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Blizzard erringt Sieg gegen Bot-Betrüger in "WoW"

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Blizzard erringt Sieg gegen Bot-Betrüger in "WoW"

17.07.2008, 13:04 Uhr

World of Warcraft (Bild: Blizzard)World of Warcraft (Bild: Blizzard)Blizzard hat vor Gerichtet in erster Instanz einen Sieg gegen MDY Industries, dem Entwickler des World of Warcraft-Bots "WowGlider", errungen. Mit der Software lassen sich Spielabläufe in WoW teilweise automatisieren, wodurch sich Nutzer des WowGlider einen unlauteren Vorteil gegenüber Spielern ohne entsprechende Software verschaffen. Blizzard hatte dem Entwickler vorgeworfen, die Software verstoße gegen die Urheberrechtsbestimmungen von WoW. Das zuständige Bezirksgericht im US-Bundesstaat Arizona stimmte diesem Vorwurf zwar prinzipiell zu, nicht jedoch so wie von Blizzard behauptet.

Special

Richter stimmt Vorwürfen nur teilweise zu

World of Warcraft (Bild: Blizzard)World of Warcraft (Bild: Blizzard)In seiner Urteilsbegründung erklärte der vorsitzende Richter David Campbell, der "MMOGlider" - so der jetzige Name des Programms - widerspreche den Nutzungsbestimmungen, denen Spieler vor dem Start von World of Warcraft zustimmen müssen. Er widersprach jedoch der Ansicht Blizzards, das Programm verstoße ebenso gegen den "Digital Millennium Copyright Act", ein Gesetzt, das in den USA das Urheberrecht regelt. MMOGlider erfreut sich in der WoW-Community großer Beliebtheit. Bisher konnte der Programmierer der Software, Michael Donnelly, über 100.000 Exemplare seiner Software zum Preis von 25 US-Dollar absetzen.

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Außergerichtliche Einigung scheiterte

World of Warcraft (Bild: Blizzard)World of Warcraft (Bild: Blizzard)Bereits 2006 war Blizzard rechtlich gegen den geschäftstüchtigen Programmierer vorgegangen. Ein Anwalt der Blizzard-Muttergesellschaft Vivendi Blizzard hatte Donnelly in Begleitung eines Privatdetektivs persönlich besucht, auf die Rechtsverletzung hingewiesen und ihn aufgefordert den Verkauf seiner Software einzustellen. Die mit dem Verkauf erzielten Gewinne sollte Donnelly an Blizzard abtreten. Angesichts derartiger Forderungen zog Donnelly schließlich gegen Blizzard vor Gericht.


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