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Eee PC als Spiele-Hardware: Notebook vs. Spielkonsole

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Mini-Notebooks als Spielemaschinen  

Zocken mit den Notebook-Zwergen

23.06.2008, 16:25 Uhr | Tobias Zeißler

Zocken mit den Notebook-Zwergen (Montage: T-Online)Zocken mit den Notebook-Zwergen (Montage: T-Online)Bloggen in der Straßenbahn, eMails abrufen im Park oder YouTube- Videos auf der Couch hochladen - kein Problem mit dem Eee PC. Da Asus' Mini Notebook zudem leicht und günstig ist, wundert es nicht, dass sich der Winzling innerhalb kurzer Zeit zum Kassenschlager entwickelte. Angesichts des Rummels um den Mini-Rechner fragt sich auch so mancher Spieler, ob sich der Notebook-Zwerg nicht auch als potenter Spiele-Handheld einsetzen lässt.

Doch kann die portable Wunderkiste Sonys PSP und Nintendos DS wirklich Konkurrenz machen? Wir gehen der Frage nach, zeigen Alternativen auf und geben Antworten.

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Der günstige Mini-Pionier

Seit Anfang diesen Jahres gibt es den Asus Eee PC 701 in Deutschland. Zum Preis von knapp 300 Euro erhält der Käufer ein kompaktes Notebook mit einem recht kleinen Sieben-Zoll-Display (Auflösung 800x480 Pixel), einem Intel Celeron 353 ULV Stromsparprozessor mit 900 Megahertz und einem Gigabyte Arbeitsspeicher. Dazu kommen eine vier Gigabyte große Flashdisk sowie eine etwas angestaubte, integrierte Grafikeinheit mit DirectX 9-Support und Linux als Betriebssystem. In Kürze erscheint mit dem Eee PC 900 eine verbesserte Version des 701, die neben einem größeren Display und mehr Festplattenspeicher standardmäßig mit Windows XP ausgeliefert wird und sich deutlich besser als Spiele-Plattform eignen dürfte. Der Preis soll rund 400 Euro betragen.

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Linux als Spielspaßbremse

Asus EeePC 701 (Bild: Asus)Asus EeePC 701 (Bild: Asus)Größtes Problem beim Eee PC 701 aus Spielersicht: Um Kosten zu sparen, liefert Asus das Gerät nur mit dem freien Betriebssystem Linux aus. Ein paar Minispiele wie zum Beispiel Solitär sind auf dem Rechner zwar vorinstalliert, echte Highlights darf man aber nicht erwarten. Abseits dessen gestaltet sich die Installation weiterer Games schwierig bis unmöglich. Ohne spezielle Software wie Wine, die Windows-Software auch unter Linux gangbar macht, läuft kaum ein gewöhnliches PC-Spiel unter dem Open-Source-Betriebssystem. Eine Ausnahme stellt zum Beispiel Wormux dar, einem Worms-Klon, der speziell für Linux entwickelt wurde. Da der Rechner auf gewöhnlicher PC-Hardware basiert, steht allerdings auch einer nachträglichen Installation von Windows XP nichts im Weg.

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Beschränktes Spiele-Angebot

Dann beweist der kleine Rechner durchaus Gaming-Qualitäten. Ältere Spiele wie Halo, Unreal Tournament 2004, Far Cry oder Half-Life 2 sind - wenn auch mit minimalen Details und Effekten - spielbar. Da aktuelle Blockbuster nochmals deutlich höhere Anforderungen an die Hardware stellen, ist bei Bioshock, Crysis, Assassin’s Creed und Co. an flüssiges Spielen aber nicht zu denken, auch nicht mit minimaler Qualität. Damit bleibt die Auswahl - mit Ausnahme von Casual Games wie Zuma - auf Spiele beschränkt, die bereits einige Jahre auf dem Buckel haben. Echte Handhelds wie Sonys PSP oder Nintendos DS sind hier klar im Vorteil, da Spieler auf diesen Plattformen ständig mit speziell für das jeweilige System gezüchtetem Frischfutter versorgt werden.

Kaum brauchbare Alternativen

MSI Wind-Series (Bild: MSI)MSI Wind-Series (Bild: MSI)

Der französische Hersteller Emtec plant derweil mit dem Gdium einen Eee PC-Klon. Spieler dürften mit dem kleinen Franzosen aber nicht warm werden. Schuld ist das eingesetzte Linux-System sowie der verbaute Hauptprozessor von ST Microelectronics, der voraussichtlich nicht kompatibel zu Windows XP sein wird, was das Mini-Notebook als Spiele-Plattform von vorne herein disqualifiziert. Beim HP 2133 will Hewlett Packard gleich mit acht verschiedenen Modellvarianten den Markt aufrollen, wobei sich die jeweiligen Modelle in Prozessorleistung, Arbeitsspeicher- und  Festplattenkapazität sowie dem Betriebssystem voneinander unterscheiden. Leider sind die verbauten Via C7-M-Prozessoren und die Chrome9-Grafikeinheit nicht gerade als Raketen bekannt. In der günstigsten Variante für knapp 500 Dollar soll außerdem wieder nur Linux enthalten sein. Die schnelleren Modelle kommen zwar inklusive Windows XP, sind allerdings preislich deutlich höher angesiedelt. Erscheinen soll der HP 2133 wie auch der Gdium im September 2008.

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Das Atom-Zeitalter bricht an

Acer, MSI und auch Asus läuten derweil bereits das Atom-Zeitalter ein. Intel Atom, so heißt der brandneue Prozessor des Chipgiganten aus Santa Clara, der speziell für den stromsparenden Betrieb in ultramobilen Mini-Notebooks entwickelt wurde. Zum Einsatz soll der nicht einmal Fingernagel große Chip beispielsweise in der Acer One- und der MSI Wind-Serie sowie dem Asus Eee PC 901 kommen. Ob der Atom N270 trotz seiner 1,6 Gigahertz Taktfrequenz schneller sein wird als der bisher im Eee PC verbaute Celeron-Prozessor ist jedoch fraglich, da ersterer zwar höher taktet, pro Takt aber weniger leistet. Von der Performance her könnte man daher als Spieler mit den neuen Atom-Notebooks deutlich schlechter dastehen als mit den vermeintlich veralteten Vorgängern.

Fazit

Können Eee PC und Co. der PSP und dem DS Paroli bieten? Die simple Antwort lautet: Nein. Mit Preisen von 300 bis 400 Euro sind die neuen Mini-Rechner im Verhältnis zu gewöhnlichen Notebooks zwar sehr günstig, im Vergleich zu einem Spiele-Handheld allerdings immer noch gut doppelt so teuer. Außerdem stehen die eingeschränkte Spiele-Auswahl, Probleme mit Linux-Betriebssystemen und teilweise langsame Hardware dem ungetrübten Spielspaß im Weg. Vollblut-Gamer zocken mit den Handhelds deutlich stressfreier. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass die Mini-Notebooks nicht zum Spielen, sondern als mobile Plattformen zum Surfen und Mailen entwickelt wurden. Dort liegen ihre Stärken.



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