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"Ferrari Challenge": Das 20-Millionen-Rennspiel

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Test Ferrari Challenge | Rennspiel | PS3, PS2, Wii, DS  

Das 20-Millionen-Rennspiel

08.07.2008, 14:18 Uhr | Richard Löwenstein / vb

Ferrari Challenge (Bild: Koch Media)Ferrari Challenge (Bild: Koch Media)Wenn ein Videospiel seine Existenzberechtigung nachweisen soll, dann muss es etwas an sich haben, was kein anderes Spiel hat. Ferrari Challenge bezieht seine Ausnahme-Stellung vor allem aus dem Wert der darin enthaltenen Automobile. Die Renn-Simulation, die nun für PS3, PS2, Wii und DS erhältlich ist, versammelt in ihren virtuellen Rennen feinsten Sportwagen-Bau im Wert von mindestens 20 Millionen Euro,
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Der Titel der Produktion deutet es ja bereits an: es handelt sich nicht einfach nur um Autos, sondern ausschließlich um Preziosen aus dem Hause Ferrari - jener legendären Sportwagen-Manufaktur aus dem italienischen Maranello, deren Formel-1-Team allein Michael Schumacher fünfmal zum Weltmeister gemacht hat. Beim Blick hinter den großen Namen und die damit verknüpfte Aura von schnellen Autos und schnittigem Motorsport entpuppt sich Ferrari Challenge freilich als eher schmuck- und einfallslose Angelegenheit.

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Racing für Spartaner

Ferrari Challenge (Bild: Koch Media)Ferrari Challenge (Bild: Koch Media)Bei den ersten Starts bewegt man Ferraris Sportauto F430 Challenge. Es folgen Wettrennen auf Wettrennen, man spielt sich mit den Siegen weitere Autos und Strecken frei - ganz egal, ob man nun im Spielmodus "Arcade" vier Rennen am Stück bewältigt, bei der "Herausforderung" eine Karriere durchlebt oder mittels "Trophäe" selbige sammelt. Hüben wie drüben fehlen Startszenen, Kamerafahrten, Rahmenhandlung oder generell atmosphärische Elemente jeglicher Art. Auch Drift-Wettbewerbe oder sonstige Auflockerungen fehlen. Racing für Spartaner also. Das Gameplay erinnert charakterlich an die Gran Turismo-Reihe. Ferrari Challenge fühlt sich also nicht allzu schnell an und legt Wert auf präzise gesetzte Bremspunkte sowie perfekt aufgezogene Ideallinien. Fehlerfrei fahren ist ein entscheidendes Element, Positionen erkämpfen das andere.

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Spannung kommt auf

Ferrari Challenge (Bild: Koch Media)Ferrari Challenge (Bild: Koch Media)Bei den Positionskämpfen entscheiden oft wenige Zentimeter. Rempeln ist ausdrücklich erlaubt. Man kann den Vordermann problemlos als Prellbock missbrauchen, ihm vor einer Kurve ungestraft ins Heck rauschen, den eigenen Bremsweg so massiv verkürzen und letztlich die Kurve kriegen. Das Schadensmodell drückt zwar einige Beulen und Kratzer in die Karosserie, das wirkt sich jedoch weder auf die Steuerung noch auf die Haltbarkeit der Fuhre negativ aus.

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Ferrari mit Fahrradbremsen

Gut so, denn der Schwierigkeitsgrad bewegt sich am Limit. Noch schwerer dürfte Ferrari Challenge nicht sein. Ohnedies führen die realitätsnahe Steuerung und das beachtliche Können der Computergegner dazu, dass sich Einsteiger im Rennspiel-Gerne schon auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad mit Podestplätzen sehr schwer tun werden. Wer aber kämpft und sich durchbeißt, wird Erfolge einfahren - denn Ferrari Challenge gibt sich hart, aber fair. Dennoch stört so einiges. Zum Beispiel der mit Spielverlauf zunehmend unausgewogene Schwierigkeitsgrad, der einem mit den höheren Fahrzeugklassen Siege gelegentlich sehr einfach macht. Dann nerven zu viele und zu lange Ladepausen, die fehlende Schnell-Neustart-Option in vielen Spielmodi oder die deutlich zu gefühl- und wirkungslose Bremse bei vielen Auto-Modellen. Gerade das Einstiegsmodell F430 verzögert, als wäre es mit Fahrradbremsen ausgestattet. Mit späteren Modellen bessert sich die Situation. Schade, dass eine Splitscreen-Option fehlt. Wer seine Kumpels in Grund und Boden fahren möchte, muss das online tun. Bis zu 16 Mitspieler können sich zu konventionellen Einzelrennen verabreden.

Fazit

Um es klar zu sagen: Ohne die attraktive Lizenz würde Ferrari Challenge als graue Maus zwischen vielen besser ausgestatteten Rennspiel-Produktionen wie Gran Turismo 5 Prologue oder Race Driver Grid kaum auffallen. 40 Autos, 16 Strecken, kein Drumherum, das reißt niemanden vom Hocker. Aber die schönen Autos entschuldigen manches Defizit bei der Ausstattung, die Fahrbarkeit macht Lust auf mehr, die KI dient spannenden Positionskämpfen als solide Grundlage. Ferrari Challenge ist also nicht gerade der Ferrari unter den Rennspielen, aber immerhin auch kein Lizenzschrott.


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