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"Runescape": Zwei Teenager sind für den Raub eines Items verurteilt worden

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Verurteilung wegen Diebstahls virtueller Güter

22.10.2008, 18:07 Uhr | vb, Spiegel Online

Runescape (Bild: Jagex Ltd.)Runescape (Bild: Jagex Ltd.)Taugen Gegenstände aus Online-Spielen als echte Diebesbeute? Anscheinend, denn ein entsprechendes Gerichtsurteil aus dem holländischen Leeuwarden sorgt nun für Aufsehen. Das dortige Bezirksgericht hat zwei Jugendliche wegen Diebstahls verurteilt. Die beiden hatten einen dritten Jugendlichen zur Herausgabe zweier Items aus dem Online-Rollenspiel Runescape gezwungen und müssen dafür nun eine Strafe antreten, wie „Radio Netherlands“ berichtet.

Im September 2007 hatten die 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen einen 13-jährigen Klassenkameraden dazu gezwungen, ihnen eine Maske sowie ein Amulett aus dem Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG) zu übertragen. Mit Schlägen und Tritten und unter Drohungen mit einem Messer musste der Beraubte die Gegenstände auf das Online-Konto der beiden Diebe übertragen.

Konkreter Wert für den Besitzer

Runescape (Bild: Jagex Ltd.)Runescape (Bild: Jagex Ltd.)Eine Tat, die nicht ohne Folgen geblieben ist. Nun wurden die Angreifer wegen gewalttätigem Raub verurteilt. Der 14-Jährige muss 160 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten, der 15-Jährige sogar 200 Stunden. Denn nach niederländischem Recht sind virtuelle Güter wie die hier geraubten als reale Dinge zu behandeln, so die Urteilsbegründung des Richters. Entsprechend hatte auch der Anwalt des Opfers argumentiert. Virtuelle Gegenstände müssten als real erachtet werden, da sie für den Besitzer einen konkreten Wert hätten und ein Handeln mit Items eine wichtige Rolle in Online-Welten spielen würde, so die Begründung. Zudem könnten derartige Güter auch für echtes Geld verkauft werden, deshalb handle es sich bei der Tat um Diebstahl.

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Keine echten Güter?

Runescape (Bild: Jagex Ltd.)Runescape (Bild: Jagex Ltd.)Der Verteidiger dagegen argumentierte, dass die Gegenstände nicht existieren würden und folglich auch kein Diebstahl in Betracht käme. Der Richter wehrte dieses Argument unter Hinweis auf ein ähnliches Urteil ab, in dem festgestellt wurde, dass ein Stehlen von Strom ebenfalls eine kriminelle Tat ist, obwohl Strom als materielles, greifbares Gut nicht existiert.

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