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"Lost: Via Domus": Adventure für PC, Xbox 360 und PS3

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Test Lost: Via Domus | Adventure | PC, Xbox 360, Playstation 3  

Reif für für die Insel

17.03.2008, 11:59 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Lost (Bild: Ubisoft)Lost (Bild: Ubisoft)Spiele-Umsetzungen von Filmen und TV-Produktionen haben es schwer auf dem Markt: Primär auf den Gelegenheitsspieler hin ausgerichtet, bieten sie meist weder den nötigen Tiefgang noch die packende spielerische Herausforderung, um auf lange Sicht motivierend zu bleiben. Meist bleibt es beim optischen Zitat des berühmten Vorbilds. Das Adventure-Spiel Lost: Via Domus, basierend auf der mysteriösen Kult-TV-Serie von J. J. Abrams, nimmt hier eine Sonderstellung ein. Denn schon das Lost-Spektakel im Fernsehen spaltet das Publikum in zwei Lager. Die einen verfolgen gebannt Staffel um Staffel, während die anderen mit den geheimnisumwitterten Storys überhaupt nicht warm werden. Wer die TV-Serie Lost nicht zumindest in Ansätzen kennt, wird auch beim Lost-Spiel aus dem kanadischen Entwicklerstudio von Ubisoft nur Bahnhof verstehen. Zwar erzählt das für PC, Xbox 360 und PS3 erscheinende Game eine ganz eigene, in überschaubare Episoden-Häppchen unterteilte Geschichte. Aber neue Fans wird Entwickler Ubisoft Montreal der Serie damit nicht zuführen. Dafür ist das Ganze zu eng an das TV-Vorbild angelehnt und setzt zu viel Wissen über Charaktere und Struktur der Reihe voraus.

Foto-Show Lost: Screenshots zum Spiel

Verhängnisvolle Bruchlandung

Lost (Bild: Ubisoft)Lost (Bild: Ubisoft)Alles beginnt sehr spektakulär mit einem Flugzeugabsturz des Passagierflugzeugs Oceanic 815 aus Sydney. Protagonist Elliot wird aus dem zerberstenden Rumpf der Maschine geschleudert und findet sich ohne Gedächtnis an einem Strand wieder. Mühsam sammelt er seine Knochen zusammen, befragt andere Überlebende zu den Ereignissen und bekommt dabei recht einsilbige, banale Antworten. Auf der Suche nach seinen Habseligkeiten merkt Elliot, dass die Entwickler seinem Erkundungsdrang sehr enge Grenzen gesetzt haben: Die Grafikpracht der sonnendurchfluteten Dschungelwelt ist nicht völlig frei begehbar. Immerhin trifft der Held mit Kate, Locke und Jack gleich ein paar alte Bekannte aus der TV-Serie, die noch dazu mit denselben Schauspielern synchronisiert wurden - ein erfreuliches Wiedersehen für Fans. Dann geht es ans erste Puzzle: Einen defekten Schaltkreis reparieren, um eine Explosion des Flugzeugwracks zu verhindern. Aufgaben dieser Art wird Elliott im weiteren Verlauf noch öfter bewältigen müssen. Doch die Herausforderung hält sich - wie auch bei den anderen Rätseln - für geübte Adventure-Spieler arg in Grenzen.

Schatten der Vergangenheit


Lost (Bild: Ubisoft)Lost (Bild: Ubisoft)Keine Frage, das Spiel Lost ist hervorragend inszeniert. Die grafische Umsetzung der Schauplätze kann sich sehen lassen: Mit üppiger Vegetation oder kaltem, abweisendem Beton, gleißendem Sonnenlicht und bedrückender Dunkelheit sowie mit raffinierten Feuer-, Rauch-, Nebel- und Unschärfe-Effekten. Die Charaktere verfügen über realistische, ausdrucksstarke Mimik und lebensnahe Bewegungsabläufe - auch wenn es mit der Lippen-Synchronisation bei den Dialogen oft etwas hapert. Untermalt wird das Geschehen von einem kinoreifen Soundtrack, der die Stimmung der einzelnen Schauplätze perfekt unterstreicht und dem Spieler immer wieder kalte Schauer über den Rücken jagt.

Hin und Her

Lost (Bild: Ubisoft)Lost (Bild: Ubisoft)Selbiges gilt für das Wechselbad der Gefühle, in das die Erzählstruktur den Spieler stürzt: Kurze Gegenwartssequenzen wechseln sich ab mit spielbaren Rückblenden, in denen Elliot per Kamera die Bruchstücke seiner Erinnerung wieder einfangen will. Dramaturgisch toll gemacht, aber ohne entscheidende Impulse fürs Gameplay. Spannend sind die Momente, wenn der Spieler vom mysteriösen schwarzen Rauch verfolgt wird. Dann gilt es, sich hinter einem schützenden Objekt zu verstecken und mit heftig klopfendem Herz zu warten, bis die Gefahr vorübergezogen ist.

Fazit

Lost: Via Domus hinterlässt einen reichlich gemischten Eindruck. Das Adventure-Spiel ist atmosphärisch topp, spielerisch fällt die Bilanz dagegen eher mau aus. Leicht zu steuern und mit sehr einfachen Puzzles, bei denen man dank eines Aufgaben-Tagebuchs nie den Überblick verliert, zielt Lost vor allem auf die Gelegenheitsspieler unter den Fans der TV-Serie. Anspruchsvolle Hardcore-Abenteurer werden mit dem Titel hingegen kaum glücklich. Dafür sorgen nicht nur die läppischen Herausforderungen, sondern auch Design-Schnitzer wie das Fehlen einer freien Speichermöglichkeit und die unverschämt kurze Spieldauer von gerade mal rund sieben Stunden.



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