Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Specials >

Denksport der gemächlichen Art

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test Wii Schach | Schach-Simulation | Wii  

Denksport der gemächlichen Art

13.02.2008, 12:21 Uhr | Richard Löwenstein / kro, t-online.de

Wii Schach (Bild: Nintendo)Wii Schach (Bild: Nintendo)Höchste Zeit für Gehirnjogging der gehobenen Klasse, genauer gesagt für die erste Brettspiel-Simulation auf der Wii-Konsole. Wii Schach folgt den traditionellen Schachregeln: Auf einem virtuellen Brett von acht mal acht hellen und dunklen Feldern gilt es, die 16 eigenen Figuren geschickt zu platzieren, zu manövrieren und den gegnerischen König letzten Endes ins Schachmatt zu setzen. Da ist vorausschauendes, strategisches Denken gefragt und die Fähigkeit, die Züge seines Gegners vorherzusehen. Es gibt zwei wesentliche Gründe, das Spiel der Könige auf der Wii zu genießen statt wie gewohnt auf dem Brett. Zunächst ersetzt der Prozessor der Konsole einen menschlichen Figuren-Schieber und drängt sich damit als nimmermüder Trainings-Partner auf. Zum zweiten ist es via Online-Anbindung möglich, weit entfernte Partner aus Fleisch und Blut herauszufordern. Doch leider schwächelt die Umsetzung in einigen Punkten.

Tests & Previews Augen-Training
Tests & Previews Practise English
Tests & Previews Dr. Kawashima: Mehr Gehirn-Jogging


Gemütliche Partien

Wii Schach (Bild: Nintendo)Wii Schach (Bild: Nintendo)Zur Partie klimpert ein bisschen einlullende Klaviermusik, dazu kommen neckische Jingles. Die Grafik gibt sich ähnlich unspektakulär. Ist also alles schnörkellos gemacht, ganz ohne die sonst für Nintendo-Titel typischen Nettigkeiten und auch ohne nennenswerte Ideen. Das Können des Schachcomputers lässt sich in zehn Stufen an die eigenen Fähigkeiten anpassen. Auf Stufe Eins geht's flott vorwärts, da haben auch Einsteiger leichtes Spiel. Auf Niveau zehn gönnt sich die Wii schon mal 50 Sekunden und mehr Bedenkzeit. Schade, dass sich die Künstliche Intelligenz zu keiner schnelleren Gangart bewegen lässt. Der Abbruch des langatmigen Gedankengangs per Knopfdruck ist jedenfalls nicht vorgesehen. Und dass bereits zu Beginn einer Partie viel Bedenkzeit verrinnt, lässt auf eine nicht nennenswert ausgestattete Eröffnungs-Bibliothek schließen.

News Wii für den Sport-Unterricht
Tests & Previews Wii Fit

Keine Chance gegen Kasparov

Wii Schach (Bild: Nintendo)Wii Schach (Bild: Nintendo)Was die Spielstärke betrifft: Sie steht in keinem Vergleich mit ausgewiesenen Schachcomputern oder auch dem PC-Programm Fritz. Einsteiger und Gelegenheits-Spieler werden in Wii Schach trotzdem ihren Meister finden. Das Programm pflegt einen recht aggressiven Stil. Es drängt mitunter sehr früh in der Partie mit der Dame nach vorne und scheut zu keiner Zeit vor einem Bauernopfer zurück, um einen taktischen Vorteil für Läufer oder Springer zu erringen. Bei allem Sturm und Drang kommt es aber immer wieder zu leichtsinnigen Fehlern, die einem guten Schachprogramm eigentlich nicht passieren sollten.

Tasten statt Gesten

Zur Steuerung wird ausschließlich die Wii-Fernbedienung benutzt, also kein Nunchuck. Die Bedienung ist allerdings deutlich unkomfortabler gelöst als bei anderen Produktionen für die Nintendo-Konsole. Beispielsweise lässt sich der Cursor nur mit den vier Richtungstasten auf der Fernbedienung lenken. Nicht einmal bei der Eingabe des eigenen Namens per Buchstaben-Menü wird der Bewegungs-Sensor genutzt. In der Praxis stört das zwar weniger als man meinen könnte, dennoch hätte Wii Schach den Bewegungs-Sensor unterstützen sollen.

Was gut gelöst wurde

Ein paar Komfort-Merkmale lassen sich aber finden. Beispielsweise deutet Wii Schach die möglichen Ziele einer Figur durch Umfärbung der betreffenden Felder an, sobald man den Cursor darauf bewegt. Auch die Zugrücknahme kommt Schach-Einsteigern entgegen. Ein Status-Fenster zeigt auf Wunsch die wichtigsten Spieldaten, also Namen der Spieler, Anzahl ihrer Züge und die Figuren, die dem Gegner bereits abgenommen wurden.

Fazit

Der Preis von unter 30 Euro passt zur Leistung: Wii Schach ist weder besonders ahnsehnlich noch ausgesprochen spielstark geraten. Es eignet sich als Schachprogramm für zwischendurch, das Gelegenheits-Strategen ordentlich die Gehirnzellen massiert. Könner werden jedoch massiv unterfordert. Schade, von Nintendo hätte man etwas mehr erwartet.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal