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"Star Wars: The Force Unleashed": Wie der Vader, so der Sohn

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Test Star Wars: The Force Unleashed | Action | Xbox 360, PS3  

Wie der Vader, so der Sohn

16.09.2008, 17:13 Uhr | Richard Löwenstein / vb, t-online.de

Schwarz und weiß, gut und böse: Kaum ein Kinoerlebnis bringt den Kampf zwischen den Guten und den Fiesen so auf den Punkt, wie das die Science-Fiction-Märchen aus der "Star Wars"-Saga tun. Drei Episoden erzählen vom Aufstieg des jungen Anakin Skywalker zum mächtigen Darth Vader, drei weitere beschreiben seinen Fall und schlussendlich seine Bekehrung zur lichten Seite der Macht. Doch zwischen den Episoden drei und vier klafft eine Lücke von mehreren Jahren. Platz genug, um die "Star Wars"-Saga zu erweitern. Lucas Arts neues Actiongame "The Force Unleashed" nutzt das Vakuum für ein bildgewaltiges Effekte-Spektakel.

Der Schüler von Darth Vader

Die Geschichte setzt gegen Ende der Episode drei ein. Senator Palpatine alias Darth Sidious lässt seine Klon-Soldaten die "Order 66" ausführen. Das heißt: Tod allen Jedi-Rittern. Nur wenige entkommen der Säuberungsaktion. Und diese wenige nimmt Darth Vader persönlich auf Korn. Doch auf einem seiner Feldzüge begegnet er einem Kind, in dem die Macht stark zu sein scheint - und adoptiert es. Der anfangs namenlose Schüler soll die verbleibenden Jedi auslöschen und nebenbei den einen oder anderen Geheimauftrag für den dunklen Lord erfüllen.

Machtspielchen

Dazu stehen dem jungen Schüler eingangs zwei Attacken zur Wahl, die auf der Jedi-eigenen Mach" basieren. Mit dem "Machtgriff" hebt der Schüler Objekte und Gegner empor, per "Machtstoß" schleudert er diese quer durch den Raum. Dank der handlichen Steuerung gehen diese Aktionen nach wenigen Minuten im Trainingsraum tadellos von der Hand. Der erste Auftrag steht an: Eine Tie-Fighter-Werft harrt der Untersuchung, denn hier soll sich der Jedi-Meister Rahm Kota verschanzen. Per Macht zerbröselt man Türen, zerrt gewaltige Streben beiseite oder wirft mal eben Sturmtruppen über das Geländer, denn Vaders Schüler hinterlässt grundsätzlich keine Zeugen. Danach geht es postwendend auf den Schrottplaneten Raxus Prime weiter, wo ein weiterer Jedi auf sein Ende wartet. Hier erlernt der Schüler bereits die dritte Macht-Attacke: Blitzeschleudern. Zwischen den Missionen darf der Spieler angesammelte Erfahrungspunkte in die Steigerung der drei Angriffsarten investieren und so noch mächtigere Kombos zu bilden. Die bemerkenswerte Steigerung der Macht wirkt befriedigend, führt allerdings dazu, dass das berühmte Laserschwert nur selten zum Einsatz kommt.

Verrat am Imperator?

Die Grafik bildet sicherlich einen Höhepunkt unter dessen, was aktuelle Videospiele zeigen. Wenn sich der Held per Laserschwert und Macht durch die Levels arbeitet, brechen Holz, Glas und Stahl nicht wie vorprogrammiert. Sie folgen stattdessen den Regeln der Physik. Das sieht realistisch aus und eröffnet dem Spieler eine Vielzahl an Lösungsmöglichkeiten: Wozu sich im Nahkampf mit einer Horde Jawas rumquälen, wenn man sie einfach mit einem Stück Schrott erschlagen kann? Wenn Angreifer per Machtgriff den Boden unter den Füssen verlieren, klammern sie sich so verzweifelt an allem fest, was sie ergreifen können, dass man fast Mitleid mit ihnen bekommt. Wer den Zug nun noch verstärkt, reißt unter Umständen sogar Teile des Inventars aus den Wänden und schleudert die ganzen Trümmer durch den Raum. Schockwellen, Blitzangriffe, Lasersalven: Die Grafik entfesselt hier wahrlich ihre Möglichkeiten. Auch die Story selbst hält noch die ein oder andere Wendung bereit, denn schon bald wird der namenlose Schüler von seinem eigenen Lehrer mit dem Laserschwert durchbohrt - und gleich darauf wieder gerettet. Das riecht nach Verrat, Intrige und Revolte im galaktischen Imperium.

Fazit

Kein Zweifel: Der neue Star Wars-Titel ist ein echtes Schmuckstück. Das Game hört sich bombastisch an und reiht viele visuelle Höhepunkte aneinander. Auch die Eindeutschung ist gelungen. Allerdings wiederholen sich die Herausforderungen auf Dauer. Kritik verdienen außerdem die kurze Spieldauer von nur sechs bis acht Stunden, und das Fehlen eines Mehrspieler-Modus. Da jedoch selbst dreistündige Star Wars-Filme an Intensität kaum zu überbieten sind, reichen sechs Stunden in der Welt von Vader und Konsorten vollkommen für einen Top-Titel aus.

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