ein deutlicher Schritt nach vorn war Anfang der 70er-Jahre die Entwicklung und Einführung der Kugelmaus. Bill English, der schon an der ersten Maus mitgearbeitet hatte, stellte diese 1972 zusammen mit dem Xerox Alto-Computer vor. Dieses System besaß eine frühe Version der heute selbstverständlichen grafischen Benutzeroberfläche bei Betriebssystemen. Bei dieser Technik sind die beiden Scheiben durch eine Kugel ersetzt, die ihre Bewegungsinformationen an zwei in der Maus befestigte Rollen abgibt. Der Vorteil: Die Maus hat durch die Kugel eine deutlich verbesserte Bewegungsfreiheit. Bei dieser Variante wurden übrigens schon optische Signalgeber verwendet, allerdings nur als Bewegungssensoren an den beiden Enden der Rollen. Hier befinden sich "Lochscheiben“ mit regelmäßigen Aussparungen - so erkennen die Photolinsen eine Bewegung. Der nächste logische Schritt bei der Maus-Evolution fand Anfang der 80er-Jahre statt, hier wurde auf mechanische Teile wie Kugeln oder Rollen verzichtet und stattdessen eine "Kamera“ eingesetzt. Hohe Kosten für die Sensorbauteile verhinderten allerdings einen wirtschaftlichen Erfolg bis zum Ende der 90er Jahre.

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Generationswechsel

Wingman Force Feedback (Bild: Logitech)Wingman Force Feedback (Bild: Logitech)Die ersten Spiele-Mäuse waren, neben der Kugeltechnologie, sehr simpel aufgebaut. In diesem Bereich hat Logitech bereits sehr früh um 1985 die Drei-Tasten-Kugelmaus Logimouse C7 vorgestellt. Die Krönung der Kugeltechnologie dürfte die Razer Boomslang sein - diese Maus war in den Jahren 1999 bis 2000 der Quasistandard für Gaming-Mäuse. Der Siegeszug des USB-Anschlusses begann erst 1998 mit einem überarbeiteten Windows 95/98, auch hier hatte Logitech mit der Pilot die Technologie-Nase weit vorn gehabt. In die Zeit fällt auch ein echter Maus­Exot von Logitech: die Wingman Force Feedback Mouse mit Rütteleffekten und fester Verbindung zur Unterlage.

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Licht statt Kugeln

Der Generationswechsel von LED- auf Laser-Technologie vollzog sich im Vergleich zu den anderen Revolutionen eher fließend vollzogen. Dies lag unter anderem an der sehr ausgereiften LED-Technik. Bereits 1998 hatte Sun Microsystems Lasermäuse für seine Workstations vorgestellt. Der PC-Markt wurde hingegen erst 2004 durch eine Kooperation von Logitech und Agilent mit der Logitech MX 1000 Laser mit dieser Technologie beglückt. Die anfängliche Auflösung von 400 Dpi ist bis heute auf über 2000 Dpi gewachsen.

Dpi in der Praxis

Die ersten optischen Mäuse, allen voran die Intellimouse Explorer von Microsoft, schlugen 1999 wie eine Bombe in der Spiele-Community ein. Damals wurde die Oberfläche noch mit 400 Dpi abgetastet. Schnell legten die Hersteller mit überarbeiteten Sensoren nach und erreichten so 800 bis 1600 Dpi. Bei den 1600-Dpi-Modellen handelt es sich oft um 800-Dpi- Sensoren mit einer modifizierten Linse. Lasermäuse haben in der Regel zwischen 1600 und 2000 Dpi. Die hohen Dpi-Zahlen sind nur bei großen Auflösungen sinnvoll.

Ausstattungs-Innovation

Logitech G7 (Bild: Logitech)Logitech G7 (Bild: Logitech)Bereits 1984 wurde auf Basis der Infrarot-Technologie die erste kabellose Maus entwickelt. Diese wurde bis 1991 weiterentwickelt und kommunizierte über Radiowellen mit dem PC. Die Wireless-Technologie fand 2002 mit der Verwendung der Bluetooth-Technologie ihren derzeitigen Höhepunkt. Ein echtes Highlight für Spieler ist hier momentan die G7, die zwei auswechselbare Akku-Einheiten besitzt und dank Lasertechnik voll spieletauglich ist. Ein gutes Beispiel für die Wechselwirkung von Soft- und Hardware ist die Easyscroll von Genius aus dem Jahr 1995, die als erste Maus ein Rad zwischen den beiden vorderen Haupttasten besaß. Erst als Microsoft ein Jahr später die Technik in der Textverarbeitung und im Betriebssystem integriert, wird das Produkt allerdings ein wirtschaftlicher Erfolg.

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Maus-Meilensteine

Microsoft Habu (Bild: Microsoft)Microsoft Habu (Bild: Microsoft)Wie im Motorsport treiben auch im E-Sport die entwickelten High-End- Produkte die Innovationsflut im Massenmarkt voran. So sorgen beispielsweise bei der Logitech G5 Gewichte für die Anpassung an den eigenen Spielstil. Die Microsoft Habu treibt die Modularität auf die Spitze - hier gibt es verschiedene Module für die linken Seitentasten, die jeweils eine andere Positionierung erlauben. Fast schon Standard ist hingegen die Dpi-Änderung "on the fly". Die Logitech MX 518 besitzt dafür zwei Knöpfe vor und hinter dem Mausrad. Diese Funktion ist bei Shootern interessant, bei denen man für das Snipergewehr mehr Präzision braucht.

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