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Spiele, die nach Hause telefonieren (2/2)

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Aktivierungs-Zwang für Gamer  

Spiele, die nach Hause telefonieren (2/2)

08.05.2008, 14:33 Uhr | Medienagentur plassma / jr

Earth 2160 (Bild: Zuxxez)Earth 2160 (Bild: Zuxxez)Ähnlich generös zeigte sich der Hersteller bereits bei seinem Strategie-Titel Earth 2160, allerdings wurde auch hier nicht auf die Online-Aktivierung verzichtet. Für Hersteller gilt diese Maßnahme als einigermaßen wirkungsvoller Schutz gegen das unerlaubte Kopieren von Spielen. Branchenvertreter gehen davon aus, dass mindestens zwei von drei gespielten PC-Titeln widerrechtlich, also durch Verletzung der Urheberrechte, genutzt werden. Die Kosten für die Technik halten sich offenbar in Grenzen: „Da wir alles selbst programmiert haben, sind die Kosten geringer als bei einem DVD-Schutz“, sagt Schindler. Take 2 verließ sich bei Bioshock indes nicht völlig auf die Online-Aktivierung: Auf der DVD befindet sich ein konventioneller Kopierschutz, den Profis in wenigen Minuten knacken. Das bringt einige Spieler auf die Palme: „Mir geht dieser Aktivierungs-Wahn auf die Nüsse. Diejenigen, die sich Software ehrlich erworben haben, müssen sich damit rumärgern“, meckert ein Bioshock-Spieler in einem Internet-Forum. Für Two Worlds-Spieler findet hingegen Schindler nur gute Worte: „Die negativen Rückmeldungen halten sich stark in Grenzen, und wir können ein durchweg positives Fazit unser Kopierschutzstrategie ziehen, die wir auch in Zukunft für unsere Produkte verwenden werden.“ Das eigens programmierte System von Zuxxez ist allerdings ein Sonderfall, die meisten Hersteller sind zwar geneigt dazu, ein Aktivierungssystem einzuführen, scheuen jedoch den Aufwand bei Entwicklung und Service.

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Gordon Freeman im Dampf

Hlaf-Life 2 (Bild: Valve)Hlaf-Life 2 (Bild: Valve)Daher liebäugeln sie mit Steam, der Online-Dienst des Herstellers Valve, der erstmals anlässlich der Veröffentlichung des Ego-Shooters Half-Life 2 im Jahr 2004 in den Fokus rückte. Abgesehen von Online-Rollenspielen war der Shooter um Held Gordon Freeman das erste PC-Spiel, das nur nach einer Freischaltung via Steam gestartet werden konnte. Zwar hatte auch Steam mit Zugangsproblemen zu kämpfen, doch die überwiegend positiven Erfahrungen führten dazu, dass der Dienst ausgebaut wurde. Hersteller Valve gibt an, dass mittlerweile rund 16 Millionen Kunden dort registriert sind.

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Vor- und Nachteile

Diese Kunden können via Steam ihr Spiel auf dem neuesten Stand halten, oftmals zwangsweise und mit Gigabyte-großen Upgrades. Über Steam stellt der Spieler auch Verbindung zu anderen Spielern her, um an Wettkämpfen teilzunehmen oder sich einfach online zu Deathmatches zu verabreden. Wer das kostenlose Grund-Programm von der Homepage heruntergeladen hat, kann es dazu benutzen, um andere PC-Spiele zu kaufen und auf seine Festplatte zu übertragen. Derzeit sind rund 200 Titel im Angebot, womit Steam zu einer wichtigen Vertriebs-Plattform geworden ist. Für viele Spieler ist das Angebot eine kostengünstige und zukunftsweisende Alternative zum Spiele-DVD-Kauf. Andere Spieler sorgen sich um den Datenschutz, denn der Online-Dienst überträgt Daten zur Systemkonfiguration sowie Informationen, die von Datenschützern als vertraulich eingestuft werden. Hersteller Valve nutzt die Daten, um detaillierte Statistiken zu erstellen für interne Service-Zwecke und für die zahlreicher werdenden Geschäftspartner, darunter vor allem kleinere Hersteller. Die freuen sich über die besseren Gewinn-Margen als im schwerfälligen DVD-Handel und stärken damit Steam und den Aktivierungs-Zwang bei PC-Spielen.

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Fazit

Da der Online-Vertrieb zweistellige Zuwachsraten erfährt und im Gegensatz dazu der traditionelle PC-Spiele-Retailmarkt schrumpft, werden sich die Online-Downloads und Online-Aktivierung von Games weiter etablieren. Und zwar nicht nur bei Spielen mit dezidiertem Online-Modus, sondern auch bei waschechten Single-Player-Titeln. Da mögen die Nörgler noch so fluchen, die Publisher werden den Zugewinn - sicherere Distributionswege und mehr Informationen über die Kundschaft - nicht mehr aus der Hand geben. Nur die Kundschaft ohne Flatrate und DSL-Anbindung, die guckt bei dieser Praxis in die Röhre. Bleibt nur ein Ausweg: sich eine Playstation 3, Xbox 360 oder Wii-Konsole kaufen und wenige Sekunden nach Einschieben des Datenträgers zocken - selbst ohne Online-Anbindung.

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