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Ubisoft Montreal: Das Hollywood der Spieleindustrie, Teil 1/2

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Zu Besuch bei Ubisoft Montreal, Teil 1  

Das Hollywood der Spieleindustrie, Teil 1/2

27.10.2008, 16:59 Uhr | Jürgen Kroder

Das Hauptgebäude von Ubisoft Montreal (Bild: Ubisoft)Das Hauptgebäude von Ubisoft Montreal (Bild: Ubisoft)Nicht in einem glitzerndem Hochhaus in Los Angeles, sondern in einem unscheinbaren Backsteingebäude in Montreal entstehen gerade die Traumbilder von morgen. Hier halten sich auch keine weltbekannten Regisseure wie George Lucas oder Steven Spielberg auf, sondern Hunderte junger Leute, deren Namen kaum einer kennt. Und sie alle teilen eine Leidenschaft: ihr Faible für Computer- und Videospiele. Denn hier und in vielen weiteren Gebäuden der kanadischen Großstadt sitzen Grafiker, Programmierer, Animateure und andere Spezialisten in Großraumbüros, um die nächsten Top-Produkte der wachsenden Spieleindustrie zu entwickeln. 

Foto-Show Zu Besuch bei Ubisoft Montreal
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Millionenseller „Made in Canada“

Assassin's Creed (Bild: Ubisoft)Assassin's Creed (Bild: Ubisoft)Das beschriebene Backstein- gebäude mit der Anschrift „5505 St.Laurent“ war früher eine Weberei, heute ist es eines der größten Entwicklungsstudios der Welt. Zehn Jahre gibt es Ubisoft Montreal schon, alles hat mit einer Handvoll Kreativer angefangen. Mittlerweile ist das Team mit seinen Erfolgen extrem gewachsen. Kein Wunder. Aus dieser Traumfabrik stammen große Titel wie Splinter Cell: Chaos Theory, Rainbow Six: Vegas, Myst 4: Revelation, King Kong: The Official Game oder Assassins’s Creed, aber auch Gelegenheitsspiele wie Mein Wortschatz-Coach.

Tests & Previews Das neue Prince of Persia

Tausende neuer Arbeitsplätze

Großraumbüro bei Ubisoft Montreal (Bild: Ubisoft)Großraumbüro bei Ubisoft Montreal (Bild: Ubisoft)Zirka 1700 Menschen, im Durchschnitt 31 Jahre jung und aus der ganzen Welt kommend, arbeiten hier an potentiellen Blockbustern wie Shaun White Snowboarding, dem kommenden Naruto-Teil oder dem neuen Prince of Persia. Sollte Ubisoft Montreal an seine bisherigen Erfolge anknüpfen können, dann wird die „Spielefabrik“ bis 2013 auf 3000 Mitarbeiter aufgestockt. Der Platz in 5505 St.Laurent reicht aber schon heute nicht mehr aus, deswegen wurde das Far Cry 2-Team bereits in ein gegenüberliegendes Gebäude ausgelagert. Weitere Satelliten wie ein „Motion Capuring“- oder Animationsstudio befinden sich in der Nähe.

Finanzspritze vom Staat

Ubisoft hat auf der ganzen Welt verteilt Niederlassungen, doch das Wachstum in Montreal kommt nicht nur durch die erfolgreichen Titel. Die kanadische Provinz Quebec fördert massiv die Ansiedlung technologieaffiner Unternehmen, ein Teil der Gehälter wird durch Subventionen finanziert. Verständlich, dass sich neben Ubisoft auch andere Branchenriesen wie Electronic Arts oder Eidos in Montreal niedergelassen haben. Die kanadische Millionenmetropole hat sich somit innerhalb weniger Jahre zum Hollywood der Spieleindustrie gemausert. Und somit zu einem Zugpferd einer milliardenschweren Industrie, die nicht nur in Deutschland mit über 15 Prozent pro Jahr wächst und seit Jahren mehr Umsatz als die Kino- und Musikindustrie generiert.


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Spezialisten statt Generalisten

Eine Level-Designerin bei der Arbeit (Bild: Ubisoft)Eine Level-Designerin bei der Arbeit (Bild: Ubisoft)Die Zeiten der Garagenfirmen gehören also auch im Games-Business längst der Vergangenheit an. Dutzende, meist Hunderte Entwickler sitzen jahrelang an einem Spiel. Am neuen Ableger der seit fast 20 Jahren erfolgreichen Prince of Persia-Reihe arbeiteten zum Beispiel knapp 150 Personen. Wo es in den Anfangszeiten der Industrie Generalisten gab, die von der Programmierung über Grafik bis zum Sound alles konnten, gibt es heutzutage nur noch Spezialisten. Von den ersten Konzeptgrafiken, dem Gamedesign, der Programmierung und dem Erstellen der Level bis hin zum Testen des Produkts - an jedem Schritt arbeiten viele kleine Teams, jedes ist nur ein kleines, aber wichtiges Schräubchen der großen Maschinerie.

 

>> Weiterlesen: „Das Hollywood der Spieleindustrie“ - Teil 2



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